Rettet die Musikhochschulen
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Stefan Otto, Orchestermusiker im HR-Sinfonieorchester Frankfurt
Sehr geehrte Frau Bauer,
der Bereich "Klassik" der Musikhochschule Mannheim ist in vielen Bereichen bereits ein Leuchtturm in Deutschland und Europa, falls Ihnen das entgangen sein sollte. Eine solche Institution in einer Kulturmetropole mit einem der ältesten Opernhäuser Deutschlands, einer Stadt, die sich auf die Fahne schreibt, zeitweise geliebte Heimat Mozarts gewesen zu sein, einer Stadt,die musikhistorisch schon zu seiner Zeit von europäischem Rang war, die ihren Namen mit einer eigenen Klassik-Schule weit in die Welt trägt, zu schließen , wäre ein Fehler von großer Tragweite und Signalwirkung.Die jungen Klassik-Instrumentalisten brauchen eine Ausbildung in einem befruchtenden kulturellem Umfeld , einem Umfeld, was ihre Leistungen zu schätzen weiß, wie es das Mannheimer Publikum sichtbar und hörbar tut. Sie glauben nicht, wieviel Rückenhalt z.B. das Nationaltheater und sein großartiges Orchester hier bei der Mannheimer Bevölkerung hat. Das habe ich in Deutschland in dieser Form noch nicht gesehn. Hier, vor Ort, sollen die jungen Studenten ausgebildet werden! Mit einer solchen Entscheidung werden Sie ,liebe Frau Bauer, VIELE Mannheimer als Wähler verlieren.
Ich protestiere hiermit vehement gegen die Bestrebungen, die Musikhochschulen Trossingen und Mannheim bzw.deren Bereiche Klassik und Schulmusik zu schließen.
Mit freundlichen Grüßen, Stefan Otto
Re: MUSIK
Es sind meines Wissens jeden Freitag im Innenhof der Musikhochschule N7/18 Konzerte. Leider weiß ich nicht genau die Uhrzeit (wahrscheinlich Nachmittag).
Zusätzlich ist ein Mittagskonzert am 16.8. um 13:00 auf dem Paradeplatz mit dem grossen Blechbläserensemble der Hochschule, Mannheimer Blech.
Dort liegen Listen zum Unterschreiben aus für den Erhalt der Klassikabteilung.
Bringen Sie doch gleich netterweise noch Solidaritätsbekunder mit. Die MUSIK wird es Ihnen und jedem immer danken!
P.S.: Das grosse Protestkonzert findet vielleicht im Sept. oder Oktober statt und wird vielleicht noch angekündigt.
Frank Uttenreuther, Orchestermusiker, Münchener Symphoniker
82131 Gauting
Als Ehemaliger Fortbildungsstudent der Musikhochschule Mannheim
protestiere ich gegen die geplante Schließung von Kernbereichender Klassikausbildung an den Musikhochschulen Mannheim und Trossingen.
Ich bin seit Jahren erfolgreich als stellvertretender Solotrompeter bei den Münchner Symphonikern tätig und verdanke dies großteils der hervorragenden Ausbildung und der Vielfalt des fächerübergreifenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim.
Die Konzentrierung von Einzelbereichen an verschiedenen Standorten führt zu einer Verarmung der Ausbildung und schadet dem kulturellen Leben der Regionen.
Viele von uns sind nun als erfolgreiche Künstler und Lehrer tätig, die die Mannheimer Muho im Lebenslauf führen!
Keineswegs die Größe, sondern die Vielfalt des Lehrangebots, die Qualität der engagierten Lehrer und der Erfolg der Absolventen auf dem internationalen Arbeitsmarkt bleiben die entscheidenden Kriterien für die Attraktivität und Effizienz einer Hochschule.
Ich bin dankbar, an einer solchen Schule, die mit Stolz und Recht auf eine herausragende Bilanz und Tradition, mit Wurzeln bis zur weltbekannten „Mannheimer Schule“, zurück blicken kann, studiert zu haben.
