Tideanschluss - Alte Suederelbe - verhindern

Die alte Süderelbe soll wieder an den Hauptstrom der Elbe angeschlossen werden.

Diese angekündigte Zerstörung eines Naturparadieses gilt es in jedem Fall zu verhindern.

 

 
Die ias (Interessengemeinschaft Alte Süderelbe e.V.) hat zum Thema Öffnung Alte Süderelbe ein Positionspapier herausgegeben. Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

Durch wiederholte Elbvertiefungen hat sich die Intensität und der Ausschlag der Tide stark verändert, jeder Segler kann ein Lied davon singen. Um diesem Problem zu begegnen, wurde in Kooperation der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen das Forum Tideelbe gegründet. Die einseitige Öffnung der Alten Süderelbe bei vollem Tidenhub ist mittlerweile der einzige Vorschlag, der noch auf dem Tisch ist. Doch die Probleme und Vorbehalte überschatten die eher geringe Wirkung der Maßnahme:

- Der Effekt auf die Höhe der Tide würde bei nur etwa 3cm liegen! Auch die Fließgeschwindigkeit lässt sich so weit flussaufwärts kaum verringern.

- Eingetragene Sedimente und Schlick setzen sich ab, ähnlich wie beim Mühlenberger Loch. Ständige Unterhaltsbaggerungen wären die Folge. Das Gebiet käme nie wirklich zur Ruhe.

- Die Alte Süderelbe dient der Entwässerung umliegender Bereiche. Bei Starkregen oder Westwind würde der Wasserstand der Süderelbe höher liegen, als im Binnenland. Tiefer gelegene Gebiete würden regelrecht absaufen.

- Die rechtliche Grundlage für eine weitere Elbvertiefung ist die Schaffung von großen Flachwasserzonen. Die Alte Süderelbe ist GENAU das und damit in Hamburg einzigartig. Es wäre völlig unlogisch dieses Biotop zu zerstören um Ähnliches künstlich an anderer Stelle anzulegen.

- Die alten Deiche können den Flutschutz nicht gewährleisten, weshalb zusätzlich Bauten wie Spundwände hinzu kommen würden.

- Im Osten müsste am Storchennestsiel ein mindestens 65m breites Sperrwerk errichtet werden.

- Die gute Fischpopulation würde sich komplett verändern und auch die Auswirkungen auf die Vogelwelt wären verheerend. So würde bspw. der empfindliche Eisvogel ganz verschwinden.

- Der Obstbau ist durch immer längere Hitzeperioden noch mehr auf die Bewässerung angewiesen. Diese wäre durch den schwankenden Grundwasserpegel und den zusätzlichen Salzeintrag gefährdet.

- Private Grundstücke und Gärten an der Alten Süderelbe würden tideabhängig überflutet. Die Anwohner sind nicht bereit ihre Flächen abzugeben und die entsprechende Unterschriftensammlung liegt dem Forum Tideelbe vor.
Ihr seht, die Liste ist lang und es hat den Anschein, als ob gegen alle Bedenken gehandelt werden soll, um die jahrelange Planung nicht ad absurdum zu führen. Das kann nicht die Lösung sein! Lasst uns dieses undurchdachte Mammutprojekt kippen, bevor es zu spät ist!
 
 

 

 

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Wasserverbände Finkenwerder & Moorburg, 3. Meile Altes Land, Interessengemeinschaft ALte Süderelbe e.V. (Holger Maciolek)    Verfasser der Petition kontaktieren




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