Rettet die Musikhochschulen
Verfasser der Petition kontaktieren
Re: "Alles nichts wie Schei**e!" sprach der Staatssekretär
#1326: - "Alles nichts wie Schei**e!" sprach der Staatssekretär
Solche Kommentare bringen uns nicht weiter. Dann müssen wir uns zu Recht ermahnen lassen, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Was wir brauchen, sind Argumente, Vorschläge für eine künftige vernünftige Gestaltung, Ideen für Aktionen, aber keine Polemik. Es reicht, wenn die Politiker inkompetent argumentieren, das ist aber noch kein Grund, sich auf das gleiche Niveau oder noch darunter zu begeben.
Re: "Sterbende Gewässer"
#1281: Gast - "Sterbende Gewässer" - Die Solidarität ALLER ist gefragt
Nicht ausschließlich Mitglieder der Hochschule, die um Unterstützung bitten, machen die Erfahrung, dass nur von wenigen Mitbürgern die Tragweite erfasst wird, die eine Verwirklichung der Pläne der Landesregierung Baden-Württemberg zur Folge haben würde. Auch kulturell interessierte Bürger beobachten mit Sorge die aktuelle Entwicklung. Die von den Politikern durch systematischen Kulturabbau und den Medien durch seichte Unterhaltung und ständige Dauerberieselung geförderte kulturelle und geistige Verarmung hat anscheinend nicht nur in der breiten Bevölkerung in erschreckendem Maße Fuß gefasst, sondern ein lethargisches Schweigen zeigt sich auf allen Ebenen.
Die Solidarität aller Bildungsinstitutionen ist gefragt: Wo bleiben die Stimmen der Museen, Bibliotheken, Theater, Schulen, Fachschulen, Universitäten, Institutionen der Erwachsenenbildung? Es scheint kaum einer der Verantwortlichen ernsthaft beunruhigt zu sein, dass es morgen seine Einrichtung treffen könnte.
Wo bleibt die Unterstützung der politisch Verantwortlichen der Städte und Gemeinden der Region?
Es darf doch nicht sein, dass Kulturabbau durch Schweigen weiter gefördert wird, denn:
„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“ Molière
Wie die Alten sungen
#1327: - Re: "Alles nichts wie Schei**e!" sprach der Staatssekretär
Solche Kommentare bringen uns nicht weiter. Dann müssen wir uns zu Recht ermahnen lassen, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Was wir brauchen, sind Argumente, Vorschläge für eine künftige vernünftige Gestaltung, Ideen für Aktionen, aber keine Polemik. Es reicht, wenn die Politiker inkompetent argumentieren, das ist aber noch kein Grund, sich auf das gleiche Niveau oder noch darunter zu begeben.
Markus Bebek, stellvertretender Solotrompeter, Frankfurter Museumsorchester
Markus Bebek
61184 Karben
Offener Brief
Herrn Ministerpräsident
Winfried Kretschmann MdL
Staatsministerium Baden-Württemberg
Richard-Wagner-Str. 15 Forschung
70184 Stuttgart
Frau Ministerin Theresia Bauer MdL
Ministerium für Wissenschaft, und Kunst Baden-Württemberg
Königstraße 46
70173 Stuttgart
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrte Frau Ministerin,
als Absolvent der Musikhochschule Mannheim protestiere ich gegen die geplante Schließung von Kernbereichen der Klassikausbildung an der Musikhochschule Mannheim.
Keine Stadt in Baden-Württemberg hat eine derart lange musikalische Tradition – und die gilt es fortzuführen. Die über Jahre gewachsene Qualität der Ausbildungsklassen an der Musikhochschule Mannheim ist einzigartig und muss erhalten bleiben. Absolventen aus der Musikhochschule Mannheim sind in den besten Orchestern und Ensembles der Welt vertreten, und das nicht ohne Grund!
Ein Grünen-Politiker sprach vor kurzem davon, man solle doch das gesamte Konzept beachten – es gehe darum, die Musikhochschulen in Baden-Württemberg „zukunftsfähig“ zu machen und das gehe nur mit Streichung von Studienplätzen.
