Rigi: 800‘000 sind genug!

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Kräbel, Goldau - Rechtsverstösse sind die Spitze eines Eisbergs / «Wegsanierung» Rigi Kulm der Rigi Bahnen: Eklatante baurechtliche Mängel

2021-11-11 10:13:13

Kräbel, Goldau: Rechtsverstösse sind die Spitze eines Eisbergs
«Wegsanierung» Rigi Kulm: Eklatante baurechtliche Mängel des «Rigi-Charta-tauglichen Leuchtturmprojekts»

Liebe Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren

Seit Sommer 2020 beschwichtigen die Schwyzer Behörden im Kontext von Verstössen gegen geltende Umwelt- und Baugesetze am Kräbel. Gemäss unseren Recherchen sind die Rechtsverstösse, die wir im Flugblatt vom 30.10.21 anprangern, die Spitze eines Eisbergs.

Besonders stossend ist, dass nachträgliche Baubewilligungsverfahren zwar angekündigt wurden (Bote der Urschweiz, 18.2.21), doch die kantonalen Behörden für nicht bewilligte Bauten bis heute keine Baugesuche eingefordert haben. Die Behörden wussten seit Beginn unserer Recherchen, dass eine Baubewilligung für Parkplätze in der Landwirtschaftszone nicht möglich ist. Dafür braucht es eine ordentliche Umzonung mit Volksentscheid. Auch das war bekannt und wurde jahrelang hinausgezögert. Damit ist jetzt definitiv Schluss. Der Gemeinderat Arth hat den Stimmbürgern bis spätestens Ende März 2022 eine Vorlage für die Zonenänderung (von der Landwirtschaftszone in die Intensiv-Erholungszone) zur Mitwirkung zu unterbreiten. Ausreden und Verzögerungen tolerieren wir keine mehr. „Arther Gemeindepräsident weist Vorwürfe als unhaltbar zurück“, Bote der Urschweiz, S. 7, 3.11.21 / „Zum Streit bei der Talstation am Goldauer Kräbel“, Leserbrief René Stettler, Franz Schuler, Paula und Werner Inderbitzin, Bote der Urschweiz, S. 7, 9.11.21.

Am Goldauer Kräbel wird weiterhin illegal parkiert. Aktuelle Aufnahmen unten. Seit Jahren streichen die Rigi Bahnen hohe Parkgebühren ein – ohne Abgaben.

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Die Schwyzer Sektion des VCS sowie der Schwyzer und Schweizer Heimatschutz haben am 30. September 2021 gegen das Baugesuch der Rigi Bahnen «Aufwertung Wegnetz Rigi Kulm» Einsprache gemacht. Zurecht weisen diese Schutzverbände auf eklatante Mängel des sogenannt «Rigi-Charta-tauglichen» Baugesuchs ("Leuchtturmprojekt") hin. Stossend: Einige Wege befinden sich ausserhalb der Bauzone. Das Vorhaben ist gemäss Bundesgesetz über die Raumplanung deshalb bewilligungspflichtig. Eine Visualisierung des heutigen Zustands und des Bauvorhabens fehlt.

Bei der vorgesehenen Versiegelung mit Schwarzbelag handelt es sich gemäss Verordnung über Fuss- und Wanderwege (FWV) um einen völlig ungeeigneten Belag. Das eigentliche Problem auf 1800 m. ü. M. im Winter ist, dass die Besucher oft im Schnee auf den Gipfel kraxeln müssen, weil die asphaltierten Wege vereist sind. Absteigende Personen schlittern den steilen Abhang hinunter. Viele Rigi-Besucher haben in der Vergangenheit deswegen den Rigi Bahnen ihren Unmut kundgetan. Verbesserungsvorschläge blieben unbeantwortet. Gefährliche Vereisungen (siehe Bilder unten) dürften in künftigen Wintern wegen der Klimakrise häufiger werden. Bevor also auf dem Rigi-Gipfel unbedacht gebaut wird, braucht es fachkundige Abklärungen. Wegweisend dabei ist die Evaluation der Landschaftsverträglichkeit des Bauvorhabens. Dafür braucht es keine Rigi-Charta ohne demokratische Legitimation, sondern die bis heute gültigen Servitutsverträge des Heimat- und Naturschutzes aus dem Jahr 1952. Sie verbieten auf Rigi Kulm bauliche Eingriffe «auf alle Zeiten». Leserbrief  René Stettler, Luzerner Zeitung, 8.11.21 / „Die Charta ist ein Propagandainstrument“, Leserbrief, Bote der Urschweiz, S. 14, 4.11.21

Für uns Rigi-Petitionäre mit inzwischen rund 7500 Unterzeichnern beider Petitionen ist klar: Das alles wirft ein unschönes Schlaglicht auf die enormen Probleme, für deren Lösung die niemanden verpflichtende Rigi-Charta nichts taugt.

Hier geht es zur Unterzeichnung der 2. Rigi-Petition: https://www.petitionen.com/rigi_800000_sind_genug Wir danken Ihnen herzlich für die Verbreitung des Links.


Mit vorwinterlichen und sonnigen Rigi-Grüssen

René Stettler, Kulturwissenschaftler, Aktionär der Rigi Bahnen AG

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Am 6. Dezember 2019 kraxelten Rigi-Reisende auf den Gipfel: Die asphaltierten Wege waren vereist. Die einzige Möglichkeit auf den Gipfel zu kommen war im Schnee neben den Wegen zu laufen. Absteigende Personen schlitterten den Abhang hinunter.

