Rettet die Musikhochschulen
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Re: Re: Fingerspitzengefühl!!
„Die Weiterentwicklung der Musikhochschulen ist ein sensibler Prozess. Deshalb gehen wir bei der Kultur mit besonderem Fingerspitzengefühl vor.“
Edith Sitzmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag.....
So kommen (vermeintlich) positive Statements zustande!! Aus dem Kontext gerissen wirkt die Aussage vielleicht gut.
Tatsächlich geht es um den "Rück- und Abbau" der vollständigen Musikhochschule.
s. #1366 # 1376
Re: Re: Schreiben an den Bundespräsidenten
JA!! JA!! JA!!
Warum nicht?
Allen hier, denen Kultur, Werte, Bildung, Musik, Musikhochschulen, Zukunft, Kinder und Jugend etwas bedeuten, sollten kämpfen, also aufmerksam machen durch Schreiben an wichtige Persönlichkeiten und Organisationen in unserem ganzen Land.
Re: Re: Re: Re: Re: "sensibler Prozess".. Frau Sitzmann (Grüne)
#1376: - Re: Re: Re: Re: "sensibler Prozess".. Frau Sitzmann (Grüne)
"Die Profilbildungen an den Hochschulen in Mannheim mit der Integration der Pop-Akademie sowie Trossingen (Alte Musik und Elementare Musikpädagogik)" seien ein gangbarer Weg und eine Chance für die Standorte!"
Auch so klingt der Satz ganz vernünftig. Aber es geht ja nicht um Integration (in die gewachsene Struktur der Musikhochschulen), sondern um Auflösung (der wesentlichen Abteilungen, die eine Musikhochschule ausmachen), also Zerstörung.
Re: Re: Re: Re: Re: Re: "sensibler Prozess".. Frau Sitzmann (Grüne)
#1379: - Re: Re: Re: Re: Re: "sensibler Prozess".. Frau Sitzmann (Grüne)
dass Frau Sitzmann von Fingerspitzengefühl schreibt, ist angesichts der Tatsache, dass sie vermutlich noch nie ein Musikhochschule von innen gesehen hat, blanker, von Ahnungslosigkeit gespeister Politikerzynismus, geschuldet natürlich auch der Parteiloyalität gegenüber Ministerin Bauer. Übrigens ist sie laut ihrer eigenen Internetseite Mitglied des Förderkreises des SWR-Sinfonieorchesters Baden/ Baden-Freiburg...Äußerungen zu dessen Schließung sind bisher nicht bekannt geworden.....
Armes Deutschland!
Mir graust vor dir.
Viele scheinen zu meinen, mit Berufung auf Sinn-Argumente auf einen Sinneswechsel hinarbeiten zu können.
Leute, laßt Euch gesagt sein: Das ist alles viel zu feinsinnig. In einer Gesellschaft, die dem Gott Mammon verfallen ist, geht es viel primitiver zu: Unter der (angeblichen) Verpflichtung, irgendwo etwas einsparen zu müssen, geht es NUR darum, eiskalt zu berechnen, an welcher Stelle dies die wenigsten Wählerstimmen kostet. Nach Einschätzung der Horde, die in BaWü an die Macht geraten ist (ich sitze übrigens NICHT am Stammtisch!), ist das - natürlich - die Kultur, im engeren Sinne die klassische Musik.
Mit inhaltlichen Argumenten über den Wert dessen, was da in Gefahr ist, wird man wenig ausrichten. Es kommt einzig darauf an, Personen vom Schlage Kretschmann dadurch zu erschüttern, daß der IMPACT derjenigen, die sich hier engagieren, sich katastrophal auf die Position der Grünen auswirken wird, wenn die Landesregierung nicht einlenkt.
Daher: Professoren, Lehrer, Personen in der Öffentlichkeit, die ihr Einfluß auf viele (vor allem junge) Menschen habt: Macht keinen Hehl daraus, daß ihr offen darlegen werdet, wer hier den Menschen die kulturelle Butter vom Brot nehmen will. Erst wenn den Grünen der A.... auf Grundeis geht bei dem, was sie zur Zeit eiskalt planen, werden sie davon ablassen.
