Nein! zu Rigi-Disney-World

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Rigi: Gedanken zum Jahresende 2022

2022-12-28 13:45:34

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi

Für meine Mitstreiter und mich besteht kein Zweifel: Die Rigi darf nie mehr zum Rummelplatz wie in den Jahren vor Corona werden. Sie soll in erster Linie ein Wander- und Familienberg sowie ein Naherholungsberg für die lokale Bevölkerung bleiben.

Die neue Rigi-Studie zeigt Wege in einen naturnahen und CO2-armen Tourismus auf, der die heute wichtige Frage, wieviel das einmalige Rigi-Erlebnis kosten darf, beantwortet: Eine freiwillige Begrenzung des Gästevolumens mittels Preisanpassung ist unausweichlich. Es darf nicht sein, dass ausländische Gruppenreisende auch künftig 10 bis 15 Franken für ein Rigi-Gipfelerlebnis bezahlen (pro Retourfahrt!), während der Preis für ein Halbtax-Billett 36 Franken, also mehr als das Doppelte (!), und der volle Preis 72 Franken, d. h. ca. das Fünffache (!), beträgt.

Doch der VR und die GL der Rigi Bahnen AG wollen die Rigi mit ihrem lieblichen Etikett «Königin der Berge» auch in Zukunft weit unter ihrem Wert zu Discountpreisen global verscherbeln. An einer Imagekorrektur zu einem hochwertigen touristischen Produkt sind sie nicht interessiert. Sie wollen die Rigi so verwalten, wie sie es immer getan haben – ohne etwas zu verändern.

Mit ihrer grossartigen Landschaft, dem fantastischen Rundblick auf Rigi Kulm, der einzigartigen touristischen Geschichte schon seit dem 16. Jahrhundert (Kaltbad) und mit der ersten Zahnrad-Bergbahn Europas (Vitznau – Staffel, 1871), den guten Anfahrtsmöglichkeiten mit Zug, Schiff, Bus, zwei Zahnradbahnen und mehreren Luftseilbahnen, verfügt die Rigi über sehr gute Voraussetzungen, zu einem Leuchtturm für den nachhaltigen, klimafreundlichen und ökologischen Tourismus zu werden.

Trotz diesen Voraussetzungen förderten der VR und die GL der Rigi Bahnen AG, die sich seit über einem Jahrzehnt als Tourismusunternehmen positioniert, seit 2010 mit einer Volumenstrategie den Massentourismus auf der Rigi und verfolgte bis 2020 eine andere, weder nachhaltige noch klimafreundliche Entwicklung. Obschon die prächtige Landschaft, die sie vermarkten, nicht ihnen gehört. Die Forderungen der Petitionen mit über 8000 Unterzeichnenden nach einer öffentlichen Eigentümerschaft und einer gemeinschaftlichen Bewirtschaftung bleiben bis heute ungehört.

Die ersten Reaktionen auf die Rigi-Studie zeigen: Die aufgrund der Klimakrise jetzt dringendst notwendigen Veränderungen werden ignoriert. Dies in einer Zeit, in der die Ökosysteme unwiderruflich zerstört werden, das Versagen der Märkte offensichtlich ist und das Wirtschafts- und Geldsystem des neoliberalen Projekts schwächelt.

Jetzt ist der Moment gekommen, die Weichen für eine ökologische Zukunft auf der Rigi zu stellen, um den CO2-Ausstoss bis 2030 ohne Kompensation auf Netto-Null zu senken. Jede Umstellung auf ein neues Geschäftsmodell kostet Geld. Angesichts der Klimakrise wird jedoch Nichtstun noch viel mehr Geld kosten.

Wir bleiben dran.

Wir informieren Sie bis ca. Mitte Januar 2023 mit einem Update zu den laufenden Verwaltungsbeschwerden beim Regierungsrat des Kanton Luzern in Sachen Abstimmung in Weggis vom 27. November 2022 betr. dem höchstumstrittenen Seilbahnkorridor und der Umzonung der Bergstation.

Ihnen und Ihren Familien die besten Wünsche fürs kommende Jahr. Bleiben Sie gesund!

Mit grossem Dank für Ihr kontinuierliches Engagement zugunsten der Rigi sowie die wiederkehrende Unterstützung unserer Anliegen.