DIE RIGI DANKT HERZLICH UND BIETET ALLEN, DIE SIE KENNEN UND LIEBEN, ERHOLUNG UND IMMER BESSERE LUFT!

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Luzerner Kantonalbank, Pilatusstrasse 12, 6003 Luzern
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René Stettler

1. Rigi-Konferenz: Nebelkerzen statt der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken – Rigi-Charta hat total versagt

2021-11-03 08:59:11

Leserbrief Luzerner Zeitung, 30.10.21 

Liebe Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren 

Am 25. September 2021 fand auf Rigi Staffel die seit zwei Jahren angekündigte 1. Rigi-Konferenz statt. Daran teil nahmen 68 Personen. Auch wenn ein paar handverlesene Medien nichts ausser Lob übrig hatten: Nach der 1. Rigi-Konferenz gibt es wenig Anlass für Optimismus. Zu glauben, man könne mit einer Pseudoveranstaltung und einer Charta, die schwammig bleibt, wie das Erreichen von Zielen gemessen werden soll, kein unabhängiges Monitoring vorsieht und keine Möglichkeiten Verfehlungen zu sanktionieren bietet, auch noch die eigentliche ökologische Krise anpacken, ist unsinnig und naiv.  

Für uns Rigi-Petitionäre mit inzwischen rund 7500 Unterzeichnern beider Petitionen ist klar: Das alles wirft ein unschönes Schlaglicht auf die enormen Probleme, für deren Lösung die Charta nichts taugt. 

Charta: Zweifelhaftes Propagandainstrument der Rigi Bahnen 

Die Charta, die weder eine demokratische Legitimation noch die Durchsetzungskraft eines verbindlichen Regelwerks hat, ist ein zweifelhaftes Propagandainstrument. Zwei von den Schutzverbänden mit Einsprachen belegte Projekte, darunter eine von der «Arbeitsgruppe Projekt Charta Rigi 2030» gar als «Leuchtturmprojekt» gepriesene Wegsanierung auf Rigi Kulm, zeigen nun, dass die Charta für eine seriöse grundsätzliche Vorevaluation von Projektvorhaben nicht geeignet ist. Bürgern, die vernünftig mit der Natur umgehen möchten, fragwürdige Eingriffe ins bestehende Wegnetz auf Rigi Kulm als «Charta-tauglich» zu verkaufen, muss als Täuschung gesehen werden. Denn die Rigi Bahnen holten als Baugesuchsteller für ausserhalb der Bauzone liegende Wegstrecken nicht nur die verlangte Bewilligung gemäss Bundesgesetz über die Raumplanung nicht ein, sondern torpedieren mit dem Vorhaben auch das seit 1952 «für alle Zeiten» in Servitutsverträgen festgeschriebene Bauverbot auf Rigi Kulm. Mit der Behauptung, dass die «Massnahmen keine sichtbaren Veränderungen» zur Folge hätten und die Landschaft im geschützten BLN-Gebiet 1606 (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler) nicht beeinträchtigt werde.

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Bild oben: Einer der drei handschriftlichen Servitutsverträge vom 14. November 1952 (Ausschnitt Deckblatt), die in Arth zur feierlichen Unterzeichnung kamen und «für alle Zeiten» Rigi Kulm zugunsten des Heimat- und Naturschutzes mit einem Bauverbot belegen.

Die Wahrheit ist, dass die Rigi Bahnen Rigi Kulm für den künftigen Massentourismus möglichst leicht begehbar halten möchten. Die Wege sollen deshalb z. T. mit Schwarzbelag versiegelt werden, sodass Touristen mit leichtem Schuhwerk auf der Rigi während allen Jahreszeiten wie auf Trottoirs in der Stadt herumspazieren können. Das vorgeschobene Argument der «Besuchersicherheit», die man aufgrund der Klimaerwärmung bzw. sich häufenden «Starkniederschlägen» mit Massnahmen gegen Erosion erhöhen will, ist nicht glaubwürdig.

Totales Versagen der Charta bei Verstössen gegen Baugesetze auf Rigi Scheidegg und am Goldauer Kräbel

Auch auf Rigi Scheidegg – an schönster Gipfellage mit dem Blick auf die Bergwelt – wollten zwei Unternehmer aus Lachen und Rothenthurm auf einer den Rigi Bahnen (Luftseilbahn Kräbel – Rigi Scheidegg AG) gehörenden Parzelle zonenwidrig sog. «Refugien» (Kleinstchalets aus Rundhölzern) bauen, mittels Umgehung der baugesetzlich verlangten Gestaltungsplanpflicht. Das auch gegen das Zweitwohnungsgesetz verstossende Vorhaben wurde im vergangenen Sommer während der Ferienzeit aufgelegt. Schutzverbände und Chaletbesitzer auf Rigi Scheidegg erhoben Einsprache. Von der «Arbeitsgruppe Projekt Charta Rigi 2030» ist leider nicht zu erwarten, dass sie diesen wissentlichen Gesetzesbrüchen ausser niemanden verpflichtenden Charta-Sätzen etwas entgegenstellt.