Ich fordere deshalb den Erhalt des umfassenden Studienangebots an der Musikhochschule Mannheim!
Mit freundlichen Grüssen
Frank Uttenreuther
Www.Metropolis-Blaeser.de
[email protected]
Re: Frank Uttenreuther, Orchestermusiker, Münchener Symphoniker
Re: Stefan Otto, Orchestermusiker im HR-Sinfonieorchester Frankfurt
Re: Stefan Otto, Orchestermusiker im HR-Sinfonieorchester Frankfurt
#1227: - Stefan Otto, Orchestermusiker im HR-Sinfonieorchester Frankfurt
DANKE!!
Bitte das Schreiben als offenen Brief an Frau Bauer und Herrn Kretschmann senden!!
Re: Re: Frank Uttenreuther, Orchestermusiker, Münchener Symphoniker
#1230: - Re: Frank Uttenreuther, Orchestermusiker, Münchener Symphoniker
Bitte das Schreiben als offenen Brief an Frau Bauer und Herrn Kretschmann senden!!
MfG
Christian Werner
Re:
Das dritte Solidaritätskonzert findet am Donnerstag, dem 15. August, um 15 Uhr im Innenhof der Musikhochschule statt.
Die Konstruktionen der Frau Bauer:
http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/bauer-verteidigt-ihr-sparkonzept-1.1158611
„Menschlich war es zu irren, teuflisch ist es, leidenschaftlich im Irrtum zu verharren.“
Augustinus Aurelius
Re:
Frau Minister Bauer agiert wie ein Fußballer, der 5 Eigentore geschossen hat und stolz darauf ist, fünf Tore geschossen zu haben...
Re:
- Jetzt sind es in Mannheim nicht mehr 300, sondern 440 Plätze, welche abgebaut werden sollen, Interessant!
- Trossingen kann jetzt mit mehr Kompromissen rechnen!
- Daimler hat da sicher den Ausschlag gegeben für Trossingen!
- So funktioniert das Wechselgespiele und vieles mehr, vor allem halt das Geld!
- Wo ist jetzt die Industrie und Wirtschaft von Mannheim mit ihrem gewichtigen WORT?
Re:
Die Protestkonzerte sind im Hof der MuHo , der Nächte ist schon heute um 14h. Dazu wird täglich von 10-22h am Paradeplatz im Glascontainer musiziert. Anmeldungen über: AstA der Muho. Auch Info über Solidatitätskonzerte über AstA erfragen.
A Jungle No Place For A Cellist?
http://www.youtube.com/watch?v=57FUphSl2vA
Re: Re: Re: Mannheimer Morgen
für diejenigen, die den Mannheimer Morgen nicht lesen konnten:
Auf den Grund gehen will Bauer dem Argument, dass ein Jazzstudium die Verbindung zur klassischen Ausbildung brauche. "In den vorhandenen Angeboten von Stuttgart und Mannheim sehe ich nur eine begrenzte Verknüpfung zur Klassik", betont die Ministerin. Sie werde aber Experten um Vorschläge bitten, welche klassischen Komponenten für eine fundierte Jazz-Ausbildung benötigt würden.
Auch die Furcht vor einer Ausdünnung des Konzertgeschehens hält Bauer für überzogen. Natürlich habe jede Musikhochschule die "wichtige Aufgabe, die regionale Musikszene zu beleben". In der neuen Struktur werde es in "Mannheim mehr andere Konzerte geben".
Beim Sparbeitrag der Hochschulen Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart bleibt Bauer allgemein: "Die Ausbildungskapazitäten für Klavier und Gesang werden wir gravierend abbauen."
die anderen Konzerte: wohl jede Menge "Pop-Konzerte"!!
(Klassik und Pop sind ja auch absolut gleichwertig, also kann man auf Klassik verzichten!!)