Die existentielle Erschütterung eines späten Streichquartetts von Beethoven, das Grauen der Dezime im Brahms'schen Violinkonzert, die Unsäglichkeit des Lacrimosa im Mozart'schen Requiem, das was das Bach'sche "Erbarme dich" der Matthäus-Passion auszudrücken und anzurichten vermag (oder auch "nur" die Aria der Goldberg-Variationen...) - all das haben diese bizarren, vereisten Menschen nie erlebt; Welten trennen uns. Glaubt mir: Sie hören NUR auf die schrille Stimme der Macht, auf die des Geldes, des Einflusses.
Gustav Mahler wußte es und ist nicht damit fertig geworden, wovon seine wunderbaren Symphonien (in Wahrheit grausam) zeugen. Wir können uns solche Innerlichkeit nicht leisten, wenn wir uns mit DENEN auseinanderzusetzen haben. Wir können nicht von einer Geisteshaltung ausgehen, die eine solche Politik niemals ermöglicht hätte. Nein, nein: Es geht in diesen Hirnen viel primitiver zu! Die Schalthebel sind nicht in Partituren verborgen!
Janet Collins, Opernsängerin, Bayreuth, Dresden, Stuttgart........
Protestbrief
gegen die geplante Schließung von Kernbereichen
der Klassikausbildung an den Musikhochschulen Mannheim
und Trossingen.
Frankfurt, den 18. August 2013
Sehr geehrter Herr Kretschmann,
Mir ist es ein völliges Rätsel, wie man auf die Idee kommen könnte, eine solch hervorragende Ausbildungsinstitut wie die Musikhochschule Mannheim schließen zu wollen, die seit vielen Jahren effizient arbeitet und es dennoch schafft, eine Ausbildung auf höchstem internationalen Niveau anzubieten.
Ich bin seit Jahren international erfolgreich als Opernsängerin tätig, mit Soloengagements u.a. bei den Bayreuther Festspielen, an der Semperoper Dresden und an der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, sowie international an der Ungarischen Staatsoper Budapest, in Amsterdam, Rotterdam, New York, London, Sizilien und Japan. Ausserdem habe ich bei zahlreichen zeitgenössichen Musikprojekten, (persönliche Zusammenarbeit u.a. mit Karlheinz Stockhausen und Beat Furrer) und Konzerten mitgewirkt. Dies alles verdanke ich der hervorragenden Ausbildung, der ausserordentlichen Qualität der Unterrricht und des Lehrpersonals, und der Vielfalt des fächerübergreifenden Studienangebots der Musikhochschule Mannheim.
Die Auswahl der Musikhochschule Mannheim war von entscheidender Bedeutung für meine Ausbildung: Nicht nur das hervorragende und nicht selten höchst inspirierende Unterricht an sich, sondern auch das Umfeld, die Arbeitsbedingungen, das familiäre Miteinander, und die angenehmen Räumlichkeiten waren für mich unerläßliche Komponenten einer umfassenden und auf die harte Arbeitswelt optimal zugeschnittenen Grundausstattung. Ich bin stolz und unendlich dankbar, an dieser wunderbaren Hochschule studiert zu haben, die eine herausragende Bilanz und Tradition, mit Wurzeln bis zur weltbekannten „Mannheimer Schule“, aufweist.
Die Musikhochschule Mannheim muß in ihrer bestehenden Form erhalten bleiben. Alles andere wäre für den Sänger- und Musikernachwuchs eine Tragödie und für die wunderbaren, höchst kompetenten und ungewöhnlich engagierten Lehrer eine nicht zu rechtfertigende Beleidigung. Diese Hochschule ist ein ungewöhnliches und hervorzuhebendes Beispiel einer Ausbildungsstätte, die ihren Schülern absolut alles bietet, was der Beruf eines Profimusikers bzw. Sängers ihnen abverlangen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Janet Collins AGSM
60433 Frankfurt am Main
www.janetcollins.de
e-mail: [email protected]
Jelena Rakić, Opernsängerin, Aachen
To: [email protected]
Subject: Protestbrief/Musikhochschulen Mannheim und Trossingen
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
als Absolventin der Musikhochschule Mannheim protestiere ich entschieden gegen die geplante Schließung von Kernbereichen der Klassikausbildung an den Musikhochschulen Mannheim und Trossingen.
