Protest gegen die Novellierung des Tierschutzgesetzes 2012/ETN eV


Gast

/ #298 Warum nicht vor Ort helfen?

2012-10-10 18:14

Was ich nicht verstehe: Wenn die Rettung von Hunden und Katzen aus dem Ausland nach Deutschland so dermaßen arbeitsintensiv, umständlich und mitunter auch sehr teuer ist - wieso unterstützen dann die Tierschützer nicht private Tierheime vor Ort und versuchen vor Ort die Tiere an Menschen zu vermitteln, die ein Tier gut behandeln.

Es kann doch nicht sein, dass im Ausland alle Menschen alle Haustiere hassen und schlecht behandeln. Außerdem könnte man mit dem eingesparten Geld, mit Spenden und Patenschaften ein Tierheim am Laufen halten. Wenn dort vor Ort Leute stärker mit einem fairen Umgang mit Tieren konfrontiert werden, wenn bspw. Leute von vor Ort im Tierheim arbeiten und für die Problematik sensibilisert werden, sich das langsam in ihrem Bekanntenkreis rumspricht... wäre dass nicht für den Tierschutz vor Ort viel besser?

Ich habe die Befürchtung, dass durch das Retten einzelner Tiere nach Deutschland eher der Eindruck entsteht, 'die dort sind alle schlecht zu Tieren, wir sind alle gut zu Tieren'. Das hilft vor Ort dann herzlich wenig, vor allem wird es die grundlegende Problematik - wie geht der Mensch mit Tieren um - nicht groß veränden.

Oder steckt da das Helfersyndrom dahinter - es reicht halt nicht sich in Deutschland einen ausgesetzten/vernachlässigten/verletzten Hund aus dem Tierheim zu holen, nein er muss aus dem Ausland gerettet sein. Da fühlt man sich dann noch besser und kann immer eine spannende Geschichte erzählen.