Für eine durchdachte Verkehrsplanung statt unnötiger Umwege und Verkehrsverlagerungen
Ausgangslage
Seit Oktober 2026 gelten im Bereich der Gurnigelstrasse, Keltenstrasse, Guglerstrasse und des Schützenmattwegs neue Fahr- und Abbiegebeschränkungen.
Die Stadt Nidau verfolgt damit das Ziel, den Durchgangsverkehr zu reduzieren sowie die Verkehrssicherheit und Lebensqualität im Quartier zu verbessern. Diese Ziele sind grundsätzlich zu begrüssen.
Die gewählten Massnahmen werfen jedoch erhebliche Fragen hinsichtlich ihrer Verhältnismässigkeit, Praxistauglichkeit und Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz auf.
Durch die neuen Beschränkungen werden bisherige Verkehrsverbindungen eingeschränkt und Verkehrsteilnehmende zu zusätzlichen Umwegen gezwungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass der Verkehr lediglich auf benachbarte Strassen und bereits belastete Verkehrsknotenpunkte verlagert wird.
Dies kann längere Fahrzeiten, zusätzlichen Treibstoffverbrauch, höhere Emissionen und eine Mehrbelastung anderer Wohnquartiere zur Folge haben.
Eine nachhaltige Verkehrsplanung muss deshalb das gesamte Verkehrsnetz berücksichtigen, anstatt einzelne Strassen isoliert zu entlasten.
Unsere Forderungen
Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Nidau ausdrücklich auf, die neu eingeführten Strassensperrungen, Fahrverbote und Abbiegebeschränkungen vollständig aufzuheben und die bisherige Verkehrsführung wiederherzustellen.
Konkret verlangen wir:
- Sofortige Aufhebung der neuen Verkehrsbeschränkungen: Die seit Oktober 2026 eingeführten Massnahmen im betroffenen Gebiet sollen rückgängig gemacht und die bisherigen Verkehrsverbindungen wiederhergestellt werden.
- Unabhängige Prüfung durch Verkehrsfachleute: Qualifizierte, unabhängige Verkehrsspezialistinnen und Verkehrsspezialisten sollen alternative Verkehrskonzepte erarbeiten und deren Auswirkungen auf Verkehrsfluss, Sicherheit, Erreichbarkeit, Umwelt und angrenzende Quartiere umfassend beurteilen.
- Praxistaugliche Alternativen vor neuen Einschränkungen: Vergleichbare Verkehrsbeschränkungen dürfen erst wieder umgesetzt werden, wenn nachweislich funktionierende, verhältnismässige und praxistaugliche Alternativen vorliegen und deren Auswirkungen auf das gesamte Verkehrsnetz geprüft wurden.
- Einbezug der betroffenen Bevölkerung: Anwohnende, Gewerbetreibende und weitere betroffene Verkehrsteilnehmende sollen frühzeitig in die Erarbeitung und Beurteilung künftiger Verkehrslösungen einbezogen werden.
Unser Anliegen
Wir unterstützen eine sichere und lebenswerte Stadt Nidau. Verkehrsberuhigende Massnahmen müssen jedoch durchdacht, verhältnismässig und im Alltag praktikabel sein.
Verkehrsprobleme dürfen nicht einfach von einer Strasse auf die nächste verlagert werden. Zuerst braucht es funktionierende Alternativen – erst danach dürfen neue Einschränkungen erfolgen.
Mit dieser Petition fordern wir den Gemeinderat auf, die aktuellen Verkehrsbeschränkungen aufzuheben und eine fachlich fundierte, ganzheitliche Verkehrsplanung sicherzustellen.
Wir ersuchen den Gemeinderat um eine schriftliche Stellungnahme zu unseren Forderungen.
Unterstützen Sie unsere Forderung nach einer vernünftigen Verkehrsplanung und der Aufhebung der neuen Strassensperrungen mit Ihrer Unterschrift!