Petition für eine sorgfältige Umsetzung schulischer Integration


Gast

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2016-03-17 18:21

Vor einigen Jahren habe ich gelesen, dass erwartet wird, einen Sonderschulplatz von 50000 Franken pro Kind auf die Hälfte zu senken durch "Integration" in normale Schulklassen. Das ist für mich nicht "Integration". Ob tatsächlich weniger Kosten anfallen bezweifle ich zudem, da viele Schüler wieder wechseln müssen oder "aussortiert" werden, was zusätzliche Stellen im Erziehungsdepartment erfordert. Lieber ein Heilpädagoge mehr am Kind als einer im Amt. Ausserdem befürworte ich die lebenspraktische Ausbildung bei Menschen mit schwerer Lernbehinderung, diese kann nur in entsprechend ausgestatteten Schulen geleistet werden und das sind bis anhin die Sonderschulen. Eine dreijährige Werkstufe im Anschluss an die obligatorische Schule in den Räumen der Sonderschulen würde einen würdigen Anschluss bilden und die Schüler zu möglichen Ausbildungen im praktischen Bereich befähigen. Es würden keine zusätzlichen Kosten entstehen und die Kinder könnten länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, was deren eigentliche "Integration" bedeutet. Hierzu könnte die Schnittstelle Angebote für Sport und Freizeit "integriert" werden. Ich bin kein Theoretiker, ich habe dies auch an einem anderen Ort schon vorgeschlagen und es funktioniert inzwischen. Die knappen Ressourcen werden "zusammengelegt". Behinderte Kinder sollten auch in Städten leben dürfen und nicht aufs Land gezwungen werden.