Re: Re: Re: Re: Mannheimer Morgen
#1245: - Re: Re: Re: Mannheimer Morgen
Mannheimer Morgen:
Im Gespräch mit unserer Zeitung hat die Grünen-Politikerin die für Mannheim geplanten Kürzungen verteidigt."Die Tonlage der Kritik vor Ort hat mich überrascht", sagt Bauer und beklagt "rhetorisches Säbelrasseln". Mit der Warnung vor einer Schließung der Musikhochschule würden Emotionen geschürt, obwohl sie mehrfach eine Standortgarantie gegeben habe. Sie bleibe dialogbereit: "Wir werden uns genau ansehen, wo es Nachbesserungsbedarf gibt."
Der Standort Mannheim muss die Hauptlast ihres Einsparkonzepts für die landesweit fünf Musikhochschulen tragen. 500 Studienplätze will Bauer insgesamt streichen. In Mannheim sind die Einschnitte noch tiefer als bisher bekannt: 660 Studienplätze bietet die Musikhochschule aktuell an, 300 die Popakademie. Zusammen sind das 960. Davon bleiben nach Bauers Angaben nach der Neuordnung 520 übrig - fast eine Halbierung. Geplant ist an der Hochschule die Streichung der Ausbildungsbereiche Klassik und Schulmusik. Als Ausgleich würde die Popakademie unter ihr Dach kommen und mehr feste Lehrkräfte erhalten. Stuttgart müsste seine 60 Studienplätze für Jazzmusiker nach Mannheim abgeben. Mit künftig 160 Studenten könnte hier nach Bauers Worten ein "Leuchtturm mit nationaler Ausstrahlung entstehen". Unverändert bliebe der Bereich Tanz mit 60 Studenten.
"Das ist ein Einschnitt", hat die Ministerin Verständnis für den Ärger. Sie hat viele Protestbriefe bekommen. "Es kommt häufiger vor, dass mit Abstrafung der Grünen bei der nächsten Wahl gedroht wird", sagt die Ministerin. Sie lasse sich aber "von solchen wahltaktischen Drohungen nicht beeindrucken".
Bauer stellt die Verbesserungen für die Popakademie heraus. Allein mindestens eine Million Euro müsse das Land jährlich zusätzlich zahlen, wenn die Stadt Mannheim und der SWR wie angekündigt 2018 als Partner ausstiegen. "Spätestens dann geht es um Leben oder Sterben", warnt sie. Mit der Integration in die Musikhochschule werde die Akademie dauerhaft gesichert.
Den Vorschlag von Rektor Rudolf Meister, die klassische Orchesterausbildung in gekürzter Form zu erhalten, stuft Bauer als unrealistisch ein. "Dann bräuchte man einen Konzertsaal", sagt sie. Und der koste eher 60 als nur 50 Millionen Euro, die das Land mit seinem Haushaltsdefizit nicht habe. Die Ministerin betont: "Wir werden unter diesen Bedingungen nicht beides gemeinsam stemmen können - die Vollfinanzierung der Popakademie und den Konzertsaal ." Die Konzentration auf Jazz, Pop und Tanz sei ein "attraktiver Schwerpunkt" und biete die Chance, der "Musikhochschule ein unverwechselbares Profil mit internationaler Ausstrahlung zu geben".
Andere Argumente aus Mannheim hält Bauer für konstruiert. Etwa den Hinweis auf die berühmte musikalische Vorgeschichte. "Die Mannheimer Schule ist eine große Tradition. Aber die Musikhochschule hat sich darum nicht besonders gekümmert", stellt sie fest. In den letzten zwei Jahren habe es nur ein dazu passendes Angebot gegeben. Die Mannheimer Schule werde "in einer Weise ins Bewusstsein gerückt, wie es bisher nicht der Fall war".
