#sunitwigger- KEC - zesamme stark

Die Kölner Haie befinden sich mit Blick auf die zurückliegenden Jahre in einer erkennbaren, insbesondere sportlichen, Abwärtsspirale. Unter diesem Eindruck hat sich die Gruppe #SuNitWigger zusammengefunden, bestehend aus unterschiedlichsten Fans der Kölner Haie, um diese zu unterstützen. Wir benennen Missstände aus Fan- und Zuschauersicht. Daraus leiten wir Lösungsansätze ab, von denen wir glauben, dass sie eine positive Entwicklung für die Zukunft der Kölner Haie einleiten können. Dafür haben wir vier zentrale Thesen ausgemacht, die in diesem Positionspapier dargestellt und erläutert werden.

1.) Dauerhafte Festlegung auf ein sportliches Konzept

a) Wie wir es wahrnehmen:
Anspruch und Wirklichkeit klaffen seit Jahren auseinander. „Gute“ Spieler meiden oder verlassen den Club, „mittelmäßige“ Spieler werden verpflichtet, die Saisonziele werden regelmäßig verpasst. Der Verein befindet sich einer Abwärtsspirale und ist sportlich in der schlechtesten Verfassung der Vereinsgeschichte.

b) Unsere Position:
- Vorgabe der sportlichen und inhaltlichen Grundausrichtung von Gesellschafter-Ebene: Ausbildungsklub vs. Meisterschaftskandidat

c) Wie wir es zukünftig gerne sehen würden:
Klares Bekenntnis, in welche Richtung sich der Club bewegen will und mit dem zur Verfügung stehenden Etat auch kann. Grundsätzlich muss das Ziel der Kölner Haie sein, eine Mannschaft zu stellen, die um den Titel mitspielt. Transparente Darstellung auch der finanziellen Verzahnung von Profiabteilung und Gesamtverein, damit das gewählte Konzept Akzeptanz findet und von einer breiten Basis getragen werden kann.

2.) Konsequente Umsetzung des formulierten sportlichen Konzepts mit Ausrichtung aller Strukturen darauf

a) Wie wir es wahrnehmen:
Strukturen auf und neben dem Eis sind aufgebläht und verschlingen Ressourcen. Spielerverpflichtungen leben nur von Netzwerken, aber nicht von aktivem Scouting. Verträge werden ohne Augenmaß geschlossen. Es gibt eine Diskrepanz zwischen kommunizierter, sportlicher Ausrichtung (= konsequentes Fördern der Spieler aus der eigenen Jugend) und der tatsächlichen Umsetzung (= Nachverpflichtung von durchschnittlichen „Importspielern“, nicht ausreichende Eiszeit für Nachwuchsspieler in der Breite, etc.). Das Marketing des Clubs hat kein langfristiges Konzept und kein „Motto“.

b) Unsere Position:
- Vollständige und effiziente Nutzung aller Ressourcen / finanzieller Mittel, um den bestmöglichen sportlichen Ertrag zu erzielen
• Größtmögliche Sportkompetenz im Bereich Geschäftsführung / Sportdirektor
• Personell effizientes Trainerteam
• Personell effiziente Geschäftsstelle
• Aufbau / Ausbau Bereich Scouting („kreative“ Verpflichtungen von Spielern mit Potenzial außerhalb der DEL, aus Ligen in Europa und Nordamerika)
• Kluge Vertragsgestaltung, um ggf. kostspielige Vertragsauflösungen zu vermeiden
- Beschreibung der eigenen Identität
- Konsequente Umsetzung der Club-Strategie durch die sportlich Verantwortlichen (Trainer, Sportdirektor, etc.) und Einfordern dieser durch die Geschäftsführung
- Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings am formulierten sportlichen Konzept und der formulierten Identität

c) Wie wir es zukünftig gerne sehen würden:
Schlanke Strukturen, dafür mit höchst effizienten Abteilungen und personell dem eigenen Anspruch entsprechende Fachkompetenz. Entwicklung einer Scoutingabteilung, die nicht nur in Nordamerika, sondern auch auf dem ganzen europäischen Kontinent tätig ist. Entwicklung einer Identität, die aussagt, wofür der Club steht und Durchsetzung dieser Identität in alle seine Bereiche. Prüfen des Abschließens von Verträgen, die Boni für mannschaftliche und individuelle sportliche Erfolge stärker bewerten. 