Welche Zukunft ist das, frage ich Sie? Die vorherrschende Farbe wird GRAU sein. Das kulturelle, musikalische Erbe, das es in Deutschland noch gibt, wird immer mehr zurückgedrängt. Orchester und Theater werden geschlossen oder fusioniert, Musikunterricht an den Schulen wird zum Wahlfach erklärt und auch diese Abschaffung der Klassik-Ausbildung an einer Musikhochschule kann doch nur bedeuten: klassischer Gesang, instrumentales Musizieren und klassische Musik haben so an Bedeutung verloren, daß man jungen Menschen kaum noch die Möglichkeit geben möchte, sich professionell damit zu beschäftigen. Das darf nicht sein – weder jetzt noch in Zukunft!
Ich appelliere an Sie: erhalten Sie die Musikhochschulen Mannheim und Trossingen mit ihren Studiengängen Orchestermusik und Schulmusik. Als zweifacher Familienvater möchte ich noch hinzufügen: schon allein aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus Bebek
Stv. Solotrompeter des Frankfurter Museumsorchesters
Absolvent der Musikhochschule Mannheim
Thema
Nur für Journalisten! Exklusiv!
In Mannheim soll eine alte Kulturinstitution liquidiert werden, für die Bürger dieses Landes über Jahrzehnte und unterschiedliche Systeme hinweg (1000 Jahre!) großes persönliches Engagement und auch nicht wenig Geld investiert haben. Bislang ist die Reaktion der Medien, trotz der offensichtlichen Manipulationen, vorsichtig formuliert zurückhaltend. Vor einer neuen Bewertung der Situation, bittet der Verfasser interessierte Medienvertreter um die Lektüre folgender Zeilen:
Diagnose: Fehldiagnose!
Link:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/michael-haller-zur-zeitungsdebatte-a-917026.html
Vielleicht überdenken Sie Ihre „neutrale“ Haltung danach noch einmal. Es geht um unsere gemeinsame Zukunft!
im Hinblick auf Gewinnchancen das Moment. Da gibt es auch noch die Parabel von der Grille und der Ameise. Jedenfalls ist von der oft gerühmten Einmischung und Sachen Kultur hier wenig zu spüren.
Letztendlich sind die Kinder uns Jugendlichen die Betrogennen.
Was geht mich mein geschwätz von gestern an....
http://www.gruene-landtag-bw.de/fraktion/abgeordnete-129514.html?abgeordneten_id=384248&cHash=69ed29c7eea3c378e42cae5587f09f0c
"Kultur macht reich."
Dies soll das Motto der kulturpolitischen Arbeit in den nächsten Jahren sein. Wo sonst, außer in der Kultur, finden wir so viel Inspiration, Kreativität und Bildung - das Erleben von Kultur führt Menschen zusammen. Thomas Wördehoff hat das Eröffnungskonzert der Ludwigsburger Schlossfestspiele 2011 unter das Motto "Reise in die Sehnsucht" gestellt.
Ein wunderschönes Bild für das, was Kunst und Kultur im Menschen bewirken können. Wichtig ist mir, dass möglichst viele Menschen zu dieser "Reise in die Sehnsucht" aufbrechen möchten und können. Unsere Aufgabe wird es daher sein, Kultur wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Die reichhaltige Kulturlandschaft Baden-Württembergs gilt es daher auch in Zeiten knapper Kassen zu erhalten, in Melchingen, Stuttgart, Karlsruhe und anderswo...."
Echt krass - oder??
Re: Markus Bebek, stellvertretender Solotrompeter, Frankfurter Museumsorchester
#1330: Markus Bebek - Markus Bebek, stellvertretender Solotrompeter, Frankfurter Museumsorchester
Nach diesem offenen Brief wird mir klar: KLASSIK weg in Mannheim und Trossingen.
Dann in der Mitte der nächsten Legislaturperiode oder früher Karlsruhe und Freiburg. Eines Tages bleibt als ALIBI nur noch Stuttgart übrig.
