Erweiterung der Mountainbike Trails im Fischbachtal

Im November 2019 wurde in Zusammenarbeit mit der lokalen Mountainbike Community, dem Geo Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Gemeinde Fischbachtal, eine Initiative zur Erweiterung der Fischbachtaler Mountainbike Strecke FI1 ins Leben gerufen.

Die derzeit bereits vorhandene FI1 MTB-Strecke sollte dabei um 7 zusätzliche Trails erweitert werden. Dabei sollte u. a. auch der technische Anspruch der Trails gesteigert werden, um sowohl die Attraktivität des Streckennetzes zu erhöhen, als auch den "Wildwuchs" an illegalen Trails entsprechend zu kanalisieren und einzudämmen.

Die neu geplanten Trails sollten ausschließlich in das vorhandene natürliche Gelände eingebettet werden und es sollten dadurch keine zusätzlichen Bauwerke, wie Sprünge etc. entstehen.   

Nachdem anfänglich die volle Unterstützung, sowohl von den Verantwortlichen der Gemeinde Fischbachtal, als auch von Hessen Forst und Geo Naturpark vorlagen, wurde das Projekt nun auf Eigeninitiative des Bürgermeisters der Gemeinde Fischbachtal kurzerhand eingestellt.  

Auch auf mehrfache Nachfrage der beteiligten Vertreter der Mountainbike Community, was nun zu diesem Sinneswandel geführt hat, wollte der Bürgermeister keine konkrete Stellung nehmen.

In einem diesbezüglichen Facebook Kommentar hies es lapidar: Zitat: "Hintergrund sind unvereinbare Positionen, die im Vorfeld erkennbar waren." 

Auf der Internetseite der Gemeinde Fischbachtal wird die Einstellung des Projektes nach außen folgendermaßen dargestellt:

Zitat: "Nach vielen Gesprächsrunden mit örtlichen und überörtlichen Akteuren hat sich nun herausgestellt, dass der größte Konsens darin besteht, die Nutzergruppen auf die bestehenden Wege zu lenken."  

Aus Sicht der bisher bei den Verhandlungen involvierten Vertretern der Mountainbiker, ist es hier jedoch keinesfalls zu dem in der Mitteilung der Gemeinde Fischbachtal angegebenen "Konsens" gekommen. Unseren Informationen zur Folge sind es vielmehr individuelle Interessen einzelner, aufgrund derer nun die Interessen hunderter von Mountainbikern zurückgestellt werden sollen.

Die MTB-Branche boomt wie nie zuvor, es werden jährlich immer mehr Räder gebaut, die einzig für den Trailsport ausgelegt sind. Allerdings steigt der Ausbau der hierfür benötigten Infrastruktur nicht proportional zu den Verkaufszahlen. Im Gegenteil, vielerorts kommt es hier regelmäßig zu Gefährdungen von Beteiligten (Mountainbikern) und Unbeteiligten (Wanderer, Fußgänger, etc.). Zur Eindämmung des dadurch entstehenden "Wildwuchses" werden dann äußerst umstrittene Maßnahmen ergriffen. So werden dann beispielsweise gesunde Bäume in die illegalen Trails geschlagen, um die Durchfahrt temporär zu verhindern.  

All das erscheint aus unserer Sicht wenig zielführend, es sollte hier vielmehr darin investiert werden, für alle MTB-Sportler auch geeignete Streckennetze zur Verfügung zu stellen und somit die Sportler auf diese Strecken zu kanalisieren und dadurch den Wildwuchs zu unterbinden. Wir sind überzeugt davon, dass dies für alle Beteiligten der richtige Weg ist und das hierdurch das gemeinsame Miteinander in der für uns alle sehr wertvollen Ressource "Wald" gefördert wird.