Auch mit dem Neubau der Talstation der Kräbelbahn und des Bahntrassees im Jahr 2016 wurde das Raumplanungsgesetz massiv verletzt. Die Kräbelbahn mit den vielen Parkplätzen wurde ohne Baubewilligung in der Landwirtschaftszone gebaut. Seit Jahren streichen die Rigi Bahnen hohe Parkgebühren ein – ohne Abgaben. Eine Verhöhnung aller Bürger, die schon für kleinste Baurechtsübertretungen scharf bestraft und zum Rückbau gezwungen werden.

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler und Aktionär der Rigi Bahnen AG, Rigi Kaltbad

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Bild oben: Standort der zonenwidrigen und gegen das Zweitwohnungsgesetz verstossenden “Refugien” an schönster Gipfellage auf Rigi Scheidegg.


René Stettler

Unsere Berge im Spannungsfeld zwischen Massentourismus, ökologischer Bewahrung und der dramatischen Klimakrise (Seemer Sternstunde, Winterthur-Seen, 22.9.21, Bericht)

2021-10-11 07:27:12

PDF Bericht zum Referat, Seemer Bote, November 2021, S. 6 – 7.

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi

Der globale Tourismus in der negativsten Ausprägung des Massentourismus hat bis zur Corona-Krise immer mehr Menschen erlaubt, mit einem skandalösen ökologischen Fussabdruck in die hintersten Winkel des Planeten zu reisen. Als Folge der globalen Corona-Pandemie sind die internationalen Touristenströme seit anfangs 2020 bekanntlich komplett zusammengebrochen. Eine direkte Konsequenz ist, dass sich die Schweizer Bergbahnen auf den Inlandmarkt und die Nachbarländer fokussieren müssen. Für die Rigi und andere alpine Top-Erholungsdestinationen wäre beispielsweise ein Tourismuskonzept für wiederkehrende Individualgäste mit längerer Aufenthaltsdauer ideal. Mit dem Fokus auf Naturerlebnis, Kulinarik, Gesundheit, ökologisches Bewusstsein. Bislang wurde trotz der Corona- und der sich zuspitzenden Klimakrise die Chance nicht genutzt, das heutige Geschäftsmodell, welches vor allem auf Volumen bzw. Masse ausgerichtet ist, zu hinterfragen und durch einen ressourcenschonenden Qualitätstourismus zu ersetzen, der diesen Namen verdient.

Mit sonnigen Rigi-Grüssen

René Stettler

Initiant der Petitionen «Nein! zu Rigi­ Disney­World» (2017) und «Rigi: 800’000 sind genug!»
www.petitionen.com/rigi_800000_sind_genug (läuft neu bis 30. September 2022);
Stand der Unterschriften beider Petitionen:
7418 (11. Oktober 2021) – BITTE NOCH HEUTE UNTERZEICHNEN, HERZLICHEN DANK!


René Stettler

Jungfraubahnen «Eiger Express»: Total überdimensionierte Fehlplanung. Wann endlich stoppen die Rigi Bahnen ihre megalomanen Wachstumspläne?

2021-08-30 07:07:19

Der Bericht in der NZZ vom 27. August 2021 zeigt hochaktuell, wie man es nicht hätte machen sollen.

Die rücksichtslose Volumenstrategie der Jungfraubahnen hat zur Investmentleiche der 470 Millionen Franken (!) teuren V-Bahn geführt; die Bahn könnte schon bald zum Sanierungsfall für die öffentliche Hand, sprich die Steuerzahlenden, werden. Das wird derzeit (noch) komplett ausgezoomt. Der «Eiger Express» ist gebaut und der Schaden ist in jeder Hinsicht, auch was die Umwelt und die Landschaft am Fuss der Eiger-Nordwand betrifft, angerichtet.

Von der dramatischen Klimakrise, in der wir uns befinden, ist im Bericht überhaupt nicht die Rede. Dass die Asiaten, die bis zur Coronakrise in Scharen aufs Jungfraujoch («Top of Europe») reisten, einen skandalösen das Klima schädigenden ökologischen Fussabdruck hinterliessen, ebenfalls nicht.

Zur Erinnerung: Die 350‘000 – 400‘000 Gruppenreisenden aus Asien und Übersee pro Jahr, die bis zur Coronakrise mit Niedrigstpreisen von CHF 10 bis 15 auf die Rigi gelockt wurden, verursachten einen grösseren CO2-Ausstoss, als die Stadt Zürich in einem ganzen Jahr! Diese erschreckenden Fakten haben wir wiederholt einwandfrei belegt.

Auch zur Erinnerung: Die Rigi Bahnen können mit den bei Stadler-Rail bestellten neuen Zügen (der erste Zug wird noch diesen Herbst in Betrieb genommen) im künftigen Halbstundentakt ab Vitznau und Arth-Goldau ihre Kapazität massiv steigern. Deshalb sind weitere Unterschriften in den kommenden Monaten unter die 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» eminent wichtig.

Zudem: Unsere jetzt in Auftrag gegebene neue Rigi-Studie wird Wege und rasch umsetzbare Sofortmassnahmen im Rahmen eines ökologisch-fundierten Tourismuskonzepts für die Rigi aufzeigen. Die völlig unverbindliche Charta Rigi 2030 ist dafür die falsche Grundlage. Die Zeit für uneingeschränktes touristisches Wachstum verbunden mit rücksichtsloser Profitgier, die beide zulasten der natürlichen Ressourcen gehen, ist angesichts der dramatischen Klimakrise definitiv abgelaufen.

