Kein Kahlschlag am Seerhein
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Zur gestrigen Bürgerinfo 29. Juni 2015 im Konzil.
1. Herr Dr. Rabe, Baumsachverständiger, geschickt von der deutschen Seite: Die dichstehende und in sich verwobene Allee im Tägermoos (ca. Abstand 9m in der Linie auf einer Seite) kann nur im Kollektiv bestehen. Bereits beim Ausfall einzelner Bäume muss die gesamte Allee gefällt werden, da sich die die Thermik, Windangriffsfläche verändert. Der Vergleich zur Allee Reichenau mit ähnlichen Abständen (Linie/Seite) sei nicht statthaft, da es sich um weniger verwobene Einzelbäume handelt.
2. Herr Fabian Dietrich, eidgenösischer Baumsachverständiger, geschickt von der schweizer Seite: Eine schrittweise Nachpflanzung der Allee sei möglich, wenn die Nachbarbäume entsprechend eingekürzt den Jungpflanzung Licht geben. Ein Sicherheitsrisiko kann er ausschliesslich in den jetzt freigestellten Einzelbäumen erkennen, weshalb der Rheinweg in einem Teilabschnitt gesperrt werden müsse.
3. Herr Mejer von der TBK zeigte anschliessend, unbeeindruckt von Zwischenrufen, in aller Ruhe eine Folie mit einer überraschend hohen Anzahl gefällter Alleepappeln, die breits vor vielen Jahren gefällt wurden (auch um den Auenwald östlich der Badi entstehen zu lassen). Die zeichnerisch abstrakt dargestellte Allee (bis 2014) war mit seinen vielen Fehlstellen nahezu nicht mehr als Kollektiv erkennbar.
Ein mögliches Fazit: Die Allee 2014 (3.) war schon lange kein Kollektiv im Sinne des Herrn Rabe (1.) und könnte einen entscheidenden Hinweis zu Punkt 2. liefern.
Carsten Hinrichsen
Re: sehe das neutral...
Mit dem Argument müsste man freilich sämtliche Wälder roden.
Warum meinen ein paar Zeitgenossen, sie müssten sich selbst verwirklichen, indem sie auf Teufel komm raus Bäume fällen, die gesund sind, viele Menschen erfreuen und Schatten spenden - denn sie waren schon vor uns da und sollen auch meine Urenkel noch begeistern - PUNKT!
ein trauriger Anblick ist. Ich fahre oft mit dem Fahrrad vorbei und nach der letzten Fällung, war ich sehr schockiert und traurig.
Sie fehlen sehr!
Weil ich fast überall wo ich hinkomme , auch in meiner Heimatgemeinde eine Tendenz zum Kahlschlag = "Ordentlichkeit"
beobachte, die ich gruselig finde: die Angst vor der Natur und dem Wilden.
Ich bin im Urlaub immer in Konstanz und liebe diese Allee.
GESUNDE Bäume zu fällen grenzt an Irrsinn!
FG
C. Henkel
Re:
Da kann ich nur beipflichten. Aus einem wunderbaren Wanderweg hat die Gemeinde eine ""Autobahn" mit grobem Schotter gemacht, dabei Böschung abgetragen, die für viele Amphibien und Wildkräuten Heimat war. Jetzt ist der Weg nur noch grässlich!
stanzerin war ich sehr entsetzt, über diesen Kahlschlag. Was für
ein Baumfrevel!! Jeder gefällte Baum muss unbedingt ersetzt
werden.
Es kann ja wohl nicht sein, dass diese wunderbaren Pappeln gefällt werden.
Bäume werden obwohl gesund zuhauf an vielen Orten in Deutschland gefällt!
Dass hier Baumfachleute aus der Schweiz ein ganz anderes Bild bzgl. der Gesundheit und Standfestigkeit der Bäume bescheinigen, überrascht mich nicht!!
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Re:
#365: -
Kein einzelnes Wesen lebt ewig. Aber eine Gemeinschaft kann ewig leben, so wie die Allee. Man ersetzt einen toten Baum durch einen neuen, die Allee bleibt ewig.christel thorbcke