Keine Erweiterung Gewerbegebiet Roetgen

Was sind wir doch stolz auf unser schönes Roetgen – seit kurzer Zeit dürfen wir uns sogar offiziell „TOR zur EIFEL“ nennen.

Nur- wie ist das gemeint?  Beginnt mit Roetgen die schöne Eifel oder ist ganz Roetgen ein Tor, das man passieren muss, um in die schöne Eifel zu gelangen?  Also Roetgen quasi als Durchfahrtstrecke?

Wir sind der Meinung, Roetgen tut alles, damit das Zweite zutrifft. So wurde im Bauausschuss am 12. März dieses Jahres gegen die Stimmen von Grünen und  FDP die Aufstellung für eine Flächen-nutzungsplanänderung  zugunsten eines Gewerbegebietes am Ortseingang von Roetgen beschlossen.

Dieses Gebiet befindet sich gegenüber dem jetzigen Gewerbegebiet und liegt genau an der Stelle, an der man jetzt noch einen wunderschönen Blick auf Roetgen hat. Auch wenn das Panorama im Sommer durch die Bäume am Ravelweg etwas eingeschränkt ist, so ist der Blick im Winter auf den beleuchteten Ort einfach traumhaft und erfreut alle Passanten.

Obwohl das Gebiet laut Aussage der Verwaltung eigentlich viel zu klein ist, um sinnvoll erschlossen und gewerblich genutzt werden zu können, setzt man sich über Regionalplan und Landschaftsplan hinweg und  ignoriert, dass es sich hier um Landschaftsschutzgebiet handelt und im Plangebiet selber ein geschütztes Biotop (Seggen- und binsenreiche Nasswiesen) liegt.

Wir verstehen es nicht:  einerseits will man mit Wanderstation, Vennbahn, Eifelsteig und neuen Übernachtungsmöglichkeiten den Tourismus fördern und als Eifelkommune punkten, andererseits will man für ein paar Euro Gewerbesteuereinnahme jeden Ankömmling gleich verschrecken, indem man ihn mit malerischen Gewerbebauten und Hallen empfängt.

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