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad sowie Rigi-Mitstreiterinnen und -streiter


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René Stettler

Weggis: Abstimmung 27. November 2022 – Umstrittener Seilbahnkorridor sowie Umzonung Bergstation Rigi Kaltbad / Stellungnahme der Rigi-Petitionäre

2022-12-03 15:58:20

Stellungnahme der Rigi-Petitionäre zur Abstimmung vom 27. November 2022 – Umstrittener Seilbahnkorridor sowie Umzonung Bergstation Rigi Kaltbad

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi

Am 1. Dezember 2022 haben die 2. Rigi-Petition "Rigi: 800'000 sind genug!" und die 1. Rigi-Petition "Nein! zu Rigi-Disney-World" (2017) zusammen 8001 Unterschriften erreicht. Ein grosser Erfolg! Allen Unterzeichnenden und Personen, die für die Rigi unermüdlich Unterschriften sammeln, ein herzliches und riesiges Dankeschön. Weiter so!

·       Seit 2019 bittet die Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» mit inzwischen 4650 Unterzeichnenden (Stand 27.11.22) den Verwaltungsrat (VR) und die Geschäftsleitung (GL) der Rigi Bahnen AG auf den Bau einer Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad mit 11 Masten und mindestens 22 Gondeln zu verzichten. Eine Gondelbahn verschandelt das Landschaftsbild aufs Gröbste und hätte eine gut sichtbare und massiv störende «Wöschhänki» an der Rigi-Südflanke, die zu den wertvollsten Landschaften der Schweiz gehört, zur Folge.

·       Eine Gondelbahn im extrem steilen Gelände am Rigi-Südhang ist ein brutaler Eingriff in die Landschaft, die zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN 1606) gehört. Bekanntlich stehen die geschützten Schweizer Landschaften unter einem riesigen Druck (siehe Bericht Luzerner Zeitung: Druck auf geschützte Landschaft «enorm», 23.11.22).

·       Wir engagieren uns für die Rigi, die ein alpiner Symbolberg ist, und andere einmalige Schweizer Landschaften. Das Herzstück des naturnahen Tourismus für den wir uns einsetzen, bilden die vielfältigen noch vorhandenen Landschafts- und Naturwerte der Schweiz. Sie sind ein bedeutendes Qualitätsmerkmal. Wir verweisen auf die von uns Rigi-Petitionären und einigen Rigi Bahnen-Aktionären in Auftrag gegebene und im Oktober 2022 publizierte Rigi-Studie. Die Studie listet 119 Projekte und Massnahmen auf, dank denen der Tourismus auf der Rigi klimaverträglich und nachhaltig werden kann. Im Zentrum steht der sorgsame Umgang mit der Landschaft und Natur.

Abstimmungsresultat 

Die Rigi-Petitionäre haben das Abstimmungsresultat zur Teilrevision Zonenplanung und Bau- und Zonenreglement Seilbahnkorridor sowie Bergstation Parzelle GB 1318 zur Kenntnis genommen. Aufgrund der politischen Konstellation und der langjährigen Machtverhältnisse in Weggis musste man mit diesem Ergebnis rechnen. 

Wir bedauern, dass eine Mehrheit der Weggiser Stimmbürgerinnen und -bürger die Bedeutung einer intakten Landschaft an der Rigi-Südflanke sowie die eminent wichtige Funktion des Weggiser Schutzwalds («Chilewald») nicht erkannt hat. 

Aussicht ab Dorfplatz Rigi Kaltbad würde mit einer neuen Bergstation unwiderruflich zerstört

Die Umzonung der Bergstation Rigi Kaltbad ermöglicht es den Rigi Bahnen ein massiv grösseres und neues Gebäude in direkter Nähe zum Känzeliweg zu erstellen. Damit wird die einmalige Panoramasicht ab Dorfplatz unwiderruflich zerstört. Die bestehende Pendelbahn LWRK und ihre Bergstation wurden 1968 vom Architekten Justus Dahinden bewusst unterhalb des Dorfes platziert. Beim Bau des Mineralbads durch Mario Botta im Jahr 2010 hat dieser das bewährte Konzept respektiert und übernommen. Es ist in der Sache absolut unhaltbar, dass der Weggiser Gemeinderat die bestehende Bergstation Parzelle GB 1318 zonenrechtlich der Kur- und Hotelzone zuweist, welche wie der angrenzende öffentliche Dorfplatz der Ruhe, Erholung und prächtigen Aussicht dient. Erst mit dieser Umzonung wird den Rigi Bahnen ermöglicht, die Bergstation höher zu bauen. Als Folge würde diese den Dorfplatz um 3,5 m gegen Westen überragen – um ein ganzes Geschoss.

