Erklärung zu den Morden in Hanau

Verfasser der Petition kontaktieren

vielen Dank für die Unterstützung der Petition!

2020-03-06 09:16:25

An alle, die die Petition unterstützt haben,

vielen Dank für die Unterstützung der Petition, die den Gewerkschaften vorschlug, am Tag der Trauerfeier in Hanau um 11:50 Uhr für 10 Minuten die Arbeit niederzulgen. Bemerkenswert die Vielzahl und Ernsthaftigkeit der Kommentare, die deutlich gemacht haben, dass es auch Ihnen um ein sehr wichtiges Anliegen geht.

Ich möchte zunächst kurz die Koordination vorstellen, von der diese Petition ausging: An dieser Koordination sind Initiativen, Organisationen und auch zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter beteiligt. Sie bildete sich im Jahr 2018 zur Vorbereitung des 100. Jahrestages der Revolution 1918/19. Wir glauben, dass die Erinnerung an diese Revolution eine größere Bedeutung in unserem Geschichtsbewusstsein haben sollte. Diese Revolution war nicht nur die Geburtsstunde der ersten Republik, sondern hatte auch viele Forderungen zum Ziel die bis heute nicht durchgesetzt werden konnten, so die Forderungen nach Sozialisierung, Entmilitarisierung und Demokratisierung auch in der Wirtschaft und in den Betrieben. Wir halten diese Forderungen immer noch für aktuell: Siehe unsere gemeinsame Erklärung die von über 70 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern unterschrieben wurde: https://1918unvollendet.org/unsere-gemeinsame-erklaerung/Daher sprechen wir von einer unvollendeten Revolution und haben auch der Koordination diesen Namen gegeben.

Zur Zeit bereiten wir mit zahlreichen kleineren und größeren Veranstaltungen den 100. Jahrestag des Generalstreiks gegen den Kapp-Lüttwitz Putsch vor. In diesen Veranstaltungen thematisieren wir den rechten Terror heute und dessen Wegbereiter: https://1918unvollendet.org/veranstaltungen-2/

Am 14. März wird es eine öffentliche Kundgebung in Berlin Schöneberg zum 100. Jahrestag des Generalstreiks geben, zu der wir alle einladen, siehe der Aufruf im Anhang und unter: https://1918unvollendet.org/ Die Erinnerung an diesen Generalstreik ist deswegen so wichtig, weil er zeigt, welche Macht die Beschäftigten durch gemeinsames Handeln in den Betrieben und Verwaltungen entfalten können.

Als uns die Nachricht von den 10 Morden in Hanau erreichte, waren wir davon überzeugt, dass es notwendig und möglich ist, in den Betrieben und Verwaltungen ein Zeichen gegen den rechten Terror und ihre Wegbereiter zu setzen. Deswegen starteten wir zwei Petitionen, die sich an unterschiedliche Adressatenkreise richteten.

Diese Petitionen haben mit Eure Unterstützung eine große Wirkung erreicht. Arbeitsniederlegungen bzw. Gedenkminuten am Mittwoch, den 4. März um 11:50 Uhr wurden unterstützt von:

der IG Metall Hanau-Fulda
dem Gesamtbetriebsrat der Daimler AG
den Bezirke Mitte, Baden-Württemberg und Küste der IG Metall
dem DGB Hessen-Thüringen
Ver.di Hessen
ver.di Berlin- Brandenburg
der IG Metall Berlin
bundesweit der GEW
der IG BCE für ihre Mitgelider in Hessen und Thüringen

Die Nachweise dazu und weitere Hinweise finden sich unter:
https://www.labournet.de/

oder unter:

https://1918unvollendet.org/


In der Regel wurde diese Aktion gemeinsam mit den Arbeitgebern vorbereitet und auch gemeinsam dazu aufgerufen. Es wäre aber der Tod der Meinungsfreiheit, solche Demonstrationen von der Zustimmung der Arbeitgeber abhängig zu machen. Solche Aktionen sind in erster Linie Demonstrationen der abhängig Beschäftigten. Das Wichtigste war für uns: Alle, die sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligt haben, haben ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt und deren Wegbereiter gesetzt. Deshalb waren die Petition und die Arbeitsniederlegungen ein Erfolg.

