Hochzeit trotz Corona!

Brief an die Bundesregierung (datiert auf den 4. April 2021):

Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrte Damen und Herren,

sicherlich haben Sie gerade im Moment mehr Briefe als „normal“ zu verzeichnen. Auch – gerade aus diesem Aspekt – eine persönliche Antwort Ihrerseits zu erwarten, wäre alles andere als realitätsnah, dessen sind wir uns bewusst. Trotz allem ist es uns ein sehr großes Anliegen, unsere derzeitige Situation mit Ihnen zu teilen und eventuell doch – mit viel Glück – eine Stellungnahme Ihrerseits zu erhalten. Corona – eine Ausnahmesituation für uns alle – fordert jeden Einzelnen in besonderer Art und Weise. Sei es nur, dass nicht wie gewohnt geshoppt werden kann, bis hin zu dem für manche wöchentlichen Gastronomiebesuch. Touristische Unternehmungen seien hierbei komplett ausgenommen. Jeder – egal ob privat oder geschäftlich – hat seine Einschränkungen und die damit verbundenen Folgen hinzunehmen. Wie wir finden, bis zu einem gewissen Zeitpunkt, mit Sicherheit berechtigt und nachvollziehbar.

Nun aber zu unserer Ansicht, wie oben bereits geschrieben: Bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Corona hat uns alle in die Enge getrieben. Zunächst also komplett verständlich, dass Anfang 2020 eine Ausnahmesituation eingetreten und besondere Maßnahmen erforderlich waren. Im Laufe 2020 hat sich mit Sicherheit vieles zumindest annähernd normalisiert, beziehungsweise die Situation für viele durch die willkommenen Lockerungsmaßnahmen erträglicher gemacht. Seit nun über einem Jahr sehnt sich die Bevölkerung trotz allem nach kompletter Normalität. Allgemein das Richtige zu tun – für alles und jeden – ist in solch einer Ära sicherlich auch nicht einfach für Sie. Nichtsdestotrotz standen wir auch zu diesen Zeiten weiterhin hinter den Argumenten. Das alles, obwohl, oder gerade vielleicht auch weil wir Ende März 2020 beschlossen haben, uns 2021 das Ja-Wort zu geben. „2021 muss das alles wieder besser sein!“, so unsere Devise. Eigentlich, dem Menschenverstand nach, nicht arg weit hergeholt. Schließlich sehnt man sich zum einen nach Normalität, zum anderen möchte man seine positive Grundeinstellung nur ungern verlieren. So wurden seit Anfang 2020 Bestrebungen hinsichtlich unserer Hochzeit, die am 12. Juni 2021 sattfinden soll, angestrebt. Die Hochzeit organisiert, warten wir nun – seit November 2020 – auf endlich positive Nachrichten seitens der Politik. Hierbei stets bemüht, die zuvor angesprochene positive Grundeinstellung zu allem – vor allem zur Politik – weiterhin aufrecht zu erhalten. Leider fällt uns dies aber von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde, schwerer. Nicht einmal mehr zweieinhalb Monate haben wir, bis zu unserem eigentlich (hoffentlich) großen Tag. Die Meldungen aus der Presse, ebenfalls von Tag zu Tag schlimmer. Dass natürlich derzeit eine Erhöhung der Inzidenz-Zahlen zu verzeichnen ist, wo doch von Tag zu Tag mehr getestet wird, erscheint uns nicht sehr verwunderlich, sondern eher gut nachvollziehbar. Durch dieses nahezu schon absichtliche Hochhalten des Inzidenz-Wertes erscheint uns eben genau dieser Wert nicht mehr wirklich als geeigneter Maßstab für eine ständige Verlängerung des Lockdowns – nun seit bereits einem halben Jahr!