Gondelbahn: Massive Rodungen im «Chilewald» und an der Krete zu Rigi Kaltbad 

Im Weggiser Schutzwald drohen Rodungen von weit über 4000 m2.
Ab 2023 ist der genaue Umfang der massiven Rodungen im Plangenehmigungsverfahren (PGV) einsehbar. Diverse betroffene Anstösser wehren sich juristisch, dass es an der Rigi-Südflanke zu zerstörerischen Eingriffen im Weggiser Schutzwald kommt. Damit setzen wir ein klares Zeichen an der Rigi, welche der Bevölkerung gehört und nicht dem Monopolunternehmen Rigi Bahnen AG. Auch Pro Natura Luzern und Schweiz, WWF Luzern und Schweiz, Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV), Innerschweizer Heimatschutz (IHS), Pro Rigi, die nationale Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) sowie die Stiftung Helvetia Nostra engagieren sich für den Erhalt des Schutzwaldes und der Landschaft.

Bewilligungsfähigkeit der Gondelbahn ist völlig offen 

Wir wehren uns gegen die willkürlich «verhandelte» Seilbahnplanung des Weggiser Gemeinderats und der Rigi Bahnen und fordern einen unabhängigen Planungsbericht sowie ein neues Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK), welche im Jahr 2023 das aktuelle Projekt der Gondelbahn und insbesondere den geplanten, völlig überdimensionierten 75 Meter hohen Masten Nr. 7 (!) auf der Müseralp prüft und beurteilt. Ob der Bau einer Gondelbahn mit 11 Masten durch die geschützte Landschaft (BLN 1606) umweltrechtlich und sicherheitstechnisch überhaupt bewilligungsfähig ist, ist derzeit völlig offen. Dies wird im PGV oder separat vom Bundesgericht geklärt.

Windanfällige und extrem laute Gondelbahn: Krasse Fehlinvestition 

Das System der geplanten Gondelbahn ist im Gegensatz zur bestehenden Pendelbahn sehr windanfällig. Schon deswegen muss man angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise mit zunehmendem Extremwetterereignissen von einer krassen Fehlinvestition der Rigi Bahnen sprechen.
Wir setzen uns aus diesen Gründen für eine schon heute technisch verfügbare innovative Ersatzlösung der Weggiser Pendelbahn ein: 

-       den 1:1-Ersatz; aktuelles Beispiel: umweltschonender Ersatz der Rothorn-Bahn durch die Bergbahnen Sörenberg AG; die drei Masten werden am gleichen Standort erneuert.

-       oder das neue umweltschonende Drei-Seil-System «TRI-Line» von Doppelmayr / Garaventa mit einem minimalen ökologischen Fussabdruck; siehe aktuelle Planung der Hoch-Ybrig AG.

Im Gegensatz zu einer extrem lauten Gondelbahn mit 11 scheusslichen Masten, die im Dauerbetrieb tagsüber ununterbrochen fährt, sind diese beiden Ersatzlösungen umweltschonend, leise und energiesparend. Eine Gondelbahn verbraucht fast doppelt soviel Strom wie eine Pendelbahn (Studie grischconsulta AG im Auftrag der Bündner Bergbahnen, 2010).
Fazit: Das gigantische Bauvorhaben für eine umstrittene Gondelbahn mit Kosten von ca. CHF 20 bis 25 Mio. in einem besonders artenreichen bislang fast unbebauten Gebiet, ist weder mit Klimazielen, Artenschutz, baulicher Verdichtung, noch mit dem Schutzbedürfnis der betroffenen Anwohner vereinbar. 