Dr. phil. René Stettler
Initiant der Rigi-Petition https://www.petitionen.com/rigi_800000_sind_genug (Stand 3727 Unterschriften, 30.8.21) Link für weitere Unterschriftenbögen: https://www.rene-stettler.ch/pdf/unterschriftenbogen_petition_rigi_800000_sind_genug.pdf

Aktuellste Informationen via unsere Webseite https://rigi-800000-sind-genug.ch 


René Stettler

Grosse öffentliche Unterschriftensammlung 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» am Luzerner Schwanenplatz. Möchten Sie mithelfen Unterschriften zu sammeln? Zeitrahmen: Dienstag, 7. September 2021, 10.00 – 17.00 Uhr

2021-08-23 09:33:23

Sehr geehrte Freundinnen und Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren 

Zusammen mit der Coronakrise macht die dramatische Klimakrise deutlich, dass es jetzt ein alternatives Tourismuskonzept für die Rigi braucht. Auf der Rigi stehen wir für einen ressourcenschonenden Tourismus ein, der auf Naturerlebnis, Kulinarik, Gesundheitsthemen und ökologisches Bewusstsein setzt. Inzwischen konnten wir unsere Rigi-Studie in Auftrag geben.

Sammeltag Unterschriften, 7. September 2021, 10.00 – 17.00 Uhr 

Wir suchen Rigi-Freundinnen und -Freunde sowie Personen, die am 7. September am Luzerner Schwanenplatz öffentlich Unterschriften für unsere Rigi sammeln (bewilligte Sammlung), um die bestehende Zahl der Unterzeichnenden von über 3700 Personen substantiell zu erhöhen.  

Die Königin der Berge verdankt Ihr Engagement! Senden Sie eine E-Mail mit Namen und Tel. Nummer an rs at rene-stettler.ch Ganz herzlichen Dank zum Voraus. 

Dr. phil. René Stettler
Initiant der 1. und 2. Rigi-Petition
https://www.petitionen.com/rigi_800000_sind_genug 

Link für weitere Unterschriftenbögen (download): 
https://www.rene-stettler.ch/pdf/unterschriftenbogen_petition_rigi_800000_sind_genug.pdf 

Aktuellste Informationen über unsere neue Webseite via: 
https://rigi-800000-sind-genug.ch


René Stettler

Die Mär von den «günstigsten» Einheimischen-Abos / Geplante 5G-Antenne auf Rigi Kulm

2021-07-16 12:55:24

Geschäftsleitung der Rigi Bahnen verschweigt hohe jährliche öV-Abgeltungen der öffentlichen Hand und verunsichert erneut Rigi-Abo Besitzerinnen und -Besitzer - Die Mär von den «günstigsten» Einheimischen-Abos / Geplante 5G-Antenne auf Rigi Kulm 

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi, liebe Rigi-Abo-Besitzerinnen und -Besitzer, liebe Einheimische, sehr geehrte Damen und Herren 

Im Bericht "Ferien" von Dani Hösli im A-Bulletin vom 1. Juli 2021 werden die Rigi Bahnen (RBAG) mit der Aussage zitiert:

«Die Gruppen- und Pauschalreisen haben laut Steiner (Leiter Verkauf und Marketing der Rigi Bahnen, Anmerkung Unterzeichnende) noch einen weiteren Effekt: Sie finanzieren unter anderem die Billett-Vergünstigungen für die einheimische Bevölkerung mit, die zu einem Vorzugstarif auf die Rigi fährt»

Wir möchten darauf hinweisen, dass mit dieser öffentlichen Aussage wesentliche Fakten, auf die wir wiederholt hingewiesen haben, verschwiegen werden. 

Der Marketingverantwortliche der Rigi Bahnen verschweigt, dass die RBAG eine öffentliche Erschliessungsfunktion wahrnimmt und dafür substanzielle Entschädigungsleistungen von der öffentlichen Hand bekommt, die in den Geschäftsberichten ausgewiesen sind. Diese betrugen im Jahr 2018 ca. 2.5 Prozent des Betriebsertrags (Quelle: OTC-X Research, Unternehmensanalyse RBAG, 20.6.19). Für die RBAG bedeutet die öffentliche Erschliessungsfunktion zudem, dass die Gewinne aus dem Verkehrsgeschäft nicht versteuert werden müssen. 

Die substanziellen Abgeltungen des Kanton Luzern, des Bundes und Dritter zugunsten der Abo-Preise der Rigi-Anwohner und Einheimischen betrugen im Geschäftsjahr 2017 728‘897 Franken, 2018 724‘372 Franken, 2019 664‘587 Franken, sowie 2020 – trotz Lockdown – CHF 636’695 Franken. Diese wiederkehrenden, vom Verwaltungsrat (VR) und dem Marketingchef nicht erwähnten jährlichen grossen Abgeltungen der öffentlichen Hand werden aus Steuergeldern finanziert. 

Diese hohen Abgeltungen werden auch im Protokoll der Generalversammlung der RBAG 2020 nicht erwähnt. Im Gegenteil: Rigi-Abo-Besitzerinnen und – Besitzer sowie die Einheimischen werden verunsichert, dass beim Wegfall der Reiserträge aus dem Billigtourismus die Zitat «Schweizer Gäste und damit auch die Einheimischen mit deutlich höheren Tarifen» rechnen müssen – was Zitat «kaum in deren Interesse sein könne» (S. 16). Die im GV-Protokoll über ein halbes Dutzend Mal wiederholte Behauptung, dass Einheimische die tiefsten Abo-Preise bezahlen und von den «höheren» Preisen anderer Gästesegmente Zitat «profitieren» steht diametral  zu den vom VR bis heute nicht mit konkreten Zahlen widerlegten Dumpingpreisen von CHF 10 bis 15 für eine Retourfahrt auf die Rigi («Das Seilziehen der Seilbahnen», SRF, «10vor10», 13.12.18). 

