Rettet Haus Dietz
Verfasser der Petition kontaktieren
link zur geschichte des nachbarhauses
hier steht mehr zur geschichte von Margarethe Ullrich und ihrem Haus in der Kurfürstenstraße, schöne bilder gibt es auch ;)
Seite 18 und 19! http://issuu.com/friedrich/docs/friedrich-zeitschrift-fuer-potsdam-februar-2011
Potsdam sollte sich glücklich schätzen, dass in dieser Kulturstadt auch Bauhaus-Architektur beheimatet ist. Es wäre eine Schande für die Stadt und insbesondere für die regierenden Entscheidungsträger, wenn ein solches historisches Denkmal -wieder mal- geldlichen Interessen geopfert wird!
Sibylle und Bernd-Dieter Schmeichel
Jede Stadt lebt durch vielfältige Facetten ihrer Baukultur, nicht durch beliebige, geringfügig variierte Kopie ein und derselben.
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Replik leider nicht schutzwürdig!
Ich möchte hier noch den Schluss eines Artikels aus dem Baunetz zitieren: "Wenn es also einen Grund gibt, sich für den Erhalt des Hauses Dietz einzusetzen, dann ist es vorrangig die Tatsache, dass mit diesem Bauwerk eine originelle Facette der allgegenwärtigen Rekonstruktionsdebatte aufscheint: Welches Schutzbedürfnis kann ein Wiederaufbau eines modernen Baus für sich beanspruchen, der seinerseits einer bereits abgeschlossenen Epoche entstammt?" (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-DDR-Rekonstruktion_in_Potsdam_bedroht_1646865.html?source=nl) Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.
Re: Replik leider nicht schutzwürdig!
#10: - Replik leider nicht schutzwürdig!
Das Amt für Denkmalpflege hat nicht mit der Abrissgenehmigung zu tun, diese ist auch gar nicht erteilt worden, sondern eine Bauvoranfrage positiv beantwortet worden... Ansonsten: Kann man ein Haus nicht einfach mal stehen lassen, weil es schön ist? Muss man alles abreißen, was kein Denkmal ist? Ich verstehe dieses Festmachen am Denkmalstatus nicht. Sicher, der Eingang ist verschandelt, und der (ehemalige) Eigentümer ist nur zur Hälfte Schuld, weil die Stadtverwaltung eine massive Blockbebauung in der Leiblstraße genehmigt hat, die jetzt gerade dazu führt, dass das Haus Ullrich (Denkmal) zerstört wird.
Mut zu Rekonstruktionen
Auch der Markusturm von Venedig ist nach seinem Zusammensturz wieder aufgebaut worden, ebenso die sieben romanischen Kirchen in Köln, die während des Krieges zerstört worden sind, der zweite Turm bei St. Servatius in Quedlinburg ist hinzugefügt worden bei Überformung und Angleichung des ersten und bis dato einzigen und bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Fassadenfarbe beim Schloss Caputh war die Entscheidung zu treffen, ob die ursprüngliche Farbe für das Haus ohne seinerzeitigen Anbau oder aber die dann andere Farbe bei Hinzufügung des Anbaus zu verwenden wäre. Das Ergebnis: beides, obwohl das Haus in dieser Farbkombination nie ausgesehen hat.
Potsdam hat in der Wilhelm-Staab-Straße und im südlichen Teil der Dortustraße eine ganze Reihe Barockbauten, die nie so ausgesehen haben wie sie jetzt dort stehen, es sind frei schöpferische Entwürfe in der frühen Phase der DDR als das Neue Deutschland im Rahmen des Nationalen Wiederaufbaus das Alte - selbst in Preußen nicht - noch nicht mit Füßen trat.
Insofern ist auch trotz der Veränderung des Eingangs - trotz der behaupteten Verschandelung des Eingangs - der jetzige Bau m. E. eine erhaltenswürdige Schöpfung. Facettenreicher und originärer jedenfalls als dasjenige, was bei Computer Aided Design an seiner Stelle stehen soll.
