Änderungsvorschläge FN LPO 2024

Es ist unumstritten, dass sich immer mehr Reiter ins Ausland orientieren, da das Nennsystem sowie die Regeln in Deutschland für die Reiter nicht mehr tragbar sind. Diese Teilnehmer fehlen nun auf den heimischen Turnieren, so dass sich nur noch die größeren Turniere rechnen. Der Amateursport geht völlig verloren. Durch diese Regeln versuchen wir das Reglement sowie das Nennsystem so umzustellen, dass es wieder Reiter- und Pferdeorientierter wird. Um wieder mehr Starterzahlen in Deutschland zu gewinnen, muss ein Turnier für Amateursport sowie den Profisport interessant sein. Warum nehmen wir uns nicht ein Beispiel an unserem Nachbarland Österreich, dort kann am Vortag entschieden werden, welche Prüfung am nächsten Tag geritten werden möchte, in der Leistungsklasse 5 – 1 in derselben Standard 105 (A) Prüfung starten und im Anschluss nach Leistungsklasse platziert werden. Durch diese Regelungen gewinnen wir wieder Starter in Deutschland und es ist für Veranstalter auch wieder rentabel in die Zukunft zu investieren, wie z.B. neue Reitplatzböden auszubauen.

Vorab ist zu sagen das einige Punkte ineinandergreifen.

  Inhalt

1. Nennungssystem reformieren

2. Startplatz tauschen (verfällt größten Teils durch Regel 1) 

3. Meldestopp bei der Meldestelle am Vorabend  (Teil von Regel 1) 

4. Feste Kopfnummern bei Pferdeeintragung

5. Verpflichtend A0, L0, M0

6. Klassenunabhängiges Starten (A u. M mit dem selben Pferd an einem Turnier Startbar)

7. Umbenennung der Prüfungen. (A* = 95, A** = 105, ...)

8. 1/3 wird platziert, unabhängig der Starterzahl 

9. Aufteilung in Abteilungen nur zur Platzierung. (Spr.Pf. A 4j, 5j, 6j / L LK 4u.5, LK 2u.3)

10. 5-Jährige Pferde in Standard L Springen. 

11. 6-Jährige Pferde in Springpferde A. 

12. Start Reihenfolge nicht nach Pferdenamen sondern von Reiter wählbar, Ausg. Final o. Quali. Prf.

13. Gebissregeln Springen an den Erfahrungen des Reiters orientieren. 

14. Gebissregeln Dressur 8

 

      1. Nennungssystem  reformieren

Ist:

4 Wochen vorher muss ich entscheiden mit welchem Pferd ich welche Prüfung reiten möchte. Ein Startplatztausch ist nicht mehr möglich.  

Soll:

Ausschreibung wird von Veranstalter ausgeschrieben. An welchem Tag u. in welcher Reihenfolge die Prüfungen stattfinden, muss hier feststehen. Bis zu 4 Wochen vor dem Turnier, muss der Reiter mit dem Pferd genannt werden. Eine Abgabe von z.b. 30€ wird als Startgeld fällig. (Dient der Verbindlichkeit) Der Veranstalter weiß nun die Pferde- und Reiteranzahl. Am Tag vorher meldet man seine Starts in den einzelnen Prüfungen. Der genaue Zeitplan wird am Abend vorher online gestellt. Wann welche Prüfungen beginnen. Jede Prüfung kostet nochmals eigenes Startgeld. Bar bei der Meldestelle, per Lastschrift oder Rechnung müssen die einzelnen Bewerbe bezahlt werden.  

Argumentation:

-        Deutlich mehr Flexibilität  

 

2. Startplatz verkaufen  (verfällt größten Teils durch Regel 1)

Ist:

Startplätze oftmals begrenzt. Dadurch sind die Startplätze meist nach wenigen Minuten weg. Ein Starten in dieser Prüfung ist nicht mehr möglich  

Soll:

Tausch seiner Startplätze über FN Online Platform, auch nach Ablauf der Nennungsfrist.  

Argumentation:

-        Reiterfreundlicher

-        Verfallen von Startplätzen bei nicht erscheinen

-        Durch schlechtes Internet keinen Startplatz bekommen. Ein anderer mit Startplatz kann nicht teilnehmen, da Reiter oder Pferd nicht Fit sind.        