Aktionärsgruppe der RBAG
Antoinette Schmid, René Stettler, Ivo Voehringer  


Wir brauchen kein 5G-Netz auf der Rigi
 

Neuste Forschungen belegen, dass Mobilfunk oxidativen Zellstress auslöst. Die enormen Leistungsspitzen, welche die Grenzwerte um ein Vielfaches überschreiten lassen, sind gefährlich für die Gesundheit von Mensch und Tier. 

Die Swisscom plant eine 5G-Antenne auf Rigi Kulm. Inzwischen hat eine Gruppe um Wally Begemann vom Hotelteam des Hotels zum Goldenen Hirschen, Rigi Klösterli, eine Unterschriftensammlung sowie weitere juristische Abklärungen gegen das Bauvorhaben der Swisscom eingeleitet. 

Wichtig 

Alle, die das Anliegen unterstützen, können unterschreiben!
Unterschriftenbogen
Unterschriftenbogen bis Montag, 19. Juli 2021 per A-Post in einem frankierten Couvert an die Adresse Zum Goldenen Hirschen, Wally Begemann, Klösterliweg 17, 6410 Rigi Klösterli schicken.
Herzlichen Dank zum Voraus für Ihr geschätztes Engagement.


René Stettler

Weitere Unterschriften unter 2. Rigi-Petition nötig; Studie Naturnaher Qualitätstourismus für unsere Rigi: IHRE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG IST JETZT WICHTIG!

2021-06-10 15:17:54

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Rigi Bahnen AG haben in den letzten Jahren alles auf die Karte Quantität gesetzt und mit einer ruinösen Volumenstrategie zulasten der natürlichen Ressourcen teure Investitionen geplant. Dies hätten sie nicht gemacht, wenn sie nicht so stark von den internationalen Gästen, insbesondere den Tour-Operators mit Reisegruppen aus Asien und Übersee, profitiert hätten, die sie mit bis heute nicht widerlegten Dumpingpreisen von CHF 10 bis 15 für eine Retourfahrt auf die Rigi gelockt haben («Das Seilziehen der Seilbahnen», SRF, «10vor10», 13.12.18).

Wie wollen wir die Zukunft der Rigi, die ein Erholungsberg für die umliegenden Kantone ist, gestalten?

Dringend notwendig sind jetzt Massnahmen, welche in den nächsten 1 bis 2 Jahren konkret umgesetzt werden können.

Wir bitten deshalb um zweierlei:

  1. Helfen Sie nochmals mit, Unterzeichnende der 2. Rigi-Petition „Rigi: 800’000 sind genug!“ anzuwerben. PDF Unterschriftenbögen Unser Ziel ist die Unterschriftenzahl von heute über 3500 Unterzeichnenden in den kommenden Monaten substanziell zu erhöhen. Beide Rigi-Petitionen haben dank Ihnen seit 2017 bislang fast 7000 Unterschriften generiert. Das ist ein klares Zeichen und dafür danken wir Ihnen von Herzen! Im Herbst ist eine weitere öffentliche Sammlung von Unterschriften geplant.

  2. Helfen Sie mit finanzieller Unterstützung, dass wir unsere neue Rigi-Studie zusammen mit dem Institut für Landschaft und Freiraum der Ostschweizer Fachhochschule lancieren können (Bankverbindung weiter unten).

Die Studie soll – losgelöst vom Monopol-Unternehmen Rigi Bahnen AG – konkret aufzeigen, dass es auf der einmaligen Rigi punkto Natur und Tourismus auch ganz anders gehen kann. Als Pilotstudie soll sie grundlegend und wegweisend für die künftigen touristischen Aktivitäten auf der Rigi sowie andere Schweizer Tourismusdestinationen sein, die nach alternativen ökologisch-ausgerichteten und auch ökonomisch funktionierenden Geschäftsmodellen suchen.

Bislang wurde aufgrund der globalen Corona- und der sich zuspitzenden Klimakrise die Chance nicht genutzt, das heutige Geschäftsmodell des Tourismus in der negativsten Ausprägung des Massentourismus zu hinterfragen und durch einen Qualitätstourismus zu ersetzen, der diesen Namen verdient. Eine der wichtigsten Fragen dabei ist: Wie sieht der Transformationsprozess vom heutigen Ist-Zustand in den gewünschten Soll-Zustand aus?

Bei allen Fragen der Transformation muss an oberster Stelle die Verpflichtung der Schweiz stehen, gemäss dem Pariser Klimaabkommen den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 zu halbieren, gemessen am Stand von 1990. Alle Dienstleister, Hauseigentümer sowie die Rigi Bahnen AG, die Korporationen und die Standortgemeinden rund um die Rigi, stehen in der Verpflichtung ihren Beitrag zu leisten.

Dafür brauchen wir Ihre Mithilfe und sind für ein einziges Mal auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Wichtig: Die Sockelfinanzierung für die Studie ist gesichert. Inzwischen liegen einige Finanzierungszusagen vor, aber es braucht noch eine breite Solidarität, damit die Studie in Auftrag gegeben werden kann.