Wie schnell das geht wurde ja jetzt in Mannheim aufgezeigt in den letzten katastrophalen Pressemeldungen der Ministerin, wie auf einmal alle 540 Studienplätze nur in MAnnheim abgebaut werden sollen, was vorher sich ganz anders gelesen hat! Da wird man jetzt auch in Karlsruhe und Freiburg überrascht sein und Sorge bekommen müssen, wenn nicht, dann hat man dort einen gehörigen Realitätsverlust.
Man kann nur noch über den genauen Zeitraum aller 4 Hochschulen Wetten abschließen.
Das ganze erinnert an den Ausstieg der Atomkraftwerke, nur wo sind in der Klassik die gefährlichen „Strahlenanteile” und sonstigen Gefahren?
Mihaela Tomi
Winfried Kretschmann
Richard- Wagnerstr. 15
D- 70184 Stuttgart
Mannheim, 19.08.2013
Sehr geehrter Herr Kretschmann,
als Absolventin der Musikhochschule Mannheim protestiere ich gegen die geplante Schließung von den Kernbereichen der Klassikausbildung an den Musikhochschulen Mannheim und Trossingen.
Ich bin seit Jahren erfolgreich als Pianistin tätig und habe zahlreiche internationale Preise gewonnen und diverse Konzerte in wichtigen Sälen wie unter anderen Musikverein Wien und Berliner Philharmonie gegeben: Wem habe ich jedoch dies zu verdanken? Ich habe das Glück gehabt, in fünf europäischen Musikhochschulen zu studieren und dabei sechs erfolgreiche Abschlüsse zu absolvieren. Meinen Lehrern an der Musikhochschule in Timişoara (Rumänien), dem berühmten Conservatorio „G. Verdi“ in Mailand und der Musikhochschule in Karlsruhe verdanke ich eine rege und fruchtbare Studienzeit. Es ist aber erst an der Mannheimer Musikhochschule, dass ich – und dies betone ich nun mit reinem Gewissen und unabhängig von den jüngsten Schließungsplänen – meine berufliche Laufbahn als Liedpianistin und Korrepetitorin für mich entdeckt und dann mit Entschiedenheit eingeschlagen habe.
Was habe ich in Mannheim anders als bei den anderen Musikhochschulen bekommen? Neben einer sehr dynamischen und positiven Atmosphäre (allzu oft eine seltene Ware im Musikhochschulbetrieb), habe ich ein Studienangebot gefunden, das nicht nur sehr gut durchdacht und ausbalanciert ist, sondern und vor allem das die Zukunft der Studierenden im Hinblick hat. In Mannheim konnte ich mit mehreren hervorragenden Lehrern gleichzeitig studieren und parallel dazu von den großartigen Mannheimer Gesangsprofessoren viel lernen. Es war ein Studium, das immer praxisorientiert und direkt auf die konkreten Bedürfnisse meiner alltäglichen Arbeit gerichtet war. Dies hat mich dazu gebracht, ein weiteres Studium an derselben Abteilung zu absolvieren. Was ich an der Musikhochschule Mannheim gelernt habe, hat sich nachher als hervorragend bestätigt und dies auch als ich mein letztes Studium an der Musikhochschule in Saarbrücken mit Auszeichnung abgeschlossen habe.
Keineswegs die Größe, sondern die Vielfalt des Lehrangebots, die Qualität der engagierten Lehrer und der Erfolg der Absolventen auf dem internationalen Arbeitsmarkt bleiben die entscheidenden Kriterien für die Attraktivität und Effizienz einer Hochschule. Ich bin dankbar, an einer solchen Hochschule, die mit Stolz und Recht auf eine herausragende Bilanz und Tradition, die bis zur weltbekannten „Mannheimer Schule“ zurückreichen, studiert zu haben. Ich bin vor allem der Musikhochschule Mannheim dankbar, dass ich trotz der heutigen schwierigen Lage meinen Beruf als Hochschuldozentin und Konzertpianistin ausüben darf und damit die im Studium erworbenen und mit der Erfahrung bereicherten Kenntnisse und Kompetenzen den neuen Generationen weitergeben kann.
Ich fordere deshalb mit Nachdruck den Erhalt des umfassenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim!
Mit freundlichen Grüßen,
Mihaela Tomi
Reuben Willcox, Opernsänger
Sehr geehrter Herr Kretschmann,
als Absolvent der Musikhochschule Mannheim protestiere ich gegen die geplante Schließung von Kernbereichen der Klassikausbildung an den Musikhochschulen Mannheim und Trossingen.