Rigi Kaltbad, 27. November 2022 

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad

Initiant der Petitionen «Nein! zu Rigi-Disney-World» (2017) und «Rigi: 800’000 sind genug!» (bis 30. September 2023); Stand Unterschriften beide Petitionen: 7977 (27. November 2022)


René Stettler

Statt 150 m² drohen effektiv über 4000 m² Rodungen an der geschützten Rigi-Südflanke (BLN 1606)

2022-11-08 07:56:18

Weggis: Abstimmung 27. November 2022

Statt 150 m² drohen effektiv über 4000 m² Rodungen an der geschützten Rigi-Südflanke (BLN 1606)

In einer Medienmitteilung vom 23.6.22 der Rigi Bahnen AG (RBAG) wird behauptet, dass die dauerhafte Rodungsfläche für das Gondelbahnprojekt «an allen Stützenstandorten maximal 150 m²» betrage. Leserbrief, René Stettler, Wochen-Zeitung, Vitznau, 4.11.22. mehr.


René Stettler

Abstimmung vom 27. November 2022 – Weggiser Gemeinderat gibt zu, dass die Aussicht ab Dorfplatz Rigi Kaltbad «beeinträchtigt» wird

2022-11-05 16:37:01

Freundinnen und Freunde der Rigi / 7940 Unterzeichnende der Rigi-Petitionen

 Der Gemeinderat von Weggis bestätigt in der Abstimmungsbroschüre (S. 11), dass mit der Zuweisung der bestehenden Bergstation Parzelle GB 1318 in die Kur- und Hotelzone Rigi Kaltbad Zitat «die Aussicht nach West/Süd-West und die Sichtbezüge auf dem Dorfplatz beeinträchtigt werden». Dies als Folge der Expansionspläne der Rigi Bahnen. Die massiv höhere neue Bergstation soll nah zum beliebten Känzeliweg gebaut werden. Dabei spielt es dem Gemeinderat offenbar keine Rolle, dass der Blick auf das Panorama und die Fernsicht verbaut werden!

> PDF Inserat (Wochen-Zeitung, 4.11.22)

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Mit einer neuen Höhenkote von 1439 m ü. M. wird die zonenrechtliche Grundlage geschaffen, den heute landschaftlich offenen Bereich gegen Westen, der unmittelbar an den öffentlichen Dorfplatz angrenzt, massiv störend zu überbauen (Visualisierung der geplanten Bergstation für eine Gondelbahn, wie diese  die Westsicht ab Dorfplatz mutmasslich verunstalten würde). 


René Stettler

OST-Rigi-Studie fordert Verzicht auf mit dem Flugzeug anreisende Asien- und Überseegäste

2022-10-20 12:18:18

Medienmitteilung 20.10.22

Globale Klimakrise: Rigi-Tourismusstudie der Ostschweizer Fachhochschule (OST) fordert grundlegende Kurskorrektur bei der Rigi Bahnen AG (RBAG), Luzern Tourismus AG (LTAG) und Schweiz Tourismus sowie Verzicht auf mit dem Flugzeug anreisende Asien- und Überseegäste

Die am 15. Oktober 2022 von OST publizierte 164-seitige Studie Zukunft Rigi 2030+ fordert radikale Veränderungen im Tourismus. Wenn der Nationalrat über zehn Jahre zwei Milliarden Franken investieren will, um Gas- und Elektroheizungen zu ersetzen, muss auch der Schweizer Tourismus Verantwortung für seinen massiven Ausstoss von schädlichen Treibhausgasen übernehmen: Alle Tourismusdestinationen, insbesondere die Bergbahnen, Hotellerie, Gastronomie sowie auch kommunale und kantonale Behörden sowie der Bund müssen jetzt mit schnellen Massnahmen handeln.

PDF Rigi-Studie OST (ganze Studie, 164 Seiten), publiziert am 20. Oktober 2022
PDF Zusammenfassung Rigi-Studie OST, DE und EN, publiziert am 20. Oktober 2022

 

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René Stettler

Abstimmung 27. November 2022 – Seilbahnkorridor + Umzonung bestehende Bergstation Pendelbahn (GB 1318)

2022-09-09 06:20:33

Abstimmung 27. November 2022 – Seilbahnkorridor und Umzonung bestehende Bergstation Pendelbahn (GB 1318), Weil die Befürworter der Gondelbahn in der Sache keine überzeugenden Argumente haben, lenkt man mit PR-Interviews (Werbung in eigener Sache!) von den eigentlichen Problemen ab.