Seit zwei Jahren bin ich erfolgreich als Opernsängerin am Theater Aachen fest engagiert und verdanke dies u.a. der hervorragenden Ausbildung und der Vielfalt des fächerübergreifenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim.
Im Laufe meines Studiums habe ich nicht nur die deutsche Sprache gelernt, sondern auch die damit verbundene Kultur-und Musiktradition kennen gelernt. Dafür bin ich sehr dankbar und setze mich für ein Weiterleben und -wirken dieser Tradition ein.
Viele meiner Kollegen am Theater Aachen - Orchestermusiker, Dirigenten, Opernsänger - sind ebenfalls Absolventen der Musikhochschule Mannheim. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, gemeinsam mit ihnen auf der Bühne "Mannheimer" Musik zu kreieren.
Es ist in der Tat so, dass die Konzentrierung auf Einzelbereiche an verschiedenen Standorten zu einer Verarmung der Ausbildung führt und damit dem kulturellen Leben schadet.
Die Musikhochschule Mannheim mag zwar klein sein, jedoch sind und bleiben die Qualität der engagierten Lehrer und der Erfolg der Absolventen auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt die entscheidenden Kriterien für die Aktivität und Effizienz einer Hochschule.
Es ist mir eine Ehre, an einer solchen Hochschule - mit Wurzeln bis zur weltbekannten "Mannheimer Schule" - studiert zu haben.
Ich fordere deshalb den Erhalt des umfassenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim!
Mit freundlichen Grüßen
Jelena Rakić
Re: Re: Re: Re: sensibler Prozess..
#1366: - Re: Re: Re: sensibler Prozess..
Frau Sitzmann sitzt in Freiburg. Kein Wunder also!
Verkehrte Welt
Aber die besten Orchestermusiker, Sänger, Instrumentalisten, Professoren, Pädagogen müssen um Aufmerksamkeit betteln bei politischen Funktionsträgern, deren Selbstbeschreibungen im Internet den Verdacht aufkommen lassen, keinerlei Ahnung von kulturellen Belangen zu haben.
Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
Popakademie Baden-Württemberg GmbH
Hafenstr. 33
68159 Mannheim
Fon. 0621. 53 39 72 00
Fax. 0621. 53 39 72 99
E-Mail: [email protected]
Internet: www.popakademie.de
Redaktion:
Tina Sikorski
E-Mail: [email protected]
Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Prof. Udo Dahmen
Prof. Hubert Wandjo
Aufsichtsratsvorsitzender:
Staatssekretär Jürgen Walter MdL
Registergericht: Amtsgericht Mannheim
Handelsregisternr.: HRB 9643
Steuernr.: 38186/65709
Technische Umsetzung:
Zettwerk Software Engineering GmbH
Eingesetztes Content Management System (CMS): Zope/Plone
Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1387: - Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
Über den Ausstieg aus Bildung und Kultur geht es direkt in die grüne Bananenrepublik! Armes Deutschland!
Was geht Frau Bauer ihr Gerede von Gestern an
"Wissen ist unsere Zukunft. Baden-Württemberg braucht daher mehr und besser ausgebildete Menschen. An den Hochschulen im Land müssen erheblich mehr Studienplätze geschaffen werden. Denn wir dürfen die Chance nicht verspielen, dass vor uns starke Abiturjahrgänge liegen."
http://www.gruene-landtag-bw.de/fraktion/abgeordnete-129514.html?abgeordneten_id=384220&cHash=ee91492aa7bf762ce3859eef147de292
Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1387: - Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
Und so sieht's nun mal laut Wikipedia aus:
"Nach dem Abitur in Ludwigsburg studierte Jürgen Walter Anglistik und Germanistik in Stuttgart und Eugene, Oregon. Danach war er bis zu seiner Wahl in den Landtag sechs Jahre im Ludwigsburger Scala tätig und hat dort hauptsächlich Jazzkonzerte und Kabarettabende organisiert. Bis 1993 war er Geschäftsführer der Firma Ecotopia Productions, Ludwigsburg. Walter ist evangelisch, verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt in Asperg.
Politisch engagiert er sich bei den Grünen seit 1983. Von 1983 bis 1991 war er Ortsvorsitzender der Grünen in Asperg, von 1989 bis 2011 Gemeinderat in Asperg, von 1989 bis 1992 war er Mitglied des Kreistags in Ludwigsburg. 1999 wurde er Sprecher des Kreisvorstands Ludwigsburg. 2006 schied er aus dem Kreisvorstand aus.
