Rettet die Musikhochschulen
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Re:
leider muss wieder gefragt werden: WO BLEIBEN DIE MANNHEIMER ??
(2 279 Stimmen = 10% /
9968 Stimmen = 45% "andere" d.h. aus aller Welt,
45% meist deutsche Städte)
Re: Re: AUSTROCKNUNG
ZUKUNFTSSZENARIO
DIE MANNHEIMER UND DIE METROPOLREGION WERDEN FOLGENDES ERLEBEN UND AUCH VERLIEREN:
VIELLEICHT WIRD ES IHNEN DANN BEWUßT:
- AUSTROCKNUNG DER KIRCHENCHÖRE UND LAIENCHÖRE
- AUSTROCKNUNG DER VIELEN SEMIPROFESSIONELLEN ORCHESTER UND LAIENORCHESTER
- AUSTROCKNUNG UND VERARMUNG DER SCHULMUSIK-KOOPERATIONEN IN DIE SCHULEN
- AUSTROCKNUNG DER MUSIKSCHULEN UND DIE KOOPERATIONEN IN DIE MUSIKSCHULEN
- AUSTROCKNUNG DES PRIVATEN UNTERRICHTSPOOL IN ALLEN SPARTEN UND BEREICHEN WIE KLAVIER, GESANG, OBOE, FLÖTE, KLARINETTE, TROMPETE, POSAUNE, SCHLAGZEUG, HORN, GEIGE, VIOLA, CELLO, KONTRABASS UND EINIGE ANDERE
- AUSTROCKNUNG DER BLASORCHESTERVEREINIGUNGEN
- AUSTROCKNUNG DER POSAUNENCHORVEREINIGUNGEN
- AUSTROCKNUNG VIELER PRIVATER INITIATIVEN FÜR KONZERTVEREININGUNGEN ODER ÖFFENTLICHE INSTITUTIONEN, ZU BESTIMMTEN FESTTAGEN ODER KONZERTVORHABEN, ETC.
- IN DAS FUSIONS- ODER SCHLIEßUNGSGEREDE KÖNNTE AUCH DAS NATIONALTHEATER MANNHEIM GEBRACHT WERDEN, WER WEIß! WENN ZUERST DAS EINE DURCHGEZOGEN IST, GIBT ES GLEICH DEN NÄCHSTEN SCHLAG GEGEN DIE KULTUR!
- AUSTROCKNUNG DER VIELEN RÄUMLICHKEITEN FÜR DIE GANZEN OBEN GENANNTEN WERTVOLLEN BEREICHE
- AUSTROCKNUNG NOCH VIELER ANDERER BEREICHE AN DIE MAN GERADE NICHT DENKT
- „LEERE MENSCHEN IN LEEREN SÄLEN”?
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- WENN DANN NUR NOCH POP UND JAZZ IN MANNHEIM ANZUTREFFEN SIND, WIE LANGE WIRD ES DAUERN, BIS AUCH DIESE SZENE VERARMT, WEIL KEINER MEHR HIN WILL, WEGEN DES EXTREMEN ÜBERANGEBOTS IN EINIGEN JAHREN!
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WER ODER WELCHE PERSONEN KÖNNEN DIESEN WAHNSINN STOPPEN!
Re: Re: Re: Re: Liebe Mannheimer,
#1127: - Re: Re: Re: Liebe Mannheimer,
Natürlich, wir produzeiren bessere Musik, definitiv! Wir strengen an und bemühen, authentische Musik zu machen. Da sind wir wirklich Tag und Nacht dabei, dadurch haben wir keine Zeit(leider), nach aussen zu agieren. Wir überlessen Publikum den Urteil , also sehr gehrtes Publikum, kommen Sie doch vorbei und lauschen Sie mit ganzem Körper!
Sim City
Waren diese Leute überhaupt schon jemals persönlich in der Musikhochschule in Mannheim?
Was sie davon kennen, ist wahrscheinlich nur das, was sie auf ihrem Laptop abrufen können.
Haben diese eine Ahnung von dem, was in so einem Haus tagtäglich geleistet wird und wie diese Leistung in und weit über die Region hinaus strahlt?
NEIN, sie wollen sparen, bzw. unter diesem Spardeckmantel der Popakademie ab 2017 ein festes Hochschuldach über den Kopf geben.
Re: Sim City
JA DIE POLITIKER DES MINISTERIUMS UND DES LANDTAGS WAREN VOR 21 MONATEN IN DER HOCHSCHULE BEIM 40JÄHRIGEN JUBILÄUM UND HABEN DIESE HOCHGELOBT, SOWIE ALS ECKPFEILER BEZEICHNET (MINISTERIN). NUN ZERBRÖSELT MAN DEN ECKPFEILER UND WRACKT IHN AB. WAS STÜRZT DANN EIGENTLICH NOCH MIT EIN, WENN DER EINGESTÜRZT IST?