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi
Liebe Weggiserinnen und Weggiser

Seit 5 Jahren setzen wir uns gegen den Massentourismus auf der Rigi sowie für eine Entwicklung ein, welche auf Natur und Umwelt Rücksicht nimmt. Die Tatsache, dass nun mit einer geplanten Gondelbahn die Kapazitäten von heute 650 auf 1200 Personen im Endausbau erhöht werden sollen, ist unhaltbar. Seit Mai 2022 ist mit dem neuen Rollmaterial von Stadler von Vitznau nach Rigi Kulm im Halbstundentakt eine Verdoppelung der Kapazitäten möglich. Es braucht also auf der Achse Weggis – Rigi Kaltbad keine leistungsstärkere Gondelbahn mit 22 bzw. 32 Gondeln im Endausbau, die zudem fast doppelt so viel Strom verbraucht wie eine herkömmliche Pendelbahn (Studie grischconsulta / Bergbahnen Graubünden, 2010).

Im aktuellen Manifest (Vitznauer Wochen-Zeitung, 24.6.2022) für eine sichere, schnelle und umweltverträgliche Seilbahnverbindung von Weggis nach Rigi Kaltbad haben wir unsere sachlichen Argumente für den 1:1-Ersatz der heutigen Pendelbahn LWRK auf den Punkt gebracht. U. a. geht es um die elementar-lebenswichtige Funktion des Schutzwaldes. 

Weil die Befürworter der Gondelbahn in der Sache keine überzeugenden Argumente haben, lenkt man mit PR-Interviews (Werbung in eigener Sache!) von den eigentlichen Problemen ab. Dazu passen die in dieser Zeitung publizierten Interviews mit dem Rigi Bahnen-CEO Frédéric Füssenich (8.7.22) zu den heruntergespielten Rodungen und dem «eingeseiften» Mediensprecher des Bundesamts für Verkehr (BAV), Michael Müller (2.9.22). 

Als engagierte Bürgerinnen und Bürger setzen wir uns für eine umweltschonende Tourismusentwicklung auf der Rigi ein. Für den 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn weisen wir nochmals auf folgende Punkte hin:

1. Die Einzonung des Seilbahnkorridors «auf Vorrat» im geschützten Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN-Gebiet 1606, Vierwaldstättersee) ist Gegenstand von 23 laufenden Einsprachen. Ein bis zu 60 Meter breiter Korridor mit 11 scheusslichen, die hochexponierte Rigi-Südflanke beeinträchtigenden Masten, ist für die bundesrechtlich geschützte Landschaft völlig unhaltbar.  

2. Ob eine Gondelbahn durch eine der wertvollsten Landschaften der Schweiz (BLN 1606) am steilen Rigi-Südhang umweltrechtlich und sicherheitstechnisch bewilligungsfähig ist, wird erst ab 2023 im Plangenehmigungsverfahren (PGV) – oder noch separat vom Bundesgericht geklärt. 

3. Mit einem Nein am 27.11.2022 lassen sich die Weichen in Richtung 1:1-Ersatz der Pendelbahn stellen. Ein Ja bedeutet jedoch nicht freie Fahrt für die Gondelbahn, sondern anhaltende Unsicherheit über die künftige Verbindung zwischen Weggis und Rigi Kaltbad. 

4. Im Interview mit dem BAV wird suggeriert, dass wenn am 27.11.2022 der viel zu breite Seilbahnkorridor abgelehnt würde, dies auch das Aus für die künftige öffentliche Erschliessung, also eine neue Seilbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad, bedeuten würde. Fakt ist, dass eine Ablehnung des Umzonungsgeschäfts eine neue öffentliche Auflage zur Folge hätte, mit dem Zweck die kommunale Nutzungsplanung für eine moderne Pendelbahn mit 2 Kabinen mehrheitsfähig zu machen. Ein Nein zum Seilbahnkorridor ist als Weichenstellung für den 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn zu verstehen. Dass «bei einer Ablehnung des Seilbahnkorridors keine neue Bahn gebaut und betrieben werden könnte», wie der BAV-Sprecher argumentiert, ist demzufolge eine rein propagandistische Aussage.  

