Kein Kunstrasen auf dem Sportplatz in Steinfischbach
Unterschriftsberechtigt sind alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger von Waldems.
(Hinweis: Die Abfrage "Ich bin mindestens 16 Jahre alt, ..." am Ende der Eingabe bezieht sich auf die Datenschutzbestimmungen. Sie ist von der Petitionsplattform vorgegeben und kann nicht entfernt oder geändert werden)

Der FC Waldems will den bestehenden Naturrasen durch Kunstrasen ersetzen.
Aus Sicht der Sportler sind die Vorteile eines Kunstrasenplatzes bestechend. Aber dabei sollten wir nicht außer Acht lassen, dass in diesem Spiel nicht nur die Sportler beteiligt sind, denn ...
Es geht um sehr viel Geld
Die Anschaffungskosten für diesen Kunstrasenplatz sind enorm: 1,6 Million Euro. Zwar will der Staat 756.000 € dazugeben, aber das sind unser aller Steuergelder. Und auch die 800.000 €, welche die Gemeinde Waldems selbst aufbringen muss, müssen irgendwo herkommen. Damit ist es jedoch noch nicht genug. Nach 15 Jahren müsste der Platz erneuert werden, was die Gemeinde – folglich wieder alle Waldemser Bürger – weitere 300.000 € kostet.
Wenn man nur die Eigenkosten für die ersten 15 Jahre betrachtet, kommt man auf Kosten von 53.333 € pro Jahr, das sind 4.444 € pro Monat oder 146 € pro Tag! Dabei sind die Zinsen, die für dieses gigantische Darlehen gezahlt werden müssen, noch gar nicht mit eingerechnet.
Für dieses Geld könnte man sich einen fest eingestellten Naturrasen-Gärtner und eine Drainage gegen zuviel Regen leisten.
Waldems hat laut Bürgermeister Markus Hies kein Geld. Folglich müssen auf Kosten aller Bürger Schulden gemacht und die Steuern erhöht werden. Und das für eine Sache, die aus Sicht des Umweltschutzes kritisch zu betrachten ist, und die unüberschaubare gesundheitliche Risiken für alle Betroffenen mit sich bringt.
Gesundheit
Was ist so gefährlich an Plastik? Es ist doch überall in unserem Alltag und so nützlich! Stimmt. Wenn da nicht die Spätfolgen wären. Durch mechanische Beanspruchung, UV-Strahlung und sonstige Umwelteinflüsse zerfällt das Material zu Mikroplastik (0,5 bis 0,001 mm klein) und Nanoplastik (extrem klein). Es reichert sich auf dem Spielfeld an. Wird es aufgewirbelt, dann atmet man es ein, oder es setzt sich in Kleidern, Schuhen und Strümpfen fest oder es wird vom Wind davongetragen. So klein gerieben ist es nicht mehr kontrollierbar. Und was erst einmal in den Boden gelangt ist, wird von den Pflanzen aufgenommen und ins Grundwasser weitertransportiert. Das kann die Gesundheit aller Bürger gefährden und würde uns alle für alle Zeit treffen.
Gerade wir in Waldems können stolz sein, dass wir so gutes Trinkwasser haben. Was wäre aber, wenn es durch hohen Mikro- bzw. Nanoplastikeintrag in die Umwelt plötzlich nicht mehr sauber wäre? Welcher vernünftige Mensch würde dafür so viel Geld ausgeben?
Das Bundesumweltamt berichtet über die Wirkung von Mikroplastik im Körper und empfiehlt eine dringende Reduzierung der Mikroplastikbelastung des Menschen, um die potenziellen Risiken zu vermindern.
Deshalb handeln wir jetzt und sprechen uns entschieden gegen einen Kunstrasen in Waldems aus.
Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie uns, dieses Projekt zu verhindern.
Ute Maurer, Hintergasse 2, 65529 Waldems, und Agnes von Zeppelin, Schießhohl 14, 65529 Waldems. Verfasser der Petition kontaktieren