Re:
Bald? Nein, das ist zu spät! JETZT HANDELN! Jeder sollte in dem ihm zur Verfügung stehenden Rahmen um Unterstützung bitten und die ihm bekannten Institutionen anschreiben.
Die Kommentare einflussreicherer Persönlichkeiten sind ermutigend und wohltuend, jedoch wünschte ich mir die Gewissheit, dass auch sie offensiver ihre wesentlich gewichtigeren Stimmen laut werden lassen.
Re: Liebe Mannheimer,
#1103: Gast - Liebe Mannheimer,
Der Bundesverband deutscher Musikschulen hat sich eindeutig und argumentativ nachvollziehbar von den Plänen des Ministeriums distanziert.
http://www.musikschulen.de/aktuelles/news/index.html?newsid=792
Wie aber passt dazu, dass ein Mitglied des Vorstandes dieses Verbandes als Experte an den Beratungen des Ministeriums beteiligt war und nun als Referenz für diese Kürzungen angeführt wird?
Oder wurden seine Aussagen durch das Ministerium genauso ins Gegenteil verkehrt wie die eines anderen Experten, der sich bereits öffentlich distanziert hat, nachzulesen etwa auf der Trossinger Homepage?
Man darf gespannt bleiben....
Re: Re: Liebe Mannheimer,
#1160: - Re: Liebe Mannheimer,
hier noch der dritte Link zum vorhergehenden Kommentar
Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
#1056: plastic people - Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
Der Kommentar von "plastic people" scheint mir angemessen!
In Zeiten von Elite-Universitäten und Exzellenzinitiative sollten sich auch Musikhochschulen auf Kernkompetenzen konzentrieren. Die Universitäten mussten sich schon vor Jahren mit Einsparungen abfinden und schlossen teilweise ganze Fakultäten bzw. Lehrstühle, die nicht zu ihren Profilen passten (vgl. z.B. Uni Mannheim).
Die Musikhochschulen befanden sich jahrelang auf einer Insel der "Glückseligen", verschlossen die Augen vor der Realität und hofften, dass dieser Kelch vorbeiziehen möge. Aber gerade bei einem solch kostenintensiven Studium (vor allem Einzelunterrichte), welches bei einem Musikabsolventen den Steuerzahler durchschnittlich 3-4 mal so viel kostet wie ein Absolvent der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (vgl. Statistisches Bundesamt), müssen Verschlankungen und Schwerpunktsetzungen durchgesetzt werden dürfen. Den volkswirtschaftlichen "return on investment" bei akademisch ausgebildeten Orchestermusikern möchte ich hier nur am Rande erwähnen - die Mehrzahl dieser Absolventen hat keine feste Orchesterstelle und übt meist keinen sozialversicherungspflichtigen Beruf aus, zumindest nicht im musikalischen Bereich (vgl. Berliner Zeitung 2009: Und dann eine Umschulung - Die Musikerschwemme und der Musiklehrermangel in Deutschland). Manche kehren, durch den deutschen Steuerzahler gut ausgebildet, in ihr nicht-europäisches Heimatland zurück.
Die Pläne des Ministeriums sehen im Übrigen keine Abschaffung der Klassischen Musik vor, sondern beabsichtigen vielmehr eine Clusterbildung an verschiedenen Standorten. Ein Student zieht auch gerne nach Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg, falls er einen entsprechenden Studiengang studieren möchte - das Gleiche dürfte vice versa auch für Pop, Jazz und Tanz in Mannheim gelten. Ein arbeitssuchender Musiker muss wie eh und je örtlich ungebunden sein. Das beste Beispiel dafür dürfte unser geliebter Wolfgang Amadeus Mozart sein - auch er hat in Mannheim keine Festanstellung gefunden.
Mit freundlichen Grüßen
Realist
Re: Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
#1163: Realist - Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
Lieber Realist I,
Ihr insgesamt durchaus bedenkenswerter Kommentar geht leider an dem hier konkret verhandelten Fall etwas vorbei. Gerade die Musikhochschulen Trossingen und Mannheim sind es ja, die differenzierte Konzepte zu Einsparungen, so sie denn notwendig sein sollten, auch im Sinne von Profilierung und tatsächlicher Berufsqualifizierung und auch zur Kostenbeteiligung ausländischer Studierenden vorgelegt haben. Diese Hochschulen werden jetzt von den anderen drei (Ka, S, Fr) mit einer Art Strafaktion überzogen, denn dort möchte man sich eben nicht aufs Sparen auch nur ansatzweise einlassen. Leider ist die noch unerfahrene Ministerin offensichtlich von den drei Rektoren über den Tisch gezogen worden und versucht nun mühsam, das mißglückte Konzept in der Öffentlichkeit zu verkaufen.