5. Gemäss Planungs- und Baugesetz (PBG Kanton Luzern) müssen neue Bauzonen im Gelände markiert werden. Der Gemeinderat von Weggis hat anlässlich der öffentlichen Auflage im November 2021 keine Aussteckung der Masten gemacht. Der Seilbahnkorridor und die 11 z. T. riesigen Masten sowie wüsten Betonsockel wurden in keiner Weise visualisiert. Dies wäre mit roten Ballonen und z. B. Holzsockeln möglich gewesen. Ein klarer Verstoss gegen das Planungs- und Baugesetz (Art. 61 Abs. 3). 

6. Fehlende kantonale Richtplanung: Der Weggiser Gemeinderat hat es unterlassen die richtplanerischen Grundlagen für die massiv leistungsstärkere Gondelbahn in die Wege zu leiten. Diese sind für Erweiterungen von intensiv genutzten Tourismus- und Freizeitanlagen mit Auswirkungen auf Raum und Umwelt erforderlich, weil die beabsichtigte Steigerung der Transportkapazitäten (Verdoppelung!) ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und landschaftliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

7. Der Gemeinderat von Weggis und die Rigi Bahnen zerstören mit der Umzonung der bestehenden Bergstation der Pendelbahn GB 1318 auf Rigi Kaltbad das Gesamtensemble des öffentlichen Dorfplatzes und der nutzungsbeschränkten Kur- und Hotelzone Rigi Kaltbad. Die heutige Erholungsqualität des Dorfplatzes, welche die Bevölkerung, Einheimische sowie Touristen und die Besucher des Mineralbads sehr schätzen, wird torpediert.

Fazit

 -       Der 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn mit nur drei Masten ist eine sichere und umweltverträgliche Lösung, die den Ortsteil Rigi Kaltbad auch künftig erschliesst. Eine Gondelbahn mit 11 Masten bzw. ein Seilbahnkorridor von bis zu 60 Metern Breite steht im völligen Widerspruch zum gemäss RPG verlangten haushälterischen Umgang mit dem wertvollen Boden.  

-       Ein NEIN am 27.11.2022 bedeutet, dass der Weggiser Gemeinderat den Seilbahnkorridor überarbeiten muss. Ein neutrales von der Gemeinde unabhängiges Planungsbüro hat diese Aufgabe zu übernehmen. 

-       Für die Revision der Planung bleibt bei einem 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn genügend Zeit, weil die laufende Konzession bis zum 30.9.2027 verlängert wurde. 

-       Das Gondelbahnprojekt wurde in den vergangenen Jahren mehrere Male mit grossen Änderungen überarbeitet. Deshalb fehlt im Moment der Überblick. Entsprechend ist das Gutachten der Eidg. Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) vom 13.12.2019 nicht mehr aktuell und aussagekräftig. Eine Neubeurteilung der Sicht auf die geschützte Rigi-Südflanke vom See her (Schiff) durch die Kommission ist zwingend. Dabei ist die eminent wichtige Funktion des Weggiser Schutzwalds (Chilewald) als fehlendes Kriterium in die Beurteilung aufzunehmen. 

-       Wir können die Aktionärinnen und Aktionäre der Rigi Bahnen und die Weggiser Steuerzahlenden vor den immensen Kosten für die für den Bau einer Gondelbahn notwendigen Schutzverbauungen nur warnen. Es drohen exorbitant höhere Baukosten. 

-       Bitte stimmen Sie am 27. November 2022 NEIN zu einem bis zu 60 Meter breiten Seilbahnkorridor sowie NEIN zur Umzonung der bestehenden Bergstation GB 1318 auf Rigi Kaltbad. 

Für weitere Informationen oder Fragen: https://rigi-800000-sind-genug.ch


René Stettler

Propagandistische Aussagen von Rigi Bahnen-CEO Frédéric Füssenich zu den Rodungen für den Bau einer Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad

2022-07-15 06:48:35

Liebe Weggiserinnen und Weggiser
Liebe Kaltbaderinnen und Kaltbader
Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi – 7738 Unterzeichnende der Rigi-Petitionen (Stand 15.7.22) 

In der Wochen-Zeitung vom 8.7.2022 haben sich die Rigi Bahnen zum Seilbahnkorridor und den umfangreichen Rodungen geäussert. Die Argumente der Geschäftsleitung vermögen in der Sache nicht zu überzeugen. Als Votanten für den 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn LWRK informieren wir Sie über unsere Stellungnahme in der Wochen-Zeitung von heute 15.7.22 (S. 9). 