Das macht Mut. Gegenmacht statt Ohnmacht.

Mit solidarischen Grüßen
Benedikt


RA Benedikt Hopmann

Mitteilung über unsere Petitionen an die Gewerkschaften

2020-03-02 06:27:28
Hier  Mitteilung über unsere Petition per Mail heute an die Gewerkschaften:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir haben eine Petition an Euch gerichtet:

https://www.petitionen.com/erklaerung_zu_den_morden_in_hanau#form  Diese Petition kann eingesehen werden mit Namen und Kommentar der Unterstützerinnen und Unterstützer.

https://weact.campact.de/petitions/10-minuten-arbeitsniederlegung-gegen-rechte-gewalt-und-deren-wegbereiter?  Hier ist die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer jederzeit einsehbar.

Der Wortlaut dieser beiden Petitionen

"Wir schlagen vor, dass die Gewerkschaften zu einer 10-minütigen Arbeitsniederlegung aufrufen, am Mittwoch, dem 04. März, um 10 Minuten vor 12.00 Uhr - am Tag der zentralen Trauerfeier der Stadt Hanau.

Warum ist das wichtig?

94 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 sind offiziell anerkannt. Nach Langzeitrecherchen von Tagesspiegel und Zeit online sind es mindestens doppelt so viele. In den vergangenen Monaten wurde der Regierungspräsident Walter Lübcke ermordet, wurde in Halle versucht, mit Sprengsätzen und Schusswaffen in eine Synagoge einzudringen, in der sich über 50 Menschen aufhielten, es wurden dabei zwei Menschen ermordet. Jetzt in Hanau wurden 10 Menschen ermordet. Es ist Zeit, dass die Gewerkschaften ein deutliches Zeichen gegen rechte Gewalt setzen, auch gegen diejenigen, die den Boden für diese Gewalttaten bereiten. Es geht um uns alle. Es geht um unsere Zukunft. Schon einmal wurde alles zerstört, was von den Gewerkschaften erkämpft wurde".

Die bisherige Wirkung dieser Petitionen

Diese Petitionen blieben nicht ohne Wirkung:

  • die IG Metall Hanau Fulda schlägt Arbeitsniederlegungen jetzt am Mittwoch, den 4. März 2020 um 11:50 Uhr vor;
  • der Gesamtbetriebsrat und der Vorstand der Daimler AG vereinbarten Gedenkminuten jetzt am Mittwoch zur Mittagzeit an allen deutschen Standorten.
  • ver.di Hessen schlägt ebenso wie die IG Metall Hanau-Fulda Arbeitsniederlegungen am Mittwoch vor.

Zum Wortlaut dieser Erklärungen und weiteren Information:

https://1918unvollendet.org/

Auch labournet infomiert sehr genau und aktualisiert laufend: www.labournet.de

An die Vorstände und Bezirksleitung der Gewerkschaften

Wir rufen den DGB-Vorstand, die Vorstände der Einzelgewerkschaften, insbesondere die Vorstände der IG Metall und von ver.di und ihre Bezirksleitungen: Handelt so, wie es die Petitionen vorschlagen. Ruft am Tag der Trauerfeier der Stadt Hanau, am kommenden Mittoch, dem 4. März um 11:50 Uhr die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung auf. Setzt ein Zeichen gegen rechte Gewalt und diejenigen, die ihr den Boden bereiten.

Es kommt darauf an, unsere gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten einzusetzen, bevor es zu spät ist. Wir dürfen nicht noch einmal den Fehler wiederholen, den wir vor 1933 gemacht haben.

 

RA Benedikt Hopmann
Verfasser der beiden Petitionen
(Tel: 49 030 62 98 55 89)

 


RA Benedikt Hopmann

IG Metall Hanau-Fulda ruft zur Arbeitsniederlegung auf

2020-02-27 04:48:47


 An Alle,

 

hier eine erste gute Nachricht






RA Benedikt Hopmann

Hanau: Trauerfeier am Mittwoch,den 4. März

2020-02-26 18:11:32

Liebe Freundinnen und Freunde,

vielen Dank, dass Sie die Petition '10 Minuten Arbeitsniederlegung gegen rechte Gewalt und deren Wegbereiter' unterschrieben haben.

