Rigi: 800‘000 sind genug!

Stand 19. November 2019 handschriftliche Unterzeichnungen (per Post erhaltene Unterschriftenbögen): +48 Unterschriften sowie +53 Erstunterzeichnende (Liste weiter unten einsehbar) 
Unterschriftenbogen zum Sammeln von Unterschriften. Herzlichen Dank!

Seit Monaten berichten die Medien regelmässig und kritisch über den in der Schweiz zunehmenden Massentourismus. Mit Schrecken muss man feststellen, dass auch die in der Bevölkerung beliebte Ausflugsdestination, die Rigi, mit heute knapp einer Million Reisenden pro Jahr, ihren einmaligen Charakter verliert – und das mit der einen Ausrede, nämlich den “wirtschaftlichen Gründen” und “wenn wir es nicht tun, tun es andere”.

Im Jahr 2018 beförderten die Rigi Bahnen 972’000 Passagiere, davon 60’000 nach Rigi Scheidegg. 2009 waren es noch 553‘000 Reisende. In wenigen Jahren werden es nochmals massiv mehr sein, vor allem wegen den für den Massentourismus relevanten wachstumstreibenden Kräften in Asien (Prognose +150% bis 2030, gemäss einer Studie). Die für die Rigi wichtigen klassischen Besucherinnen und Besucher, die die besonderen Qualitäten der Rigi schätzen, werden so endgültig verdrängt. Denn die Rigi Bahnen planen unbeirrt an der Erhöhung der Transportkapazitäten und der Attraktivierung der Rigi weiter, mit dem Ziel die am Tropf des internationalen Pauschaltourismus hängende Wachstumsstrategie voranzutreiben (“Rigi verträgt mehr als eine Million Gäste”, Luzerner Zeitung, 30.9.19).

Wir fordern den Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG auf, zur Kenntnis zu nehmen, dass das touristische Wachstum auf der Rigi in der Bevölkerung Unmut erzeugt. Die Rigi ist mit dem Massentourismus und einer Million Reisenden pro Jahr unter Druck und ihre touristischen und ökologischen Grenzen sind weit überschritten. Die massenweise die Rigi aufsuchenden Reisegruppen aus Asien und Übersee hinterlassen einen skandalösen ökologischen Fussabdruck. Die Geschichte, Identität und Zukunft der Rigi, die ein alpiner Symbolberg ist, stehen auf dem Spiel.

Mit dieser Petition fordern wir vom Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG, das wiederholt von der Bevölkerung kritisierte ungebremste Wachstum infrage zu stellen und sich für eine Begrenzung der Zahl der Fahrten / Passagiere sowie die Aufwertung der Natur- und Landschaftsressourcen einzusetzen.

Dies beinhaltet:

- dass der Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG den im Jahr 2016 erstellten “Masterplan RIGI” durch ein Tourismuskonzept ersetzt, das sich prioritär an den Natur- und Landschaftswerten der Rigi orientiert und für das 800'000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr eine akzeptable Obergrenze sind. Das ist im Interesse der Allgemeinheit. Denn die Rigi gehört der Bevölkerung und nicht den Rigi Bahnen. 

- dass er den einseitig auf die asiatischen Wachstumsmärkte ausgerichteten Gästemix mit Pauschalreisegruppen, die die grössten Volumen bringen, mit einem glaubwürdigen Marketing neu ausrichtet, das den Preis für den Besuch der Königin der Berge nicht im globalen Billig-Tourismus verhökert.

- dass er vom schonungslosen Eingriff in die geschützte Landschaft (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler 1606 Vierwaldstättersee) für den Bau einer Gondelbahn mit 14 Masten absieht. Eine Gondelbahn verschandelt das Landschaftsbild aufs Gröbste – und sie hat eine vom Vierwaldstättersee aus gut sichtbare und massiv störende “Wöschhänki” am Rigi-Südhang zur Folge.

Um die in der Verantwortung des Verwaltungsrats der Rigi Bahnen AG liegenden offenkundigen Fehlentwicklungen auf der Rigi zu korrigieren benötigen wir Ihre Stimme!

· Engagieren Sie sich mit der Unterschrift unter diese Petition, die die Anliegen breiter Bevölkerungskreise und von umweltbewussten Politikerinnen / Politikern aufnimmt sowie ein Aufruf an alle Entscheidungsträgerinnen und -träger ist, mit uns für einen umweltverträglichen Tourismus auf der Rigi.

· Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für eine intakte Natur und die einmaligen Landschaftswerte der Königin der Berge ein.

· Helfen Sie mit, die Rigi als Erholungsgebiet für künftige Generationen zu erhalten. Die Rigi soll auch eine sanfte Erholungsdestination der Bevölkerung bleiben, denn sie ist meist nebelfrei, hat immer bessere Luft als die Talregionen, bietet im Sommer Abkühlung, strahlt Ruhe aus und lädt zum Verweilen und Wandern ein.