Gerade unter dem Aspekt der späteren Berufschancen der Studierenden, die sich nämlich hauptsächlich im pädagogischen Bereich befinden, wird das konkrete Konzept des Ministeriums - Schließung ganzer Schulmusikabteilungen und die 'Isolation' der EMP in Trossingen - von vielen Experten (Verband der Musikschulen, Orchesterverbände, Grüne Bundeskulturpolitiker etc.) klar abgelehnt.
Freundliche Grüße
Realist II
Re: Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
#1163: Realist - Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
Die Planungen für Mannheim und Trossingen sind nicht mit der Herausnahme einer Falkutät aus einer Uni zu vergleichen, sondern eher dem Ansinnen vergleichbar, eine Medizinische Fakultät nur mit den Fächern Chirurgie und Neurologie betreiben zu sollen.
Re: Re: Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
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Re: Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
#1163: Realist - Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
Der Herr Realist sollte das hier mal lesen: http://www.nq-online.de/index.php?&kat=62&artikel=21502
durchschnitt
Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann
Staatsministerium Baden-Württemberg
Richard-Wagner-Str. 15
70184 Stuttgart
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
vor kurzem habe ich vernommen, dass die Bad./Württ. Staatsregierung den Beschluss gefasst hat, die Klassikabteilung an der Mannheimer Musikhochschule aufzulösen, und diese Hochschule mit ihrer wahrhaft bemerkenswerten Klassiktradition zu einem Zentrum für Jazz-u. Popmusik umzugestalten. Dieses Vorgehen zeigt meiner Meinung nach wenig Sachkenntnis über die Arbeitsweise an einer Musikhochschule:
Gerade die Vielfalt an Studienangeboten zeitigt eine fruchtbare Verknüpfung unter den Studierenden und unter den verschieden Fachgruppen. Eine "Monokultur" anzulegen, ist nach meinen Vorstellungen und Erfahrungen ( als Professor für ein klass. Orchesterinstrument an der Münchner Musikhochschule) kontraproduktiv im Hinblick auf eine künstlerische, soziale und instrumentaltechnische Entwicklung der Studierenden.
Als ein Argument gegen die vorgesehene "Monokultur" (der Vergleich mit den Nachteilen von ökonomisch-ökologischen Monokulturen ist durchaus angebracht) möchte ich darauf hinweisen, dass es gerade die klassische Ausbildung an unseren Musikhochschulen ist, die Student(inn)en aus der ganzen Welt an unsere Ausbildungsstätten führt.
So sehr ich Jazz und Pop schätze, die Zentren für diese Ausbildungsrichtungen würde ich eher in Ländern suchen, die darin die Tradition aufzeigen können, wie sie unsere Hochschulen bei der Vermittlung von klassischer Musik besitzen.
Die Klassik aus Mannheim zu "vertreiben", dem riesigen Einzugsgebiet für Konzerte, Recitals, Cross-Over-Veranstaltungen die Handlungsgrundlage zu entziehen, halte ich für verantwortungslos und schlichtweg falsch.
Prof. Wolfgang Gaag
München
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Wolfgang Gaag
[email protected]
Re: Nie mehr Urlaub!
Falsch. Das Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Sonst alles richtig. Die RotGrünen sind zu allem fähig. Außer Hochdeutsch. Außer Hochschule. Dosenpfand, Weichmacher in Dildos, Atom - Moratorium, Kinderschänden, Krieg, Polizistenverprügeln, Opportunismus, Hysterie, Ämterpatronage, Amokschwätzen, Vizekanzler, Bundestagspräsidentenarschlochnennen, Gender, Generalverdacht, Waffenbunkern, Grüne Punkte, Verrohung, Saufgelage, Verelendung, Cohiba, Verschlampung, Brioni, Steuernerhöhen, Umverteilen, 180-Grad-Wende, Konspiration, Opfer, Korruption, Kulturrevolution, Konfusion, Subversion, Perversion, Denunziation, Chaos etc pp Identifiziert Euch mit Eurem Studium! Nie mehr Urlaub! https://www.youtube.com/watch?v=SBF8Tc9HkcE
Re: Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
#1163: Realist - Re: Reflexhafte Hochkulturverteidigung?
Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen – umso schlimmer für die Tatsachen. (Georg Friedrich Wilhelm Hegel) „ . . . weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf. (Christian Morgenstern)
In einer Vielzahl an Kommentaren wird deutlich auf die katastrophalen Folgen hingewiesen, die eine Auflösung des Bereiches der Klassik an der Musikhochschule Mannheim haben würde. Nun, durch Unverständnis werden wohl eigene Grenzen aufgezeigt, aber letztendlich bringt uns auch das weiter, es spornt uns in unseren Bemühungen an.
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