 

3. Meldestopp bei der Meldestelle am Vorabend  (Teil von Regel 1)

Ist:

Aktuell ist der Meldestopp 1h vorher.  

Soll:

Am Tag vorher ist Meldeschluss (Bis 19 Uhr am Vorabend): Tauschen oder Löschen eines Startes ist auch bis 1h vorher möglich, das Pferd muss aber genannt sein.  

Argumentation:

-        Administrative Arbeit wird erleichtert

-        Besser Planung wird ermöglicht    

 

4. Feste Kopfnummern bei Pferdeeintragung  

Ist:

Aktuell bekommt jedes Pferd jedes Wochenende eine neue Kopfnummer  

Soll:

Beim Eintragen des Pferdes als Sportpferd, bekommt jedes Pferd eine Chipkarte, welches auf der Rückseite eine feste großgeschriebene fette Nummer hat (Vom Richterturm erkennbar). Diese Startnummer gilt ein Leben lang. Auf der Vorderseite steht Alter, Name, Farbe, Mutter, Vater. Da 4 Nummern in Deutschland sicher nicht ausreichen, wäre denkbar es auf 5 zu erweitern u. bspw. den Verband als ersten Buchstaben mitzugeben O für Oldenburg oder H für Holstein etc. Generell wäre ja denkbar auch Buchstaben mit aufzunehmen. In diesem Fall reicht es ja leicht. Wenn ein Pferd 3 Jahre in Folge nicht fortgeschrieben wird, wird die Nummer neu vergeben. Sollte im 4 Jahr das Pferd dann erneut an den Start gehen wollen, muss der Pferdepass erneut eingeschickt werden u. eine neue Nummer wird vergeben. 

Argumentation:

-        Einfacher

-        Administration fällt weg

-        Eindeutigkeit des Pferdes kann bei einer Pferdekontrolle etc. direkt nachgewiesen werden (Ein Pferd unter anderem Namen reiten kann so unterbunden werden)

-        Angelehnt am Österreichischen System

- Aufnahme von Ziffern u. Zahlen dadurch entsteht diese Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten:

Zahlen + Ziffern = 36  

4 Stellen: 36^4= 1.679.616

5 Stellen: 36^5= 60.466.176

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5. Verpflichtend A0, L0, M0  

Ist:

Der Veranstalter kann selbst entscheiden welche Prüfungen als A0, L0 oder M0 angeboten werden. Wenn das Pferd außer Konkurrenz startet, darf dieses nicht mehr an normalen Wertungsprüfungen teilnehmen.  

Soll:

Standard Prüfungen A, L, M werden immer auch als A0, L0 und M0 angeboten. Eine Startberechtigung verfällt nicht durch einen außer Konkurrenz Start.  

Argumentation:

-        Korrekturpferde können unkompliziert in A oder L Prüfungen gestartet werden -        Pferde die erst 7 jährig in den Sport kommen, können unkompliziert und pferdefreundlich ausgebildet werden

- Sportpferd nach Verletzungspause wieder ans Turniergeschehen gewöhnen

-        Weniger Administration  

-  A0 u L0 bringt Profis und Amateure näher zusammen, da Profis ihre Jungpferde so auch am Samstag vorstellen können. Dadurch werden diese zum Coachen Ihrer Schüler eher mitfahren.

- Kleinere Turniere gewinnen so an Startern. Diese Turniere tragen meist nur maximal bis M Niveau aus. Wenn Jungpferde nun auch in A u L außer Konkurrenz gestartet werden dürfen, werden auch Jungpferde Ausbilder diese Turniere besuchen.

- Argument gilt für Punkt: "Verpflichtend A0, L0, M0" und Punkt: "5 Jährige Pferde in Standard L": Aktuell ist es für einen Berufstätigen Amateur mit LK 3 und höher nicht möglich ein Junges Pferd auszubilden, außer er nimmt Urlaub. Warum? Die Jungpferde Prüfungen finden meist nur unter der Woche statt. A Springen sind meist nur für LK 4 u. 5 freigegeben.  