Die Gemeinde Fischbachtal wirbt in ihrer offiziellen Stellungnahme des Weiteren auch zu konstruktivem Austausch hierzu. Zitat: "Bürgermeister Philipp Thoma, Gemeinde Fischbachtal, ist für den konstruktiven Austausch dankbar: Wir freuen uns über die rege Beteiligung bei der Meinungsfindung vor Ort".  

Dies möchten wir nun gerne auch zum Anlass nehmen, die hier beschriebene Online Petition zu starten. Wir bitten euch daher um eure Stimme für den weiteren Ausbau des Fischbachtaler MTB Trail-Netzes, sowie der damit verbundenen Eindämmung des illegal entstehenden Wegenetzes in der Gemeinde Fischbachtal. 

Den kompletten Artikel der Gemeinde Fischbachtal findet ihr hier: https://www.fischbachtal.de/rathaus/rathausnachrichten/gemeinde-und-geo-naturpark-nutzergruppen-auf-bestehende-wege-im-fischbachtal-lenken-id_1119/  

Vielen Dank für eure Stimme, wir zählen auf euch...!!!     

 

Weiter Details zum Vorhaben:

• Es sollen legale Mountainbike-Strecken mit hohen Anforderungen an die Fahrtechnik in den Waldgebieten der Gemeinde Fischbachtal entstehen (Streckenklassen „Enduro“ und „All-Mountain“ – kein „Downhill“).


• Die Strecken sollen aus mindestes 5, besser 7 verschiedenen Abfahrten in entsprechender räumlicher Entfernung bestehen. Dies soll eine Mindestattraktivität schaffen, so dass das Nutzen oder Errichten illegaler Trails keine Vorteile mehr bringt.


• Es gibt Vorschläge für 7 mögliche Streckenverläufe. 


• Die Strecken sollen so gestaltet werden, dass der technische Anspruch im Vordergrund steht, und so die Fahr-Geschwindigkeiten niedrig gehalten bzw. kontrolliert werden.


• Einmündungen/Überschneidungen mit anderen Wegen im Wald sollen durch die Streckenführung so ausgeführt werden, dass diese nur mit niedriger Geschwindigkeit befahren werden können.


• Beim Anlegen der Strecken soll gänzlich auf Baumaßnahmen wie Baggern o.ä. verzichtet werden. Es soll ausschließlich mit den vorhanden Geländeverläufen gearbeitet werden. In den meisten Fällen dürfte das Entfernen des Laubs und des losen Gehölzes in einer Breite von 50-90 cm ausreichend sein. Es soll keine typische Wegbefestigung (kein Schotter oder maschinelle Verdichtungsmaßnamen) vorgenommen werden, stattdessen sollen naturfeste Trampelpfade entstehen. Die Wege sollen dabei möglichst natürlich mit vorhandenen Steinen und Unebenheiten bleiben, auf Begradigungen soll verzichtet werden. An einzelnen Stellen könnten Maßnahmen zur Wegbefestigung nötig sein, um den Boden vor Erosion zu schützen.


• Es sollen keine Bäume für das Vorhaben gefällt werden. Die Strecke soll um die Bäume herumgeführt werden. An manchen Stellen wird es erforderlich sein, die Strecke freizuschneiden (z.B. seitlich hineinragende Äste/Büsche).


• Die Strecken sollen so weit möglich, nah an bereits bestehenden Wegen verlaufen, um bestehende Ruhezonen möglichst wenig zu beeinträchtigen.


• Es sollen keine künstlichen Hindernisse geschaffen werden, so dass die Strecken nur Waldtypische Gefahren enthalten. Dadurch werden zusätzliche Haftungsrisiken im Vergleich zu herkömmlichen Wanderwegen vermieden.


• Es soll ein MTB-Verein gegründet werden, der die Pflege der Wege übernehmen wird, so dass hierfür keine Kosten für die Gemeinde entstehen.


• Das Mitwirken am Projekt soll allen Interessierten offenstehen, um sie mit in das Projekt einzubinden.


Thomas Späth und Stefan Schönleber    Verfasser der Petition kontaktieren




Facebook