3.) Entwicklung einer sportlichen Leistungskultur innerhalb des Klubs

a) Wie wir es wahrnehmen:
Der Club beschäftigt überwiegend „Importspieler“, die über ihren sportlichen Zenit hinaus sind, oder nicht gut genug, um das Team nachhaltig zu prägen. Die etablierten deutschen Spieler leben keine erfolgsorientierte Leistungskultur vor und versprühen keinen inneren, selbstverständlichen Ehrgeiz, mit den Kölner Haien Titel zu gewinnen oder Spieler aus der eigenen Jugend, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, zu führen. Dazu entsteht bei vielen Spielen der Eindruck der „Lustlosigkeit“ und der Ergebnisverwaltung.

b) Unsere Position:
- Spieler und alle am Spielbetrieb Beteiligten identifizieren sich mit der formulierten Identität des Clubs
- Entwicklung einer Leistungskultur gemessen an sportlichen Leistungen
- Entwicklung einer „Siegermentalität“, „Gier“ nach größtmöglichem, sportlichem Erfolg im Rahmen der formulierten sportlichen Ziele und darüber hinaus

c) Wie wir es zukünftig gerne sehen würden:
Spieler, die die Werte des Clubs leben und auch aktiv auf die Fans zugehen. Spieler, die die Tradition wie auch die Identität des Clubs kennen und mit Überzeugung repräsentieren. Führungsspieler, die sich über sportliche Leistung definieren und damit ein Vorbild für den Rest des Teams sind, die eigene, sowie die Teamleistung stets kritisch bewerten und den maximalen sportlichen Erfolg in den Fokus ihres Handelns setzen.

4.) Transparente Kommunikation mit den Fans

a) Wie wir es wahrnehmen:
Der Club kennt seine Fans, Zuschauer und „Kunden“ nicht. Social-Media-Beiträge (z.B. „Liebeserklärung“) gehen an den Bedürfnissen der Fans meist vorbei oder beschönigen offensichtliche Missstände. Das Merchandising ist nicht zeitgemäß und / oder oft nur eingeschränkt verfügbar. Es herrscht eine völlige Intransparenz hinsichtlich wirtschaftlicher Themen, sowie mit Blick auf den Spielbetrieb (Verletzungen und deren Dauer, Healthy Scratches, Vertragslaufzeiten, Lieferverzögerungen, etc.). Rückmeldungen dauern lange oder erfolgen nicht. Daraus erwächst das Gefühl, den Verein interessieren die Fans gar nicht, bzw. diese werden nicht wertgeschätzt. Viele Aktionen wirken wenig durchdacht oder nur halbherzig umgesetzt, beispielsweise die „Treue-Dauerkarte“ 2020/2021.

b) Unsere Position:
- Fokus auf sportliche Themen
- Ausgewogene „Social-Media-Strategie“, die sowohl die Bedürfnisse der „alten“ Fans berücksichtigt als auch auf die Hinzugewinnung „neuer“ Fans ausgerichtet ist.
- Fehlende Wertschätzung / Fans fühlen sich wie ein „Geldverleiher“
- Kommunikation von Hintergründen zu Personalentscheidungen (Intention von Verpflichtungen, Vertragslaufzeiten, Spieltag, …) mit Blick auf das festgelegte sportliche Konzept
- Selbstkritische Auseinandersetzung mit sportlicher und administrativer Arbeit
- Enge Zusammenarbeit mit Fans im Bereich Marketing / Merchandising

c) Wie wir es zukünftig gerne sehen würden:
Entwicklung des Bereichs „Merchandising“ in Zusammenarbeit mit den Fans, z.B. Umfragen (wissen, welche Größen und Spielernamen besonders beliebt sind). Gelungenere Balance im Bereich „Social Media“ zwischen sportlichen und nicht-sportlichen Themen, Tradition thematisieren (Erfolge, Meilensteine, Jahrestage, …). Konzept „Wofür stehen die Haie“ umsetzen. Sportliche Standortbestimmung und Informationen zum Spieltagskader einen Tag vor dem Spiel, öffentlicher Saisonabschlussbericht. Abläufe auf der Geschäftsstelle prüfen. Durchdachtere Aktionen die auch bei den Fans ankommen. Berücksichtigung vorgebrachter Ideen, bzw. Zusammenarbeit des Vereins mit Fans, zu Ideen und deren Umsetzung bei solchen Aktionen. 

 

Köln, im März 2022


Für das Positionspapier:
Die Initiatoren von #SuNitWigger - KEC – Zesamme stark.

Unterstützt von folgenden Fanclubs:
• Agneshaie e.V.
• Club 622
• Die HAIni's
• Die HAITEREN
• Eiskratzer
• Fidele Haie
• Hainzelmännchen Köln
• Halunkenloge
• KEC Fanclub Spich 83
• Koijnitschi Akula
• Legio Colonia
• Porz Urbach
• Red Sharks Cologne
• Rheinhaimische
• SouthSharks Cologne
• Voreifel Haie

Weitere Unterstützer:
• Kölner Haie Fans (Facebookgruppe)


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