 

6. Klassenunabhängiges Starten  

Ist:

Innerhalb eines Turniers darf man nur über 2 Klassen Starten A u. L / L u. M  

Soll:

Komplette Verabschiedung der Regel. Pferd darf am Freitag A Springen gehen u. am Sonntag S Springen. (Evtl. Eingrenzung: nur Springpferdeprüfung oder wenn über mehrere Klassen, zählen nur die 2 höchsten, alle anderen automatisch außer Konkurrenz)  

Argumentation:

-        Unnötige Administration

-        Nervöse Pferde, welche eigentlich eine höhere Klasse laufen könnten, können so zunächst pferdefreundlich an den neuen Turnierplatz gewöhnt werden

-        Negativ Bsp. Die Pferd-/Reiterkombination, welche am Sonntag S-Springen reitet am Freitag im A-Springen auf Sieg. (Wer das behauptet, hat nur theoretische Kenntnisse von diesem Sport. Wird in der Praxis niemals vorkommen, dass ich aber am Donnerstag eine Springpferde A, am Freitag eine Springpferde L u. am Sonntag eine Springpferde M starte, kann sehr wohl sinnvoll sein.  

     

7. Umbenennung der Prüfungen  

Ist:

A, A**, L, M*, M**  

Soll:

Man sollte hier kleinere Schritte anbieten, und von der Benennung weggehen. Vorschlag: 80, 85, 90, 95, 100, 105, 110, 115, 120, 125, 130, 135, 140  

Argumentation:

-        International lesbar

-        Pferde-und reiterfreundlicher  

-        Veranstalter fragen sich nun wie dies umsetzbar ist. Soll dann für jede Höhe eine Platzierung stattfinden, und nach jeder Höhe ein neuer Parcour aufgebaut werden? Nein! Angedacht ist hier das der Parcour für die höhen 80 – 100, 105 – 120, 125 – 130 gleichbleiben, und nur nach den einzelnen Teilnehmergruppen erhöht wird. Eine Platzierung findet im Anschluss der jeweiligen Gruppe gemeinsam statt. Ein Reiter welcher vorher A Springen geritten ist, kann nun individueller auf sein oder das Nivea seines Pferdes eingehen. Dadurch entsteht auch nicht mehr Wartezeit der Reiter etc. Ein Problem sehen wir hier allerdings bei der Platzierung. Wenn min. 4 Platziert werden müssen, so wie das aktuell ist, wird das sehr schwierig. Dadurch muss in diesem Zuge auch Regel 8 umgesetzt werden.  

 

8. 1/3 wird platziert, unabhängig der Starterzahl

Ist:

Aktuell wird ¼ platziert. Bei geringerer Starterzahl müssen mindestens 4 Reiter platziert werden

Soll:

1/3 der Teilnehmer wird platziert. Unabhängig der gestarteten Anzahl  

Argumentation:

-        Unabhängige Platzierung zur Starterzahl

-        Bei 6 Startern werden auch nur 2 Platziert  

-        Negativ Bsp. Da starten nur 3, habe ich endlich eine Chance auf eine Platzierung… Absolut Falsches Motiv. Geht auf Kosten des Pferdewohls, da in diesem Bsp. entweder das Pferd oder der Reiter dem Niveau nicht gerecht wird.

 

9. Aufteilung in Abteilungen nur zur Platzierung  

Ist:

Aktuell müssen Abteilungen schon bei der Startfolge geteilt werden.

Bsp:

-        L Springen 1. Abt.  LK 4 u. 5 L Springen 2. Abt.  LK 2 u. 3

-        Springpferde A 1. Abt. 4J Springpferde A 2. Abt. 5J  

Soll:

bei der Platzierung aufteilen, nicht aber die Startfolge beeinflussen  

Bei Springpferdeprüfungen sollte dies Generell Verpflichtend sein, da aktuell 4j Pferde sich mit 6j Pferden messen müssen.

Argumentation:

-        Weniger Stress, Tierfreundliches u. passendes Abreiten möglich

-        Generell wird eine Platzierung nach Leistungsklassen oder Pferdealter möglich. Das ist deutlich gerechter u. für die Vermarktung durchsichtiger.  

- In Springpferdeprüfungen sollte dies generell Verpflichtend sein, da aktuell sich 4j Pferde mit 6j Pferden messen müssen.

