Religion-Ethik-Luzern
Verfasser der Petition kontaktieren
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1. Im europäischen Bewusstsein ereignet sich heute der Übergang von den traditionellen Religionen zur offenen Spiritualität. In dem Vorgang zeigt sich, dass die aufgeklärte Vernunft ihrer Selbstreflexion auf die Grundsymbole des Daseins nicht entraten kann.
2. Die empirische Forschung zeigt, dass der in der Bundesrepublik auf der Basis wissenschaftlicher Theologie durchgeführte Religionsunterricht eine demokratisierende, eine pazifizierende und eine kreative innovierende Funktion hat. Dafür stehen der Mauerfall von 1989, das Verhältnis Deutschlands zum Judentum und der minimale Rechtsextremismus in der Politik (weniger als 3 %) sowie die Bereicherung von Literatur, Kunst und Medialer Welt durch die Kenntnis der religiösen Traditionen und der ethischen Reflexion.
3. Die elementaren Aufgaben nachhaltiger Veränderungen in Bezug auf Natur, Technik und Völkerverständigung bedürfen ebenso der Durcharbeitung religiöser Symbolik und ethischer Vorstellungen wie die Pflege der elementaren kommunikativen und sozialen Strukturen. Dazu genügen die Fächer Geschichte, Deutsch und Literatur, Philosophie und Kunst nicht, weil sie die langfristige Symbolik im Volksglauben und in den ethisch maßgeblichen Gestalten nicht von innen heraus erarbeiten.
Namenlos unterschreiben
Ich verstehe nicht, warum bei dieser Petition die Möglichkeit gegeben ist/wird, diese ohne Namen mittragen zu können. Und ich verstehe nicht, warum so viele nicht mit ihrem Namen, sondern anonym unterzeichnen.
Bildungsabbau, Kulturabbau - wie weit soll das im Kanton Luzern noch gehen?
Re: Namenlos unterschreiben
Man kann diese Pettion nicht ohne Namen unterschreiben; aber es werden nur die Namen der Personen im Internet sichtbar gemacht, die das wünschen. Die Namen der Personen, die das nicht wünschen, werden nur den Adressaten der Petition bekannt gegeben.
Als Lehrer im Fachbereich Religion und Ethik am Gymnasium im Kanton Solothurn bin ich immer wieder über das teilweise sehr geringe religionskundliche Wissen erstaunt, andererseits stelle ich öfters sehr starke ideologische Grundhaltungen fest. Dies zu thematisieren und im Sinne von "Bildung" kritsch zu reflektieren scheint mir gerade im zeitgenössischen Kontext interreligöser und interkultureller Spannungen unverzichtbar zu sein. Lic. theol. Thomas Stirnimann
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Ethik scheint in der heutigen Wirtschaftspolitik keint Thema zu sein. Wie ist es sonst möglich, dass in Afrika durch US Spekulanten riesige Maisfelder angebaut werden, bloss zur Gewinnung von Treibstoffen die dann an der Börse durch skrupellose Rohstoffhändler gehandelt werden. Seit mit Nahrungsmittel wie z.B. Mais (als Rohstoff für Treibstoffe wie z.B Äthanol) an den internationalen Börsen spekuliert wird, sind die Preise für diese ursprünglichen Grundnahrungsmittel der Ärmsten Afrikas in für diese unerschwingliche Höhen geklettert. Das Credo der heutigen Wirtschaftspolitik lautet Profit, Wachstum, Wachstum um jeden Preis und damit meist auf Kosten der Ärmsten in der 3. Welt. Ethisches Denken und Handeln ist in der heutigen Wirtschaftswelt dringender denn je.
Vielen Dank und herzliche Grüsse
Den Religionsunterricht abschaffen zu wollen, wäre auch staatspolitisch ein fataler Fehler.
Lic. iur. Michael Eichmann-Leutenegger
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