Fazit

-       Man kann es drehen und wenden wie man will: Eine Gondelbahn mit 11 Masten ist laut, braucht massiv mehr Platz und fast doppelt so viel Strom (Studie grischconsulta AG, 2010). Die Rigi Bahnen fahren eine Risikostrategie. Es drohen exorbitant höhere Baukosten. 

-       Bitte stimmen Sie am 27. November 2022 (neuer seit gestern bekannter verschobener Abstimmungstermin) NEIN zu einem bis zu 60 Meter breiten Seilbahnkorridor sowie NEIN zur Umzonung der bestehenden Bergstation GB 1318 auf Rigi Kaltbad. 

Für weitere Informationen oder Fragen: https://rigi-800000-sind-genug.ch


René Stettler

Neues Ungemach: Windräder auf der Rigi / Geplante Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad verbraucht fast doppelt soviel Strom wie die bestehende Pendelbahn

2022-07-09 14:03:35
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Photomontage: PD 

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi 

Auf der Rigi droht nebst der geplanten Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad mit 11 scheusslichen Masten weiter Ungemach. 

Klare Haltung bei Rigi-Windrädern 

Wir lehnen vonseiten beider Rigi-Petitionen mit über 7700 Unterzeichnenden die Windkraft-Pläne auf der Rigi ab. Eine intakte Landschaft wie die Rigi ist ein schützenswertes Gut, auch für die nächste Generation.  

An den landschaftlich prachtvollen Abhängen der Rigi Energie mit Windrädern zu erzeugen, ist eine befremdliche Idee. Dass die Korporation Weggis nach Wegen sucht, die Wärmepumpe ihres Wärmeverbunds mit CO₂-freiem Strom zu betreiben, umschifft das eigentliche Dilemma: Im Kern geht es um den Energiehunger der Gesellschaft. 

Angesichts der dramatischen Klimakrise muss man jetzt griffige Massnahmen zur Drosselung des Energieverbrauchs und Begrenzung des ökonomischen Wachstums über alles stellen. 

Windvorkommen sprechen gegen die geplante Gondelbahn  

Im Bericht des Tages-Anzeigers vom 7.7.2022 ("Doch Windräder auf der Rigi?") verweist der Weggiser Korporationsvertreter auf die Windvorkommen auf der Rigi. Der geplante Bau einer windanfälligeren Gondelbahn steht in einem krassen Widerspruch zu dieser Aussage. Die vorhandenen starken Windvorkommen wie z. B. bei Föhn – u. a. auch auf der Müseralp wo ein 75 Meter (!) hoher überdimensionierter Masten geplant ist – sprechen klar gegen den Bau einer Gondelbahn, die schon punkto Verfügbarkeit den Realitätstest nicht besteht. 

Patscherkofelbahn steht bei Föhn regelmässig still 

Seit Jahren steht die Gondelbahn auf den Innsbrucker Patscherkofel in der Kritik. Dort müssen aufgrund des Föhns und Windgeschwindigkeiten die Anlagen immer wieder eingestellt werden. Erfolglos hatten die Kritiker dieser von der Rigi Bahnen AG als "Referenzanlage" gepriesenen Bahn (!) eine Revitalisierung der alten bewährten Pendelbahn gefordert. Das wäre die billigere und weniger aufwändige Lösung gewesen. Siehe den Leserbrief von Peter Vock, Wohlen / Rigi Kaltbad, in der Wochen-Zeitung vom 8.7.2022: Betriebswirtschaftlich vertretbar?

Eine Gondelbahn braucht fast doppelt so viel Strom 

In Zeiten exorbitant steigender Energiepreise ist die Frage berechtigt, ob es betriebswirtschaftlich sowie aus Energieeffizienzgründen überhaupt vertretbar ist eine neue Gondelbahn zu bauen, die im Dauerbetrieb fast doppelt soviel Strom verbraucht wie eine leistungsfähige Pendelbahn. Eine Studie der grischconsulta AG im Auftrag der Bündner Bergbahnen hatte dies schon 2010 nachgewiesen ... . 