Warum ist es denn den Menschen Ihrer Meinung nach nicht möglich, selbst zu entscheiden, ob Sie sich unter Menschen begeben und soziale Kontakte pflegen, oder sich doch lieber Zuhause in Isolation halten möchten, da man sich als Risikopatienten einstuft. Wieso dürfen die Menschen solch gravierende Entscheidungen und Einschnitte in die Grundrechte nicht selbst entscheiden? Auch nicht ganz verständlich und nachvollziehbar für uns: wieso mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Bundesliga – eigentlich nahezu durchgängig, im Sommer sogar mit geringer Zuschaueranzahl – am Laufen gewesen. Schließlich waren ja alle Spieler regelmäßig getestet worden. Der Amateurfußball ab November aber wieder, egal ob mit oder ohne Tests, unmöglich. Welches Recht auf Freiheit hat hier ein Bundesligaspieler mehr als ein Hobby-Kicker, der sich nach einem langen und harten Arbeitstag nach etwas Ausgleich sehnt? Sofern er einer der Glücklichen war, beziehungsweise ist, die ihrer Arbeit wie gewohnt nachgehen durften. Auch die Verleihung des Axel Springer Awards im Dezember 2020, unter anderem an Elon Musk, war möglich – sogar ohne Maske. War es nicht auch ein gewisser Herr Musk, der sich kritisch zur Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen äußerte?

Mit Sicherheit ist vieles möglich, weil zuvor getestet wurde. Eigentlich auch für uns ein gangbarer Weg. Schließlich ist es auch wirklich schön, endlich mal wieder die Mimik der Personen zu sehen. Warum ist es dann aber nicht auch den „Normalos“ möglich, unter Vorbehalt der Vorlage eines negativen Testergebnissen, zusammen zu sitzen? Wieso wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Um nun auch wieder den Bogen zu unserer geplanten Hochzeit zu spannen: Wieso wird uns jegliche Planungssicherheit und Vorfreude genommen, wo sogar solche (jährlich wiederkehrenden) Preisverleihungen sogar im Dezember, zu Zeiten des kompletten Lockdowns, stattfinden konnten? Wir sehnen uns schlichtweg nur nach einer Möglichkeit unsere Hochzeit zu feiern. Natürlich könnte man das Argument anführen: Heiraten war und ist doch jederzeit möglich. Nun aber frage ich Sie, Frau Merkel: ist es so weit hergeholt, dass wir uns nach einem würdigen Rahmen für unsere Hochzeit sehnen? Wir fordern keinesfalls eine Hochzeitsfeier mit (wie ursprünglich geplant) bis zu 120 Personen – vollkommen ausreichend wäre doch schon eine Feier mit bis zu 40 Personen, so dass die engste Familie diesen großen Tag mit uns feiern kann. Auch gerne, wie zuvor bereits erwähnt, mit der Bedingung der Vorlage eines negativen Testergebnisses. Immerhin wäre dann, nach nun über einem Jahr Ungewissheit, auch für uns ein wenig Planungssicherheit und Vorfreude möglich. Von den eigentlichen Vorstellungen und Visionen unserer Traumhochzeit sind wir zwischenzeitlich ohnehin schon abgerückt. Ist es da wirklich noch fair und angemessen, den Menschen jegliches Glücksgefühl zu nehmen?

Liebe Frau Merkel, wir bitten Sie abschließend inständig darum, nicht nur in unserem Sinne und für alle (hoffentlich noch) Heiratswütigen, sondern für die gesamte Bevölkerung: Geben Sie uns nach dieser langen Zeit ein Stück unserer zuvor unantastbaren Freiheit zurück. Schenken Sie der Bevölkerung wieder das Vertrauen, das wir Ihnen seit nun über einem Jahr entgegengebracht haben, in der Hoffnung: „wir schaffen das!“ Es gehören einfach Perspektiven genannt!

In positiver Erwartung, unsere Hochzeit vielleicht doch feiern und zwei Monate davor auch noch mit ein wenig Vorfreude diesen Tag planen zu dürfen, sowie mit freundlichen Grüßen in das Kanzleramt und die gesamte Bundesregierung nach Berlin      

Frank Stemmer und Svenja Schatz (hoffentlich auch bald Stemmer) 

 

 

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