Jede Stimme zählt, um die Rigi auch für künftige Generationen als Erholungs- und Freizeitgebiet zu erhalten!
 Sie können bis zum 31. Januar 2020 unterschreiben und über diesen Link für die handschriftliche Unterzeichnung auch Unterschriftenbögen herunterladen und diese auf dem Postweg einreichen. Machen Sie Bekannte und Freunde via soziale Medien oder eine persönliche E-Mail auf die Petition aufmerksam. Herzlichen Dank!

Erstunterzeichnende (53 Personen) 

René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad, Initiant der Petition
Herbert Reinecke, Dipl. Betriebsökonom – EMBA, Zug / Rigi Kaltbad, Mitinitiant der Petition

Werner Bätzing, emeritierter Professor für Kulturgeographie, Bamberg
Edwin Beeler, Filmemacher, Innerschweizer Kulturpreisträger 2017, Luzern
Renate und Wolf Berthold, Weggis
Andrea Bollinger, alt Grossrätin SP, Basel-Stadt
John Wolf Brennan, Musiker und Komponist, Weggis
Rolf E. Brönnimann, Präsident und Managing Partner, SH Swiss Hospitality Group AG, Hergiswil
Beat Bühlmann, Journalist und Gerontologe, Luzern
Cécile Bühlmann, alt Nationalrätin Grüne, Luzern
Monica Chappuis-Speiser, Meggen
Hanspeter Fischer, Architekt HTL, Ennetbürgen
Konrad Fischer, Hotelier und Kulturorganisator, Hotel Hammer, Eigenthal
Dorly Frei und Max Ulrich, Rigi Kaltbad
Monique Frey, Kantonsrätin Grüne, Luzern
Laura Gallati, Musikerin, ehemalige Grossrätin Unabhängige Frauenliste Luzern, wohnhaft in Berlin
Anton Gunzinger und Seraina Gunzinger Morell, Super Computing Systems AG, Zürich
Diego Hangartner, Küsnacht
Eveline Hasler, Schriftstellerin und Autorin
Regula Hasler, MAS Soziale Arbeit, Weggis
Frieder Hiss, Architekt / Fachberater Landschaftsschutz, Luzern
Katharina Christina Hüni, Küsnacht / Rigi Kaltbad
Christina Hurst-Prager, Zürich / Lumbrein, GR
Peter Klemm, Technischer Direktor, Luzerner Theater
Regula Kunz Bechtler und Ruedi Bechtler, Hotel Castell, Zuoz
Christina Ljungberg, Titularprofessorin, Englisches Seminar, Universität Zürich
Richard Maurer, Weggis
Werner und Bernadette Naef-Bienz, Weggis
Rita Oberli, Zug / Rigi Kaltbad
Margareta Reinecke, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Luzern / Rigi Kaltbad
Ruth Reinecke-Dahinden, Luzern
David Roth, Kantonsrat SP, Luzern
Martin Rumscheidt, Theologe, Atlantic School of Theology, Dover, New Hampshire, USA
Antoinette Schmid, Fotografin, Rigi Kaltbad
Robert Schwere, Zahnarzt (Praxis Luzern von 1987 bis 2016)
Rosemary Smeets und Gustaaf Smeets, Weggis
Regula Stämpfli, Politologin, Diepoldsau / München
Anita Stettler, Comano / Zürich
Peter Vock, Wohlen / Rigi Kaltbad
Stanislaus von Moos, Kunsthistoriker, Zürich / Ennetbürgen
Monica von Rosen Nestler, Künstlerin und Journalistin, Berlin   
Franziska Waldis Guglielmetti, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Luzern / Rigi Kaltbad
Paul Widmer, Historiker, Winterthur / Rigi Kaltbad
Mathys Wild, Cham
Benno Wüest, Betriebsökonom, Küssnacht am Rigi
Susanne Zurmühle, Weggis

Medienberichte (Auswahl ab 20.9.19)

"Rigi: 800'000 sind genug!", Wochen-Zeitung, Vitznau, 15.11.19
"Tourisme suisse, la masse critique", Temps présent, RTS 1, 7.11.19
"Petition fordert Touristen-Obergrenze", Fabian Duss, Freier Schweizer, Nr. 89, S. 3, 5.11.19
"Rigi: Neue Petition lanciert", Luzerner Zeitung
, 2.11.19
"Petition gegen zu viele Gäste - 800'000 Touristen auf der Rigi sind genug!", Blick, 1.11.19

"Einheimische befürchten Touristen-Run auf die Rigi", bluewin.ch, 4.10.19 
"Billig-Touristen stürmen die Rigi", Anian Heierli, Blick, 4.10.19
"Weggis: Hier geht es um die grundsätzliche Entwicklung der Rigi", Leserbrief René Stettler zusammen mit Cécile Bühlmann, alt Nationalrätin Grüne, Luzern; Frieder Hiss, Architekt / Fachberater Landschaftsschutz, Luzern; sowie Herbert Reinecke, Zug / Rigi Kaltbad; Luzerner Zeitung, 20.9.19

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