1992 wurde Walter im Wahlkreis Ludwigsburg als Abgeordneter in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Von 2006 bis 2011 war er dort Sprecher seiner Fraktion für die Bereiche Medien, Europa, Sport. Nach der Landtagswahl 2011 wurde er zum Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Kabinett Kretschmann ernannt."
Da hat Herr Kretschmann sicherlich genau den Richtigen berufen, wenn es um Musikhochschulen geht.
Und Frau Bauer? "Theresia Bauer, 1965 in Zweibrücken geboren, lebt mit ihrer Familie mit zwei Kindern in Heidelberg. Von 1985 bis 1993 studierte sie Politikwissenschaften, Volkswirtschaft und Germanistik in Heidelberg und Mannheim.
Während ihres Studiums war sie hochschulpolitisch als studentische Vertreterin im Großen und Kleinen Senat und im Verwaltungsrat der Universität aktiv. Zwischen 1993 und 1995 war Theresia Bauer Referentin für politische Bildung in der Gesellschaft für politische Ökologie, anschließend Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg" - laut eigener Webseite der Grünen.
Was soll man denn da anderes erwarten??
Für die Standorterhaltung der Musikpädagogik
2) Das Fach Musik ermöglicht nicht nur musikalisch-kulturelle Bildung, sondern fördert zugleich auch die Entwicklung sozialer und personaler Kompetenzen junger Menschen: Unter der Voraussetzung, dass der Musiklehrer bestens ausgebildet ist.
3) Das Schulmusikstudium entfaltet seine besondere Qualität gerade durch seine maximal individualisierte Studienorganisation. Die Intensität des Studiums in kleinen Kohorten erzeugt diese einzigartige Form von Exzellenz (wofür das Schulmusikstudium wirklich noch steht).
In Großseminaren, wie sie nach Standortschließungen an den verbleibenden Hochschulen zu erwarten sind, kann eine solche Differenziertheit nicht gewährleistet werden, das Studium würde zum "Massenfach". Um aber die unter Pkt. 2 angeführten hohen Berufsanforderungen an den Musikpädagogen weiterhin zu gewährleisten, müssen die Schulmusikabteilungen erhalten bleiben und ihre spezifischen Aufgaben in der jeweiligen Region wahrnehmen.
4) Die Musikpädagogik insbesondere an der MuHo-Mannheim ist international hoch angesehen: hier wird seit vielen Jahren musikpädagogische Forschung und Lehre betrieben, u.a. wurde hier das Konzept des "Aufbauenden Musikunterrichts" entwickelt.
5) Im Zuge der außerordentlich begrüßenswerten Pläne zur kooperativen Neuorganisation der Lehrerausbildung zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen bestehen bereits hochgradig innovative Konzepte und Modelle für eine künftige schulspartenübergreifende Musiklehrerausbildung von der Primarstufe bis zur Sek II. Hier kooperieren (standortbegünstigt!) die Musikhochschule Mannheim und die Pädagogische Hochschule Heidelberg. Auch die Popakademie ist dabei ein innovativer Partner. Die Trias Musikhochschule-Pädagogische Hochschule und Popakademie würden modellhaft eine innovative, nachhaltige und wirksame Form der Musiklehrerausbildung generieren: Das kann aber nur gelingen, wenn die Schulmusik am Standort Mannheim erhalten bleibt (und somit natürlich auch der vollständige Klassikbereich).
Prof. Dr. Christoph Khittl, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Institut für Kunst, Musik und Medien
Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1390: - Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
ein Studienabschluss ist ja bei Herrn Walter nicht erwähnt....Macht über Hochschulen kann bei bei den Grünen trotzdem bekommen.....
ganze Fachbereiche an Hochschulen wegzusparen
bekommt auf lange Sicht nicht mal der Umwelt, die man doch hegen und pflegen wollte, denn die Kultur
ist die Umwelt für uns Menschen! Dass insbesondere die Musik alle kognitiven Fähigkeiten stärkt, sollte hinlänglich bekannt sein. Und: Weniger Studierende bedeutet auch Einbußen in allen anderen Wirtschaftsbereichen.
