Wir fordern jede Gemeinde Nidwaldens auf: Gemeinsam Handeln JETZT!

  Während wir hier in geheizten Räumlichkeiten mit funktionierenden Sanitäranlagen den Winter überbrücken, müssen tausende von Menschen in nicht wetterfesten Zelten direkt auf unbefestigten Böden und ohne funktionierendem Sanitärsystem ausharren und darauf warten, dass Europa und die Schweiz ihr unverschuldetes Elend endlich wahrnimmt und etwas dagegen tut.  

Während wir hier Testen und ein Grossteil von uns abgesichert auf die Impfung wartet, sind die griechischen Lager überfüllt. Die geflüchteten Personen haben keine Möglichkeit, sich an irgendwelche Sicherheitsabstände zu halten.  

Ein Bündnis verschiedener Personen und Organisation aus allen Ecken der Nidwaldner Gesellschaft hatte den Kanton Nidwalden am 19. August 2020 aufgefordert, abzuklären, wie viele geflüchtete Menschen von den überfüllten Lagern griechischer Inseln in Nidwalden aufgenommen werden könnten. Dazu wurde der Regierungsrat aufgefordert, die genauen Kapazitäten abzuklären und zu kommunizieren. Die Antwort darauf beschränkte sich auf den Hinweis, dass die Asylpolitik Bundesangelegenheit sei und dass der Bund vor Ort mit Hilfsprojekten bereits sehr präsent sei, was auch der einzig richtige Ansatz sei. Zudem sei ein Vorpreschen einzelner Kantone nicht zielführend. Dies war noch vor dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria am 9. September 2020, der die Lage noch einmal drastisch verschlimmerte.  

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Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa/dpa

Durch den Brand verloren über 12´000 Personen vom einen Tag auf den anderen ihr ohnehin schon dürftiges Dach über dem Kopf. Überzeugt davon, dass die Notwendigkeit zur Evakuation dieser schutzlosen Personen nun allen klar sei, wurde beim Kanton Nidwalden nochmals nachgehakt. Die Antwort war jedoch praktisch deckungsgleich zur ersten: Der Kanton wolle nicht in Bundesangelegenheiten vorpreschen.
- Da unterdessen jedoch praktisch in jedem Kanton zivilgesellschaftliche Vorstösse zur Aufnahme geflüchteter Personen am Laufen sind, könnten sie sich untereinander koordinieren, anstatt alleine vorzupreschen.-
Die Arbeit vor Ort sei aber sowieso wichtiger. Dabei wird als löbliches Beispiel erwähnt, dass die Schweiz an vorderster Front beim Aufbau eines neuen Lagers auf Lesbos mithelfe. Dass dieses Lager sogar noch miserablere Umstände bietet als das Abgebrannte, wird nicht erwähnt (lesen Sie dazu folgenden Newsletter
https://mailchi.mp/evakuieren-jetzt.ch/newsletter-15-de?e=644fa33664 )  

Im Wissen darum, dass nun endlich gehandelt werden muss, lancierte das Bistro Interculturel eine Petition, die Stans dazu auffordert dem Kanton Aufnahmebereitschaft zu signalisieren, um auf diese Weise den Druck auf die Verantwortlichen, auch auf kantonaler Ebene, zu erhöhen.
Bei der Übergabe meinte Markus Elsener, zuständiger Gemeinderat von Stans (Soziales und Gesundheit), dazu, dass er das Anliegen unterstützenswert findet. Um die Möglichkeit im Kanton tatsächlich eine Veränderung zu erzielen zu erhöhen, sollte das Anliegen jedoch breiter abgestützt sein. Um den Druck zu erhöhen, und weil die ursprüngliche Petition im Bezug auf das inzwischen abgebrannte Lager Moria verfasst wurde, haben wir entschieden, die Petition nicht nur in Stans, sondern in allen Nidwaldner Gemeinden zu lancieren! Die Aufnahme von Flüchtlingen ist Sache des ganzen Kantons. Er hat das Knowhow und die nötige Infrastruktur dazu. 

Aus diesem Grund: Wir rufen die gesamte Nidwaldner Bevölkerung auf, mit ihrer Unterschrift ein Zeichen der Solidarität für die Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen auf den griechischen Inseln festsitzen, zu setzen und die Gemeinden, den Kanton und den Bund aufzufordern, endlich zu handeln!  

  Die Sammlung geht bis Weihnachten! Im Anschluss wird das Bistro Interculturel die Unterschriften nach Gemeinden aufdröseln und in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion anfangs nächstes Jahr orchestriert, gleichzeitig bei jeder jeweiligen Gemeinde einreichen. Wer Lust hat, dabei mitzumachen, meldet sich auf info@bistro-interculturel.ch! Auf diese Weise sollte die Kantonsregierung erkennen, dass es der Nidwaldner Bevölkerung punkto Solidarität ernst ist und kommuniziert das dann auch der zuständigen Bundesrätin weiter.
Mit genügend Ausdauer und Kreativität gelingt es uns vielleicht die enttäuschende und deprimierende Untätigkeit der Politik zu brechen.
Steter Tropfen höhlt den Stein!  


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