Auf den Grund gehen will Bauer dem Argument, dass ein Jazzstudium die Verbindung zur klassischen Ausbildung brauche. "In den vorhandenen Angeboten von Stuttgart und Mannheim sehe ich nur eine begrenzte Verknüpfung zur Klassik", betont die Ministerin. Sie werde aber Experten um Vorschläge bitten, welche klassischen Komponenten für eine fundierte Jazz-Ausbildung benötigt würden.
Auch die Furcht vor einer Ausdünnung des Konzertgeschehens hält Bauer für überzogen. Natürlich habe jede Musikhochschule die "wichtige Aufgabe, die regionale Musikszene zu beleben". In der neuen Struktur werde es in "Mannheim mehr andere Konzerte geben".
Beim Sparbeitrag der Hochschulen Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart bleibt Bauer allgemein: "Die Ausbildungskapazitäten für Klavier und Gesang werden wir gravierend abbauen.
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Bitte um Erklärung:
1) Die Musikhochschule soll nach diesen Plänen ausgedünnt werden. In diesen Torso soll die Pop-Akademie integriert werden. Damit ist die Pop-Akademie dauerhaft gesichert, - wohingegen die Muho keine mehr ist. Dann wäre doch die Pop-Akademie auch nicht ............
2) Wieso braucht man einen Konzertsaal, sogar, wenn die klassische Orchestermusik nach Vorschlag des Rektors gekürzt erhalten werden soll? Bisher ging es doch auch mit den vorhandnenen Gegebenheiten. Ich denke, unter den gegebenen dramatischen Umständen verzichtet die MUHO gerne auf eine neuen Konzertsaal und schon hat sie dem Land 60 Millionen gespart!!
3) Welche EXPERTEN werden eingeladen bzw. wer lädt ein, der Ministerin zu erklären, "welche klassischen Komponenten für eine fundierte Jazz-Ausbildung benötigt würden.?
Re: Re: Re: Re: Re: zur Mannheimer Schule
#1247: - Re: Re: Re: Re: Mannheimer Morgen
betr: die nach Frau Bauers Meinung "konstruierten" Argumente zu Mannheims musikgeschichtlicher Bedeutung.
zu lesen im Mannheimer Morgen:
"In der Stadt Mozarts . . .
In einer Stadt, in der einst die klassische Musik mit Mozart und der Mannheimer Schule im Mittelpunkt der Welt stand, macht die grün-rote Landesregierung der ohnehin schon ausgehungerten Musikhochschule (nicht einmal den Wunsch nach einem Konzertsaal hat man ihr erfüllt) den Garaus. Von allen guten kommunalen Geistern verlassen, so scheint es, ist das möglich. Zu fassen ist das nicht! In einer Kulturstadt, die einmal Kulturhauptstadt werden will, müssten doch alle Alarmglocken schrillen und sich, dieser Wurzeln erinnernd, massiver Widerstand formieren. Was für Wurzeln haben denn die Städte mit ihren Musikhochschulen in Stuttgart und anderswo im Land, dass man die von solchen Maßnahmen verschont? Grün-Rot hat Stuttgart 21 nicht verhindern können. Stattdessen wollen die nun Mannheim weiter demontieren, wie schon vor ihnen die Vorgänger-Regierungen.
Verkehrte Welt
#1243: - Hätte Hätte Fahrradkette
"Ich habe den Eindruck, wir leben in einer verkehrten Welt: Der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus hat im Zusammenhang mit EnBW ca. 800.000.000 Euro am Landtag vorbei verbrannt. Das ist Geld, das für Bildung und Kultur gut gebraucht werden könnte, wenn es denn noch verfügbar wäre."...peanuts*...
http://www.welt.de/multimedia/archive/00686/ackermann_DW_WebWel_686467g.jpg...
* Es ist bekannt, dass die 'peanuts' von Herrn Hilmar Kopper stammen. Die Fingerübungen seines Nachfolgers im Amte Ackermann waren und sind jedoch so hochvirtuos, dass aus Gründen der Anschaulichkeit und zu Lehrzwecken hier ein Foto von ihm verwendet wird.
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