Rettet die Musikhochschulen
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vielfältige Ausbildung an den Musikhochschulen
muss unbedingt erhalten bleiben, sonst ist
ein Untergang der Musikkultur in Deutschland
nicht mehr aufzuhalten.
ausgepowert wird und die Kultur von den grün-roten
Ideologen geschreddert wird.
Schon gehoert sehr geehrte Frau Ministerin?
Is das IMMER noch nicht angekommen?
1. Bildung
2. Produktionsmittel "Belegschaft": gebt den Leut n Geld in die Hand und s wird auch ausgegeben
3. Arbeit is nich alles in der Welt, das muss "der Deutsche" noch lernen. Wo bleibt unsere Kultur ohne Musik?
Greetz, St.
Da ich die Berichterstattung in der Presse genau verfolge, verkenne ich nicht, dass es ein Bemühen gibt, eine sinnvolle Lösung im Rahmen der Spardiktate zu finden. Gleichwohl - ich möchte mit meiner Unterschrift auch meine ernsthaften Bedenken gegen diese Sparmaßnahmen zum Ausdruck bringen. Die umfangreiche musikalische Hochschulausbildung an allen betroffen Standorten in Baden-Württemberg trägt Entscheidendes dazu bei, die Kultur zu erhalten. Jeder Euro, der in Kultur investiert wird, ist ein Euro für den Frieden (ich weiß nicht, ob man das über die Bankenrettung sagen kann).
Standortförderung
- das ging doch
schon schief,
das muß doch nicht
sein, oder?
Lassen wir es nicht zu das Unsummen an Steuergelder für Rüstungszwecke auf Kosten der Bildung in die Luft geblasen werden.
Re:
man kann die Diskussionslage hier wohl folgendermaßen zusammenfassen:
1. Am besten wäre, es müßte bei den Musikhochschulen gar nicht gespart werden. Ministerpräsident Kretschmann hat zu Beginn seiner Amtszeit laut und vernehmlich geäußert, dass die Etats der Kultur im Verhältnis ohnehin so gering sind, dass beim Sparen mehr zerstört wird als das Land wirklich finanziellen Nutzen davon hat.
2. Wenn das Sparen von 4 Mio. Euro jährlich von der Regierung wirklich als unausweichlich angesehen wird, bieten der Bericht des Rechnungshofes und das öffentlich einsehbare Konzept von Trossingen/ Mannheim durchaus differenzierte und durchdachte Anregungen, die selbstverständlich weiterhin fünf exzellent arbeitende, traditionsreiche Musikhochschulen in gewachsener Struktur ermöglichen. Sicherlich erfordert das von jedem Rektor schmerzhafte Entscheidungen auch gegen eigene Interessen.
3. Das Konzept, das jetzt vom Ministerium gemeinsam mit Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg als Ei des Kolumbus verkauft wird, ist ungerecht, unausgegoren und überzeugt nicht. Warum ganze Schulmusikabteilungen schließen, wenn die Zahl der Lehramtsstudienplätze insgesamt unverändert bleiben soll? Warum zwei derjenigen Hochschulen, die am effektivsten arbeiten, gegen ihren Willen mit Spezialisierungen ("Weiterentwicklung") beglücken, wenn damit alles, was an diesen Hochschulen im 'klassischen' Bereich über Jahrzehnte an Aufbauarbeit geleistet wurde, zerstört wird? Warum und wie sollen junge Menschen in Mannheim Jazz, in Trossingen 'Alte Musik' studieren, ohne dabei mit Pianisten, Orchestermusikern, Schulmusikern, Kirchenmusikern in Berührung zu kommen? Ein trauriges Musikstudium...
Gerade die Studiengänge EMP und Schulmusik in Mannheim haben einen sehr guten Ruf. In Mannheim unterrichten engagierte, hochmotivierte Dozentinnen und Dozenten, denen die künstlerische und pädagogische Qualität der Studierenden sehr wichtig ist. Diese Standards garantieren, dass die Absolventen sehr gut ausgebildet werden und in ihrem späteren Beruf ihre eigene Begeisterung für die Musik auf die Schülerinnen und Schüler übertragen werden. Offenbar ist es der Politik nicht wichtig, dass das Kulturgut Musik an den Schulen und Musikschulen von hochwertig ausgebildeten Lehrkräften vermittelt wird.
Musikhochschulen
Ich finde diesen kulturellen Kahkschlag einen Skandal. Aber von der Grünen Partei war noch nie etwas anderes zu erwarten. Zu der unsäglichen SWR-Orchesterfusion schweigt diese Regierung beharrlich. Jetzt will sie auch noch den Musikhochschulen ans Leder. Ich selbst habe 38 Jahre in Baden-Württemberg gelebt, auch als Lehrbeauftragter 1980/81 in Trossingen unterrichtet. Ich war Veranstalter zahlreicher Reihen für Neuek Musi in Baden-Württmenberg und eines Musikfestivals. Das war im Gegensatz zu heute alles ordentlich finanziert. Darn ist zu sehen, daß dies das vorläufige traurige Ende eines schon lange währenden kulturellen Kahlschlags ist.
Trossingen mußte vielmehr durch den kreativen Bereich der Komposition ausgebaut werden, der dort immer unterrepräsentativ vertreten war. Einsparungen im Bereich der Musikhochshculen sind das falsche Signal, da sie seit Jahren sowieso unterfinanziert sind. Selbst in Kernfächern gibt es zahlreiche präkäre Beschäftigungverhältnisse. Lehrbeauftragte verrichten Ordinarienarbeit. Ich selbst habe in Dresden an der Musikhochschule im Lehrauftragsverhältnis zehn Jahre lang die Hauptfächer Komposition und Musikwissenschaft/Musikästhetik unterrichtet, hatte eine eigene Kompositionsklasse, eine musikphilosophische Vorlesung und Doktoranden betreut. Mein Vorgänger war C-4-Professor und das wäre entsprechend meiner Tätigkeit auch die angemessene Position für mich gewesen. Aber der Staat spart auf dem Rücken seiner Diener, wenn sie als Hochschullehrer nicht Naturwissenschaftler sind. Steuern zahlen müssen sie trotzdem. Außerdem gibt es im sächlichen Ausbildungsbereich, in der Ausstattung der Hochschulen, viele gravierende Defizite. Diese Verhältnisse herrschen auch in Baden-Württemberg. Aber das geht den Kulturbanausen und -Analphabeten von der grünen Partei und vom Rechnungshof auf gut Deutsch doch am A... vorbei.
Mit freundlichen Grüßen und kollegialer Solidarität für die, die jetzt bedrängt sind.
Dr. Ernst Helmuth Flammer
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In allen Musikvereinen wird Wertvollste Jugendarbeit geleistet. In Trossingen haben viele von uns Seminare Besucht, Studiert, Unterricht auf Instrumenten erhalten. Traurig, dass Die Musik weniger wert ist, als der Sport. In den Sport werden jedes Jahr Millionen Euro gebuttert, mit dem Ergebnis, dass fast jedes Bundesligaspiel von Hunderten Polizisten bewacht werden muss, von unseren Steuergeldern. Mit nur einem Bruchteil dieses Unsinnig ausgegebenen Geldes könnten alle Musikschulen in Deutschland überleben. Man könnte sogar die Jugendarbeit in allen Musikvereinen sinnvoll Unterstützen. Schade dass in unserem Land, nach dem Regierungswechsel zu Rot/Grün, noch größere Versager am Ruder sind. Herr Ministerpräsident, Sie als Ehemaliger Lehrer, sollten Eigentlich besser wissen, wie wichtig solche Einrichtungen, auch auf dem Land, sind.