Appell - Zurücknahme des Aussetzens öffentlicher Gottesdienste

Appell der 70

(darunter Priester und Geistliche, Ärzte, Juristen, Wirtschaftsexperten, Unternehmer, Psychologen und Philosophen)  

an die Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz  

Zurücknahme des Aussetzens öffentlicher Gottesdienste    

Der gemeinschaftlich gefeierte Gottesdienst ist Ausdruck unseres dreifaltigen Gottesbildes, von Einheit und Gemeinschaft des einen Gottes in den drei Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist.[1]  

I. KURZFASSUNG 
Gemäß des dogmatisch gesicherten Glaubensverständnisses begegnet unser Herr Jesus Christus den Gläubigen in den Sakramenten – insbesondere im liturgischen Geschehen der Hl. Messe.
Daher bedeutet Solidarität für uns in erster Linie, allen Gläubigen diese authentische Begegnung mit dem lebendigen Gott in unserer Mitte nicht vorzuenthalten. Diese authentische Begegnung in Raum und Zeit ist keinesfalls durch digitale Übertragungen zu kompensieren.
Als Christen haben wir eine gesamtheitliche Sichtweise in Bezug auf die Gesundheit, wobei Seele, Geist und Psyche einen maßgeblichen Stellenwert einnehmen.

Wir ersuchen

die österreichischen Bischöfe dringend um ehestmögliche Rücknahme der Aussetzung öffentlicher Gottesdienste, damit die Kirche ihrem eigenen Auftrag der Seelsorge wahrhaft nachkommen kann;

- um die ehestmögliche Zurücknahme der Aussetzung von grundlegend heilsvermittelnden Sakramenten wie insbesondere der hl. Taufe;

- darüberhinausgehend um die ehestmögliche Aufhebung der nicht evidenzbasierten Aussetzung der Mundkommunion.

Hierbei sei auf die Unpraktikabilität der derzeitigen Regelung hingewiesen, die außerdem in Widerspruch zu geltendem liturgischen Recht steht bzw. diesen zum Ausdruck bringt.  

Wir verweisen auf das Grundrecht der freien Religionsausübung, zu der für uns Katholiken maßgeblich und an erster Stelle die Teilnahme an der Eucharistiefeier zählt.  

Wir erkennen die disziplinäre Ordnungsvollmacht der Bischöfe an, weisen aber darauf hin, dass diese zur Auferbauung der Kirche und für das Seelenheil der Gläubigen verliehen ist.

Wir wünschen uns von den Bischöfen Solidarität mit jenen Pfarrern und Priestern, die ihrem Auftrag der Messfeier mit dem Volk Gottes unter verhältnismäßig abgestimmten präventiven Maßnahmen nachkommen wollen und mit allen Gläubigen, die an den Messfeiern aus Gewissensentscheid und Herzensanliegen teilnehmen wollen.

Voller Sorge beobachten wir eine zunehmende Einflussnahme von Lobbyisten auf politische Entscheidungsprozesse, eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und damit verbunden auch eine zunehmende Radikalisierung der Sprache.

Mit großer Sorge erfüllt uns auch der – mit einer etwaigen Impfpflicht – verbundene Eingriff in das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit jedes einzelnen.
Wir erwarten von den österreichischen Bischöfen diese Entwicklungen genau im Auge zu behalten, zu hinterfragen und gegebenenfalls auch entschiedene und mahnende Worte in Richtung all derer, die politische Verantwortung tragen. Ebenso bitten wir, dass die österreichischen Bischöfe sich schützend vor all jene stellen, die eine allfällige Covid-19 Impfung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Die restriktive Lockdown-Politik verursacht massive Schäden in Wirtschaft und Gesellschaft. Es erscheint uns daher erforderlich, weniger restriktive (weniger intensive und lange bzw. weniger umfassende) Maßnahmen einzumahnen.
Wir appellieren an die Bischöfe, sich diesbezüglich gegenüber der österreichischen Bundesregierung für eine evidenzbasierte Handlungsweise in Bezug auf die Bekämpfung der Pandemie einzusetzen.

Wir leugnen nicht, dass Covid-19 für die Menschen, die wirklich krank werden, oder für die Familien der Menschen, die sterben, ebenso schrecklich ist wie für die Familien von Menschen, die an Krebs, Grippe oder einer Überdosis Opioide sterben. Aber der Umfang der Reaktionen war in den meisten Teilen der Welt (Schweden nicht eingeschlossen) wohl unverhältnismäßig zum Ausmaß der Bedrohung. 

 

Link zur Langfassung:

https://www.pfarre-annaberg.at/petitionen/Appell_der_70_25_11_2020.pdf

 

 

 

[1] Vgl. Kardinal Robert Sarah: „This community dimension has a theological meaning: God is a relationship of Persons the Most Holy Trinity. …it is not good that man should be alone”                                                                       


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