Göttinger Appell zur Gefährdung der Demokratie: Solidarität ist stärker!

Appell zur Gefährdung der Demokratie: Solidarität ist stärker!
zur Unterzeichnung
 
Göttingen ist ein Ort rechter Bedrohungen geworden. 
Die liberale jüdische Gemeinde und die türkisch-muslimische DITIB Gemeinde in Göttingen erhielten im November per Brief und E-Mail Mord- und Gewaltdrohungen. Diese Schreiben wurden bundesweit von Anhänger*innen oder Trittbrettfahrer*innen des rechten Netzwerks NSU 2.0 verfasst.
 
Im Moment des Angriffs von Rechts stehen wir zusammen. 
WIR, als zivilgesellschaftliches, antifaschistisches und überparteiliches Bündnis in der Stadt verurteilen die antisemitischen und antimuslimischen motivierten Bedrohungen gegen die Gemeinden in aller Schärfe! - unabhängig davon, ob wir religiöse, politische und weltanschauliche Perspektiven teilen.
Diese Taten sind keine Einzeltaten. Sie sind die Bedrohung einer Gesellschaft, die wir pluralistisch, solidarisch und gegen jede Form von Hass und Menschenfeindlichkeit gestalten und auch verteidigen. 
30 Jahre nach den mörderischen Brandanschlägen von Rostock und Mölln, fast 20 Jahre nach den Morden des NSU-Komplex, vier Jahre nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle, drei Jahre nach den Morden in Hanau, und nach vielen alltäglichen rassistischen, antisemitischen und antiziganistischen Anfeindungen und Taten, die auch vor unserer Stadt und unserem Landkreis nicht halt machen, mahnen wir: 
 
Die Kontinuitäten rechter Bedrohung und die neue Qualität extrem rechter Angriffe sind alarmierend und rufen uns alle zum Handeln auf. 
Viele Jahre konnten die meisten Göttinger*innen ohne Angst vor Neonazis, Faschist*innen und rechten Netzwerken leben. Diese hatten es schwer sich zu etablieren, weil viele Menschen sich unermüdlich antifaschistisch engagierten, aufstrebenden Nazis das Handwerk legten, ihnen keinen Schritt gewährten - ganz praktisch auf der Straße oder im städtischen Diskurs.
 
Wer stoppt Faschist*innen heute und jetzt? 
Auf diese Frage kann es in einer Demokratie nur eine Antwort geben: Wir alle sind gefordert! 
Als Nachbar*innen, Passant*innen, als Kolleg*innen, als Mitschüler*innen und Kommiliton*innen. 
 
Wir appellieren:
Solidarität ist stärker als jede Bedrohung von Rechts. Solidarität ist nicht nur eine Haltung, sondern eine Handlung. Solidarität bedeutet wachsam sein gegenüber Worten und Taten, gegenüber Ausgrenzungsdiskursen in Medien und Politik, im Kleinen wie im Großen - in Göttingen und überall. 
Wir wollen gemeinsam und ohne Angst in Vielfalt leben. 
 
Erstunterzeichnende:
 
Prof. Dr. Metin Tolan
Dr. Mathias Heiden,  Gewerkschaftssekretär IG BCE
 
Dr. Ahmet Toptas, Geschäftsführer Gotion Battery Germany GmbH
Betriebsrat Gotion Germany Battery GmbH
André Sander, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Südniedersachsen-Harz; Ortverband IG Metall Südniedersachsen-Harz; 
Peter Winkelmann und Anja Görlach für Bezirk IG BCE Südniedersachsen; 
Sebastian Wertmüller, Geschäftsführer ver.di Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen
Katja Derer, Geschäftsführerin NGG Süd-Ost-Niedersachsen-Harz
Olaf Uhde, Betriebsratvorsitzender UMG und Vorsitzender Ortsverein ver.di Göttingen; 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Göttingen
Klaus Schild, ver.di Senioren; 
Agnieszka Zimowska und Bettina Unger, Vorsitzende DGB Kreisverband Göttingen; 
Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Ortsverband Göttingen
Roma Center e.V.Roma antidiscrimination network
Hans-Georg Schwedhelm, Kreissprecher VVN-BdA 
Anatolisches Kulturzentrum Göttingen 
Dr. Dagmar Freundenberg, AWO Vorsitzende Kreisverband Göttingen- Northeim
Dr. Andrea Bindig, Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Göttingen
Omas Gegen Rechts Göttingen
 

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