Ich bin seit fünfzehn Jahren erfolgreich als Konzert und Opernsänger tätig (Oper Bonn, Staatsoper Berlin, Staatstheater Darmstadt, Theatre National de Luxembourg, Opera de Montpellier, Granada Festival u.a.) und verdanke dies großteils der hervorragenden Ausbildung und der Vielfalt des fächerübergreifenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim.
Die Konzentrierung von Einzelbereichen an verschiedenen Standorten führt zu einer Verarmung der Ausbildung und schadet dem kulturellen Leben der Regionen.
Keineswegs die Größe, sondern die Vielfalt des Lehrangebots, die Qualität der engagierten Lehrer und der Erfolg der Absolventen auf dem internationalen Arbeitsmarkt bleiben die entscheidenden Kriterien für die Attraktivität und Effizienz einer Hochschule.
Ich bin dankbar, an einer solchen Schule, die mit Stolz und Recht auf eine herausragende Bilanz und Tradition, mit Wurzeln bis zur weltbekannten "Mannheimer Schule", zurückblicken kann, studiert zu haben.
Ich fordere deshalb den Erhalt des umfassenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim!
Mit freundlichen Grüßen,
Reuben Willcox.
www.reubenwillcox.com
Re: Petition
Viele wissen vielleicht nicht, dass es noch weitere Petitionen gibt und es nicht verboten ist, auch diese zu unterschreiben. Insbesondere meine ich: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-musikhochschulen-in-ihren-regionen
Lasst die Trossinger nicht im Regen stehen!
Re: Re: Petition
Diese Anregung unterstütze ich gerne. (Schon zu Anfang habe ich selbst unterschrieben.)
Wo uns schon die Solidarität der anderen 3 Muhos im Land fehtlt, sollten und müssen wir uns gegenseitig unterstützen. (Die Trossinger haben übrigens 10 mal mehr unsere Petition unterschrieben als die Mannheimer die ihre!)
Re: Was geht mich mein geschwätz von gestern an....
#1335: Gast - Was geht mich mein geschwätz von gestern an....
nachdem Herr Walter sich in Stuttgart bei einer Protestaktion der Jazzer als "Freund von Zusammenlegungen" bezeichnet hat und er auch Mitglied des Rundfunkrates ist, dürfen wir wohl davon ausgehen, dass er entscheidend mitverantwortlich für die als Zusammenlegung getarnte Schließung des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden/ Freiburg ist. Jetzt zwei Musikhochschulen....wissen die baden-württembergischen Künstler, mit wem sie es hier zu tun haben?
swr 2 Cluster : Aufforderung an MP Kretschmann
zu den geplanten Abschaffungen in Mannheim und Trossingen schreibt Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, sinngemäß an MP Kretschmann:
angesichts der Tatsache, dass die Bürger des Landes für ihre Kultur und deren Erhalt einstehen und anscheinend nicht recht gehört werden, sei es höchste Zeit, dass MP Kretschmann sich der Sache annehme.
Re:
Sie handelt doch nicht aus eigenem Antrieb! Sie führt aus im Sinne der Ideologie ihrer Partei.
Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.“ (Friedrich Rückert)
http://www.kultur-port.de/index.php/kunst-kultur-news/7757-musikrat-fordert-positionierung-von-ministerpraesident-kretschmann.html
http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/unverzichtbarer-teil-des-kulturellen-lebens-1.1163536
Danke E. Zárate-Ricker
Re:
bitte an MP Kretschmann und Ministerin Bauer schreiben als offenen Brief!
| This discussion has been closed. |
"Alles nichts wie Schei**e!" sprach der Staatssekretär
#1323: - Re: Muttis Kulturrevolution: Keine Klassik, sondern Eintopf
Angela Merkel:
„Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens, wie Kartoffeln oder Eintopf kochen nicht zu kurz kommen.“
Quelle: Rede auf dem Hessentag in Heppenheim, Handelsblatt 24.06.04
Nach dem Eintopf jedenfalls kommt .... genau!