Ausgangslage

Es ist bekannt, dass lokale Tourismusakteure wie die Rigi Bahnen AG im Verbund mit der Luzern Tourismus AG (LTAG) und anderen Akteuren wie der Uhren-, Schmuck- und Souvenir-Lobby am Schwanenplatz und beim Löwendenkmal in Luzern, Schweiz Tourismus sowie der Schweizer Seilbahnlobby darauf hinarbeiten, dass ab 2022/23 der unsägliche Massentourismus wieder voll Fahrt aufnimmt – natürlich mit Dumpingpreisen.

Tatsache ist, dass die ca. 350‘000 bis 400‘000 Gruppenreisenden aus Asien und Übersee, die pro Jahr bis zur Coronakrise mit Niedrigstpreisen auf die Rigi gelockt wurden, einen grösseren CO2-Ausstoss verursachen, als die Stadt Zürich in einem ganzen Jahr!

Fazit: Die Klimabilanz des einzelnen Rigigasts ist deaströs, wenn man den CO2-Ausstoss anschaut, den die Asien- und Überseegäste beim Besuch der Rigi und Shopping in der Schweiz verursachen. Erschreckend ist auch die Klimabilanz der Schweiz, die mit ihrem CO2-Fussabdruck ganz hinten im globalen Emissionsranking rangiert.

Statt jetzt umzudenken setzen die Rigi Bahnen AG und die Schweizer Tourismusbranche auf die rasche Rückkehr ihrer vernichtenden Geschäftsmodelle, welche die Klimaerwärmung noch weiter anheizen. Anders ausgedrückt: Die Rigi Bahnen AG gehört zusammen mit anderen wirtschaftlichen Akteuren zu jenen, welche die Zerstörung der Ökosphäre wider besseres Wissen in Kauf nehmen und dazu beitragen, die menschliche Zivilisation zu untergraben. Fakt ist, dass weder die Tourismusbranche noch die Schweiz Vorreiterinnen im Klimaschutz sind, wie immer behauptet wird!

Die deshalb in jeder Hinsicht hohe Dringlichkeit der Studie soll aufzeigen, wie das Dilemma des globalen Massentourismus auf der Basis einer umfassenden ressourcenschonenden und ökologischen Sichtweise heute und nicht übermorgen auch ökonomisch gelöst werden kann. Die Rigi könnte mit einem ökologisch ausgerichteten Marketing, das den gut zahlenden Individualgast im Fokus hat, zum grünen Erholungsberg Europas werden. Ziel der Studie ist es, auf fachlich-wissenschaftlicher Basis exemplarisch zu zeigen, dass die gegenwärtig auf eine globalisierte Wirtschaft ausgerichtete massentouristische Wachstumsstrategie der Rigi Bahnen AG nicht alternativlos ist.

Wir sind uns bewusst, dass wir als Initianten der Studie und deren Verfasser in einer grossen Verantwortung stehen. Der kurzfristig-machbaren Umsetzung der Befunde der Studie wird deshalb ein besonderes Augenmerk geschenkt.

Die Rigi wird Ihr Engagement verdanken!

Vor allem auch deshalb, weil die Königin der Berge in den kommenden Jahren uns während unerträglichen Hitzesommern Abkühlung und Erholung bietet – als kostbare Naturressource zu der es besonders Sorge zu tragen gilt.

Ein grosses Dankeschön zum Voraus für Ihr Engagement in Sachen 2. Rigi-Petition und finanzielle Unterstützung der Rigi-Studie. Wir halten Sie via Medien und über unsere Webseite auf dem Laufenden.

Dr. phil. René Stettler, Rigi Kaltbad

DIE RIGI DANKT IHNEN HERZLICH UND BIETET ALLEN, DIE SIE KENNEN UND LIEBEN, ERHOLUNG UND IMMER BESSERE LUFT!

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René Stettler

Rigi Bahnen AG (RBAG): Scharfe Kritik von Aktionärsgruppe an der Selbstbedienungsmentalität des Managements angesichts des alarmierenden operativen Verlusts von CHF 2,37 Mio. im Geschäftsjahr 2020

2021-04-30 05:18:19

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi

Am 29. April 2021 sind 5 Aktionärinnen und Aktionäre der Rigi Bahnen AG mit Fragen und drei Anträgen zuhanden der am 12. Mai 2021 stattfindenden 29. ordentlichen GV, ohne Aktionärinnen und Aktionäre, gelangt, zwecks Gewährleistung der schriftlich wahrnehmbaren Rechte gemäss der «Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» (COVID-19-Verordnung 2 vom 13.3.20). 

Die Medienmitteilung von heute 30. April 2021 informiert über die Fragen sowie die Anträge, die als PDF schriftliche_fragen-antraege_aktionaere_rbag_gv_12.5.21 (offizielles Schreiben vom 29.4.21 an den Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG) herunterladbar sind.  
Antwort des Verwaltungsrats vom 7. Mai 2021 / Zusatzfragen vom 8. Mai 2021
"GV der Rigi-Bahnen: Verwaltungsrat will nichts wissen von tieferen Löhnen für die Geschäftsleitung", Regionaljournal Zentralschweiz SRF, 17.30, 12.5.21
"Nach Entlassungen beim Unternehmen – Rückzahlung «zynischer» Chefsaläre: Aktionäre der Rigi-Bahnen blitzen ab", Aktionäre der Rigi-Bahnen kritisieren, dass sich die Geschäftsleitung trotz Entlassungen ein höheres Salär ausbezahlt hat. An der Generalversammlung diesen Mittwoch zeigte der Verwaltungsrat den Forderungen zur Lohnrückzahlung jedoch die kalte Schulter, Dominique Rais, Zentralplus online, 13.5.21

Die Kritik und die Anträge:

Zynisch und unsolidarisch: Mehr Lohn für die Geschäftsleitung (GL) im Krisenjahr 2020 trotz Entlassungen und Änderungskündigungen sowie Streichung der Aktionärsdividende.