Mit besten Grüßen
Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1390: - Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
"...Da hat Herr Kretschmann sicherlich genau den Richtigen berufen...Was soll man denn da anderes erwarten??"
Seien Sie froh, dass es sich nicht - wie im Falle beispielsweise des Bundestagspräsidenten - um Soziologen handelt. Wenn die hohe und höchste Ämter im Staate bekleiden, kann es, wie bei Herrn Dr?Lammert, passieren, dass die den Artikel 1 Absatz 1 GG öffentlich noch nicht einmal mit Ablesen/Nachschauen hinbekommen.
Die sprechen dann nämlich statt von der Verpflichtung von einer Aufgabe des Staats. Man fragt sich also, ob diese Beamten von einer "Kann-" oder "Sollaufgabe" ausgehen, oder ob gemeint ist, man habe es aufgegeben mit diesem Staat.
Wenn Sie sich darüber hinaus noch etwas mit den Kriterien beschäftigen wollen, nach denen in diesem Ihrem Lande politische Ämter besetzt oder zum Beispiel auch MdBs gewählt werden, dann hören Sie sich Schachtschneider ab Minute 7 an. Wenn sie 75 Minuten Zeit haben, hören Sie sich den Schachtschneider ganz an, es lohnt sich. Ist so gut wie zwei Stunden Üben oder eine schöne klassische Sinfonie anhören oder spielen, vielleicht Mozart...
Eigentlich haben Sie das Recht, sich ihren musikalischen Studien unbehelligt und ungestört von all diesem grauenhaften politischen Müll, der da in den letzten zwanzig Jahren aufgelaufen ist, widmen zu können. Hoffentlich ist es nicht zu spät, wenn Sie sich nun eben leider doch um anderer Leute Arbeit kümmern müssen.
Re: Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1395: - Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
das Problem mangelnder Berufsqualifikation ist schon insbeondere ein Problem der Grünen.
Es gab ja bekanntlich auch schon einen Außenminister mit Taxischein...
Re: Re: Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademie
#1396: - Re: Re: Re: Jürgen Walter, Aufsichtsratsvorsitzender der Popakademiedas Problem mangelnder Berufsqualifikation ist schon insbeondere ein Problem der Grünen. Es gab ja bekanntlich auch schon einen Außenminister mit Taxischein...
Der grüne Herr Aussenminister / Vizekanzler a.D. hatte sich in ihm und seiner Partei gebührender Manier qualifiziert.
"Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch!"
Was für Leute sind es nur, die Randalierer und Hasardeure in hohe politische Ämter wählen.
So einfach ist das: Für klassische Musik muss man Steuergelder ausgeben, Popmusik wirft dagegen besteuerbares Geld ab. Nur: International wettbewerbsfähig ist die deutsche Popmusik nur selten und wer an der Musiklehrer- und Instrumentalistenausbildung spart, sorgt nur dafür, dass es so bleibt. Da kann dann auch keine Popakademie mehr helfen.
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Re: Re: Re: Re: "sensibler Prozess".. Frau Sitzmann (Grüne)
#1366: - Re: Re: Re: sensibler Prozess..
Leider haben Sie Frau Sitzmann mißverstanden:
"Die Profilbildungen an den Hochschulen in Mannheim mit der Integration der Pop-Akademie sowie Trossingen (Alte Musik und Elementare Musikpädagogik) seien ein gangbarer Weg und eine Chance für die Standorte: „Kulturpolitik heißt gestalten, die geplanten Veränderungen sind eine Chance, die der gesamten Musiklandschaft in Baden-Württemberg zu Gute kommen.“ Richtig sei es zudem, Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland zu prüfen. Sitzmann: „Die Weiterentwicklung der Musikhochschulen ist ein sensibler Prozess. Deshalb gehen wir bei der Kultur mit besonderem Fingerspitzengefühl vor.“
Fingerspitzengefühl !! Abschaffung des wesentlichen Anteils einer Musikhochschule, Nivellierung, also ihre Zerstörung,
und in Mannheim Ersatz durch Pop kommt also der gesamten Musiklandschaft in BW zugute.
Woher nehmen diese Menschen den Mut und mit welcher Berechtigung sprechen sie von Dingen, von denen sie keine Ahnung haben?