Re: Re: Replik leider nicht schutzwürdig!
#11: - Re: Replik leider nicht schutzwürdig!
Im Rahmen der Bauvoranfrage ist das Amt für Denkmalpflege beteiligt worden. Man kann sich natürlich über die Wortwahl streiten. Aber nach Brandenburger Bauordnung ist eine genehmigte Bauvoranfrage, die den Abriss eines Hauses beinhaltet wohl auch eine Abrissgenehmigung. Hierzu bedarf es ja leider nicht einmal mehr einer Genehmigung. Der ehemalige Eigentümer hat zur Begründung angegeben, dass die erwähnte Blockbebauung den Wert seines Grundstücks (NICHT des Hauses) erheblich mindert. Hallo???
Aber ich gebe Ihnen Recht: natürlich ist das Festmachen am Denkmalstatus gerade beim Haus Dietz nicht angebracht! Insbesondere weil es ein Verdienst der DDR-Denkmalpflege war, dass das Haus entgegen der herrschenden ökonomischen und ideologischen Doktrin erhalten bzw. wiederaufgebaut wurde. Dass dies mit der Auffassung von Denkmalpflege nichts zu tun hat, ist aber leider so und deshalb aus rechtlicher Sicht nicht schutzwürdig.
Insofern wird diese Petition hoffentlich den zukünftige Investor dazu bewegen, auf einen Abriss zu verzichten...
Herausforderung ist, ein eigenes Zeichen zu setzen, ohne in erklärter GEGEN-Herrschaft zum Vorfindbaren der Umgebung seinen Stempel aufzudrücken.
Baudenkmäler sind zu erhalten!!
Die Politik hat NICHTS begriffen, wer will sich denn da mal wieder LiebKind machen.
Mir wird oft übel wenn ich diesen hilflosen Aktioniusmus erlebe.
Katrine Lihn - Tradition trifft Moderne
Bin 58 Jahre alt, Babelsberger, und habe sehr wenig Kunstverständnis. Aber schon als Kind und Jugendlicher war ich von diesem Haus angetan. An meinem Beispiel sieht man deutlich, dass selbst Leute mit niedrigem Bildungsniveau Kunst erkennen können. Mit manch anderer Kunst kann ich nichts anfangen, aber hier habe ich sie erkannt. Es wäre schade darum. Ich wünsche Ihnen und Uns viel Glück bei dieser Aktion.
Ps. Nur ein kl. Hinweis. Nachdem man seine Daten eingegeben hat erscheint: "Unterschriebe diese Petition" und unten nochmal " Dien E-Mail". da hatte wohl jemand zu flinke Finger beim schreiben. Könnte aber auch "Holländisch" sein??? ;-) LG Helmut Neumann
Re: Unbegreiflich warum die Denkmalschutzbehörden es zu dieser Entwicklung haben kommen lassen!
Die Frage ist m. E. recht einfach beantwortet: Weil Denkmalschutz nicht vom Schönheitsempfinden von Menschen ausgeht, sondern unabhängig davon, wie weit ein Gebäude historischen Zeugniswert hat. Insofern kann auch ein kubischer Betonkasten nach dieser Logik Denkmalwert bekommen.
Was einen einzelnen Bau beim Letztgenannten angeht, kann ich da sogar noch mitgehen. Weshalb aber bei einem Feuchtigkeitsschaden oder bei einem Brand oder bei Bombentreffern und der anschließenden Zerstörung bei einem kompletten Wiederaufbau der besagte Zeugniswert unwiderbringlich dahin sein soll, das kann ich nur erklären damit, dass hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde.
Nicht die Wiederherstellung eines wirklich stadtbildprägenden, be-deutenden Gebäudes kann ein Übel sein, sondern der Vorwurf einer unbilligen Kopie, wo das Gebäude selbst im Menschen als be-deutendes weiterlebt. Sei es in Form des Stadtschlosses, der Garnisonkirche oder - zu DDR-Zeiten und hoffentlich heute auch - des Hauses Dietz.
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