Unstatthaft bezogene Löhne 2020 von CHF 279’448 der mitten in einer grossen Krise von 4 auf 5 Mitglieder erweiterten GL müssen zurückbezahlt werden.

Zurückbezahlte Löhne von CHF 279’448 sollen an dringendst notwendige Investitionen und Renaturierungsprojekte zum Wohl der Rigigäste und der Umwelt gehen – sowie den Härtefallfonds für Mitarbeitende.

Aus finanziellen Gründen und wegen der angespannten Liquidität muss der Verwaltungsrat (VR) von 8 auf 5 Personen reduziert werden. Die bereits im August 2020 verlangte Redimensionierung des VR hätte 2020 und im laufenden Jahr 2021 grosse Honorarkosten eingespart. 

Ansprechperson für die Aktionärsgruppe (in alphabetischer Reihenfolge) Priska Baur, Antoinette Schmid, René Stettler, Ivo Voehringer, Yvonne Wiprächtiger

Dr. phil. René Stettler, Rigi Kaltbad, Aktionär RBAG, Initiant der Petitionen «Nein! zu Rigi-Disney-World» (2017) und «Rigi: 800’000 sind genug!» (läuft neu bis 30. September 2022); Stand der Unterschriften beider Petitionen: 6829 (30. April 2021)

Wir danken für die Weiterleitung der Infos an Ihr Netzwerk bzw. Hinweise auf die Unterzeichnung der Petition via https://www.petitionen.com/rigi_800000_sind_genug 


René Stettler

Rigi Bahnen AG: Dramatischer Geschäftsverlauf 2020 mit einem alarmierenden operativen Verlust von CHF 2,37 Mio. – Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» wird bis 30. September 2022 verlängert

2021-04-23 06:09:25

Rigi Bahnen AG: Dramatischer Geschäftsverlauf 2020 mit einem alarmierenden operativen Verlust von CHF 2,37 Mio., angespannte Liquidität und trotzdem mehr Lohn für die Geschäftsleitung im Jahr 2020, jedoch keine Aktionärsdividende – Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» wird bis 30. September 2022 verlängert, Medienmitteilung 23.4.21

  • Massive Cashflow-Einbusse bestätigt die
    dramatische Geschäftsentwicklung

  • Eingebrochener Reiseverkehrsertrag 2020 belegt
    Dumpingpreisstrategie zweifelsfrei

  • Die laufenden Investitionsprojekte von ca. CHF 50 Millionen sowie die
    künftigen geplanten Investitionen könnten in einem Fiasko enden

  • Zynisch: Mehr Lohn für die Geschäftsleitung im Krisenjahr 2020 trotz
    Entlassungen und Änderungskündigungen

  • Intransparenz bei den Gesamtkosten der groben Fehlplanung für eine
    Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad sowie fragwürdige
    «Sistierung» statt Projektabbruch

René Stettler

Gedanken zum Jahresende 2020 und zu unserer Rigi

2020-12-29 08:43:58

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren

Erlauben Sie ein paar persönliche Gedanken im Sinne eines Rückblicks auf ein bewegtes Jahr in Sachen touristischer Entwicklung der Rigi. Zugleich wünsche ich Ihnen persönlich und Ihren Familien vorab alles Gute im Neuen Jahr sowie viel Gesundheit in Zeiten, wo man sich nichts Anderes wünscht als genau das. Auch danke ich Ihnen für die riesige Unterstützung der laufenden Petition und die vielen Gespräche mit einigen von Ihnen, die unsere Anliegen aktiv mittragen.

Zwei Rigi-Petitionen mit insgesamt 6803 Unterschriften (Stand 29.12.20) zeigen Ihre ungebrochene Solidarität und emotionale Verbundenheit mit der Rigi. Über diese innere Verbundenheit wollten wir mit dem Verwaltungsrat (VR) und der Geschäftsleitung (GL) der Rigi Bahnen sprechen, doch es zeigte sich, dass dieses Gespräch mit uns im Kasernenhofdrill verordneten Traktanden schon daran scheiterte, worüber man miteinander sprechen wollte.

Bis heute waren der VR und die GL der Rigi Bahnen nie bereit, unsere überzeugenden Gegenargumente zu ihren megalomanen Ausbauplänen anzuhören. Gerade deswegen fühlen wir uns in unserer klaren Haltung in Sachen touristischer Entwicklung der Rigi bestätigt. Unsere Vorstellungen stehen im diametralen Gegensatz zur vom VR und der GL forcierten Volumenstrategie. Statt in der gegenwärtigen Krise nun den Resetknopf zu drücken und sich dem Aufbau des von uns geforderten und mit konkreten Vorschlägen ausgearbeiteten Qualitätstourismus zu verpflichten! Einen solchen – und nichts Anderes – wünschen sich die von uns vertretenen grossen Bevölkerungskreise.