Es  geht um den Protest gegen Rechts nicht nur außerhalb der Arbeitszeit, sondern auch in den Betrieben und Verwaltungen. 

Ich meine, dass das gemeinsame Handeln im Betrieb ein besonders starkes Zeichen setzen kann gegen rechte Gewalt und gegen diejenigen, die rechter Gewalt den Boden bereiten.

In Thüringen ließ sich ein FDP-Politiker mit den Stimmen der CDU und AFD zum Ministerpräsidenten wählen. Auch wenn dieser FDP-Politiker am nächsten Tag wieder zurück trat, zeigt es doch, wie brüchig die zuvor so viel beschworene Brandmauer gegen die AFD ist.

Die Todesopfer rechter Gewalt iin den vergangenen Monaten mit dem traurigen Höhepunkt der Morde in Hanau fordern uns heraus, uns jetzt für gemeinsames Handeln gegen rechts einzusetzen.

Die Stadt Hanau hat inzwischen bekannt gegeben, dass die Trauerfeier am Mittwoch,den 4. März, stattfinden wird. Wir schlagen den Gewerkschaften vor, an diesem Tag dazu aufzurufen, um 10 Minuten vor 12:00 Uhr die Arbeit nieder zu legen. Alles ist willkommen, was in den Betrieben für diesen Tag an gemeinsamen Handeln beschlossen wird. Gegenmacht statt Ohnmacht!

Wenn Sie diese Petition weiter unterstützen wollen, helfen Sie mit, sie zu verbreiten: Senden Sie den Link zur Petition an Ihre Freund/innen und Bekannte!

https://weact.campact.de/petitions/10-minuten-arbeitsniederlegung-gegen-rechte-gewalt-und-deren-wegbereiter

Nutzen Sie alle Möglichkeiten der sozialen Medien und nutzen Sie das persönliche Gespräch. 

Vielen Dank und solidarische Grüße

Benedikt Hopmann


RA Benedikt Hopmann

Hanau: Trauerfeier am Mittwoch,den 4. März

2020-02-26 18:01:05

Liebe Freundinnen und Freunde,

vielen Dank, dass Sie die Petition '10 Minuten Arbeitsniederlegung gegen rechte Gewalt und deren Wegbereiter' unterschrieben haben.

Es  geht um den Protest gegen Rechts nicht nur außerhalb der Arbeitszeit, sondern auch in den Betrieben und Verwaltungen. 

Ich meine, dass das gemeinsame Handeln im Betrieb ein besonders starkes Zeichen setzen kann gegen rechte Gewalt und gegen diejenigen, die rechter Gewalt den Boden bereiten.

In Thüringen ließ sich ein FDP-Politiker mit den Stimmen der CDU und AFD zum Ministerpräsidenten wählen. Auch wenn dieser FDP-Politiker am nächsten Tag wieder zurück trat, zeigt es doch, wie brüchig die zuvor so viel beschworene Brandmauer gegen die AFD ist.

Die Todesopfer rechter Gewalt iin den vergangenen Monaten mit dem traurigen Höhepunkt der Morde in Hanau fordern uns heraus, uns jetzt für gemeinsames Handeln gegen rechts einzusetzen.

Die Stadt Hanau hat inzwischen bekannt gegeben, dass die Trauerfeier am Mittwoch,den 4. März, stattfinden wird. Wir schlagen den Gewerkschaften vor, an diesem Tag dazu aufzurufen, um 10 Minuten vor 12:00 Uhr die Arbeit nieder zu legen. Alles ist willkommen, was in den Betrieben für diesen Tag an gemeinsamen Handeln beschlossen wird. Gegenmacht statt Ohnmacht!

Wenn Sie diese Petition weiter unterstützen wollen, helfen Sie mit, sie zu verbreiten: Senden Sie den Link zur Petition an Ihre Freund/innen und Bekannte!

https://weact.campact.de/petitions/10-minuten-arbeitsniederlegung-gegen-rechte-gewalt-und-deren-wegbereiter

Nutzen Sie alle Möglichkeiten der sozialen Medien und nutzen Sie das persönliche Gespräch. 

Vielen Dank und solidarische Grüße

Benedikt Hopmann


RA Benedikt Hopmann



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