- Wie weit diese Regel im Standardbereich zum Einsatz kommen soll, muss diskutiert werden. Bei Jungpferdeprüfungen verpflichtend. (Durch Punkt 8 „1/3 Platzierungsregel“ spielt das auch keine Rolle wie wenig in einer Abteilung platziert werden)

 

10. 5-Jährige Pferde in Standard L Springen  

Ist:

5-Jährige Pferde dürfen nicht in Standard L Springen starten    

Soll:

5-Jährige Pferde dürfen in Standard L Springen starten  

Argumentation:

-        Sinnhaftigkeit fehlt

-        Staffelung wäre so viel Sinnvoller. 

4J Pferde Startberechtigt: Springpferde A u. L und Standard A

5J Pferde Startberechtigt: Springpferde A, L, M und Standard A, L

6J Pferde Startberechtigt: Springpferde A, L, M und Standard A, L, M

7J Pferde Startberechtigt: Offen

- Springpferde Prüfungen finden meist unter der Woche u. nicht am Wochenende statt. Wie soll ein Berufstätiger welcher Montag – Freitag einen Bürojob hat sein 5J Pferd in einer höheren Prüfung als A** starten? Wenn der Berufstätige LK 3 oder höher hat ist ohne die A0, L0 Regel ein Start generell nicht möglich.   

 

11. 6-Jährige Pferde in Springpferde A  

Ist:

6-jährige Pferde dürfen ab einer gewissen Anzahl an Erfolgen nicht mehr in Springpferde A starten.  

Soll:

4, 5, 6-jährige Pferde dürfen unabhängig von Erfolgen in allen Springpferdeklassen starten  

Argumentation:

-        Pferdefreundliche Ausbildung    

- Aktuelles Reglement verliert durch Punkt 9 „Aufteilung in Abteilungen zur Platzierung“ an Bedeutung, da somit generell sichergestellt wird das eine Chancengleichheit besteht.

- Eine Alternative zu dieser Regelanpassung, wäre es, zumindest die Grenze nach oben zu setzen. 6J Pferde welche L oder M platziert sind, sind in Springpferde A nicht startberechtigt. (Wieder viel Administration, aber kann man diskutieren.)  

 

12. Start Reihenfolge nicht nach Pferdenamen sondern von Reiter wählbar  

Ist:

Aktuell muss die Startreihenfolge nach dem Pferdenamen sortiert sein. (Standardprüfung, nicht bei Springpferdeprüfungen)   

Soll:

Freies wählen der Startreihenfolge bei mehr als Einem Pferd. Ausgenommen Final o. Qualifikations Prf.  

Argumentation:

-        Manche Pferde(A) müssen länger abgeritten werden als andere(B). Wenn in der Prüfung nun 20 Starter sind u. ich 1 und 15ter bin, kann ich Pferd A welches länger abgeritten werden muss an erste Stelle setzen. So kann ich dieses lang genug abreiten.

-        Dient dem Pferdewohl    

-         Pferdewohl wichtiger als Chancengleichheit

-         Dient der Pferdefreundlichen Ausbildung    

 

13. Gebissregeln Springen an den Erfahrungen des Reiters orientieren

Ist:

Zu komplizierte Regelung  

Soll:

Angleichen der Regelung. Anpassung an Berufsreiter u. Amateure oder an Leistungsklassen orientieren.  

Argumentation:

- Ab LK 3 Freie Gebisswahl

- So haben die Richter mehr Verantwortung vor Ort. (Berufsreiter sind den Richtern bekannt)

-        Pferdefreundlicher: Viele Gebissvarianten ermöglichen eine feinere Hilfengebung, als zugelassene Gebisse.

-        Der Sport soll immer leichter aussehen, durch leichte Hilfengebung wird dies unterstützt

-        Hackamor ist für manche Pferde deutlich angenehmer als ein Maulgebiss -        Hackamor nicht erlaubt, Dreiring u. Pelham allerdings schon

-        Klasse A Dreiring mit einem Zügel erlaubt, mit Zwei Zügeln ab M**    

 

14. Gebissregeln Dressur  

Ist:

Ab L** muss mit Kandare geritten werden  

Soll:

Freie Gebisswahl bis Inter B  

Argumentation:

-        Angleichung an FEI Reglement

-        Pferdefreundlichere- und pferdeorientierte Ausbildung

-        Tierschutz       

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