Wir haben die im breiten öffentlichen Interesse stehende touristische Entwicklung der Rigi als öffentliche Angelegenheit in den Medien kommuniziert. Die in den Medien verlautbarten Vereinfachungen der GL der Rigi Bahnen passen jedoch wenig zur Grösse der Probleme, mit denen uns die aktuellen Krisen – die der Umwelt und die unserer damit zusammenhängenden Gesundheit – konfrontieren.

Der VR und die GL der Rigi Bahnen haben sich über lange Jahre nach dem einzigen Credo ausgerichtet: Je mehr Wachstum, desto besser. D. h. Wachstum als Heilmittel für alle Probleme, die dann später in der Zukunft oder überhaupt nie auftreten sollen! Wachstum und Profitsteigerung «auf Teufel komm raus» passen sicher nicht mehr in die Zeit nach Corona. Unsere konstruktiven Vorschläge zum unhinterfragten Wachstum haben wir faktenbasiert recherchiert. Sie wären der Starting Point für einen längst überfälligen ressourcenschonenden Tourismus für die Königin der Berge.

Leider warten der VR und die GL darauf, dass der Exzess – der globale Massentourismus – nach Corona möglichst bald zurückkehrt. Das bewirkt, dass man in Zukunft keine unternehmerische Freiheit mehr ausüben kann, weil man Katastrophales angerichtet hat. Ein Widerspruch in sich selbst! Die in den Köpfen des VR und der GL zementierte Vorstellung von massentouristischem Wachstum, das zulasten der Natur geht, hat zur Folge, dass das Bahnunternehmen sich selbst in seiner künftigen unternehmerischen Freiheit beschneidet.

Der VR und die GL halten stur an ihren Ausbauplänen fest – auch beim von namhaften Umwelt- und Schutzverbänden kritisierten Gondelbahnprojekt von Weggis nach Rigi Kaltbad. Im Aktionärsbrief vom Dezember 2020 schreiben Karl Bucher, Präsident des VR, und Frédéric Füssenich, CEO, unverblümt Zitat:

«Das Projekt Gondelbahn stand in den letzten Monaten im Zeichen der Weiterentwicklung des Wettbewerbsprojekts. Daneben liefen umfangreiche Vorbereitungen für das Bewilligungsverfahren wie etwa die dafür nötige Zonen- und Nutzungsplan-Revision, Umweltgefahrenabklärungen und Verhandlungen mit Grundeigentümern. Die Corona-Krise stellt uns für die Machbarkeit vor neue Herausforderungen, trotzdem verfolgen wir das Projekt konsequent weiter».

Seit vier Jahren prägen wir eine demokratische Kultur mit. Sie steht diametral zur Arroganz des VR und der GL der Rigi Bahnen, die die Bevölkerung immer wieder vor den Kopf stossen. Wir halten den demokratischen Austausch und Meinungsfreiheit hoch, missbilligen jedoch, dass der VR und die GL daran glauben, sich nicht um das Debattenganze kümmern zu müssen. «How dare you» ist unsere Antwort – im Stil der jungen Klimaaktivistinnen und -aktivisten.

Da der VR und die GL der Rigi Bahnen von unseren Lösungsvorschlägen und den zwei Petitionen, gemäss eigenen Angaben, «nur bruchstückhafte Kenntnisse» haben, stehen sie auf der Seite derer, die die gegenwärtigen Krisen – die Krise der Umwelt und die unserer Gesundheit, die uns noch lange beschäftigen werden – nicht als primäre Bedrohung sehen. Statt sich für eine gemeinsame Krisenbewältigung zu engagieren, damit für alle – und insbesondere die Erholungsdestination Rigi – etwas Besseres herauskommen kann.

Der Tourismus nach Corona braucht andere Antworten. Wir haben sie dem VR und der GL der Rigi Bahnen unterbreitet. Wir sehen manches anders als der VR und die GL, die wir für ihre unüberbietbare Ignoranz gegenüber den aus den Herzen der Bevölkerung kommenden legitimen Ansprüchen an «ihren» Erholungsberg Rigi verantwortlich machen. Für uns ist dies ein Grund mehr, Veränderungen einzufordern, die die rücksichtslose Profitmaximierung als exklusives Ziel eines Monopolunternehmens infrage stellen – und welche die Verfügungshoheit über die Rigi der Bevölkerung zugestehen.

Diese Bevölkerung ist nicht identisch mit dem Aktionariat der Rigi Bahnen AG. Denn den rund 2700 Aktionärinnen und Aktionären der Rigi Bahnen, welche unsere konstruktiven Anträge anlässlich der Generalversammlung 2020 verworfen haben, stehen heute (29.12.20) 3476 Unterzeichnende der 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» gegenüber.

Wir erwarten vom VR und der GL der Rigi Bahnen keine Geschenke, keine Privilegien und auch nicht eine bevorzugte Behandlung, sondern nur, dass sie angesichts der sich zuspitzenden Klima- und Umweltkrise konsequent auf eine umweltschonende Nutzung der Rigi setzen, um eine ressourcenschonende Bewirtschaftung bei allen touristischen Aktivitäten zu ermöglichen.

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler und Aktionär der Rigi Bahnen AG, Rigi Kaltbad

unterschriften_rigi_28.12_.20_.jpg2241 auf Papier eingereichte Unterschriften, Stand 29.12.20


René Stettler



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