Fazit 

Mit dem jüngsten Entscheid des Bundesrats bzw. des UVEK mit Departementsvorsteherin Simonetta Sommaruga und angesichts der explodierenden Preise für Gas und Strom, dürfte der politische Druck mehr Strom in der Schweiz zu produzieren und Abhängigkeiten vom Ausland zu reduzieren, in den Kantonen massiv zunehmen. 

Den Windkraft-Plänen auf der Rigi ist eine klare Absage zu erteilen. Wir werden diese Vorhaben mit Vehemenz bekämpfen. Das kantonale Ausbaupotenzial ist zu erreichen, ohne Gebiete wie die Rigi zu tangieren, die im geschützten Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN 1606) stehen. 

Unter Abwägung aller Aspekte ist der 1:1-Ersatz gegenüber einer neuen Gondelbahn, die fast doppelt soviel Strom verbraucht wie eine leistungsstarke Pendelbahn, im täglichen Betrieb und auch bezüglich Umsetzung, die robustere und umweltverträglichere Lösung.

Mit herzlichen Rigi-Grüssen 

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad, Aktionär Rigi Bahnen AG, Initiant der Petitionen «Nein! zu Rigi-Disney-World» (2017) und «Rigi: 800’000 sind genug!» (verlängert bis 30. September 2023) BITTE NOCH HEUTE UNTERZEICHNEN! VIELEN DANK; Unterschriften beide Petitionen: 7724.

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Photomontage: PD 


René Stettler

Für eine sichere und umweltverträgliche Seilbahnverbindung sowie den 1:1-Ersatz der heutigen Pendelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad

2022-06-27 09:28:51

Medienmitteilung 27. Juni 2022

Weggiser Abstimmung vom 25. September 2022 zur Teilrevision Zonenplanung und Bau- und Zonenreglement Seilbahnkorridor
 

Sehr geehrte Weggiserinnen und Weggiser
Sehr geehrte Stimmberechtigte von Rigi Kaltbad
Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi 

Am 25. September 2022 entscheiden die Stimmberechtigten von Weggis und Rigi Kaltbad über den Seilbahnkorridor Weggis – Rigi Kaltbad und eine Umzonung auf Rigi Kaltbad für eine neue Bergstation (GB 1318). Die Abstimmung wird als Volksentscheid für oder gegen einen Systemwechsel von der heutigen Pendelbahn zu einer Gondelbahn inszeniert. Das beiliegende Flugblatt geht heute und morgen an die Weggiserinnen und Weggiser sowie die auf Rigi Kaltbad wohnhafte Bevölkerung.

Das Seilbahnprojekt muss einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Die von den Rigi Bahnen heruntergespielten dauerhaften Waldrodungen von «150 Quadratmetern» (LZ, 24.6.22) basieren auf nicht konkretisierbaren Annahmen und sind reine Abstimmungspropaganda. Eine umweltrechtliche Beurteilung des «auf Vorrat» bis zu 60 Meter (!) breiten eingezonten Seilbahnkorridors ist derzeit nicht möglich. Damit sind aber die schieren Ausmasse von Rodungen, die beim Bau einer Gondelbahn mit 11 Masten u. a. im Schutzwald ob Weggis drohen, evident. 
Flugblatt (Manifest Pro 1:1-Pendelbahnersatz)

Die 14 Unterzeichnenden, die zu den über 7700 Unterzeichnenden der Rigi-Petitionen gehören, sind der Auffassung, dass ein 1:1-Ersatz der bewährten Pendelbahn mit 3 Masten durch die geschützte zum Vierwaldstättersee hoch exponierte Rigi-Südflanke (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler, BLN 1606), dem Bau einer neuen überteuerten Gondelbahn von CHF 20 Mio. mit 11 Masten vorzuziehen ist.

Die Bergbahnen Sörenberg machen es beispielhaft vor: Mit dem Projekt «Rothorn Retrofit» wird die heutige Pendelbahn auf das Brienzer Rothorn 1:1 durch eine neue Pendelbahn ersetzt. Das Gesamtpaket der Investitionen beträgt CHF 21 Mio., davon gut die Hälfte für den Bahnersatz inkl. Anpassung der Tal- und Bergstation und den umweltschonenden Ersatz der drei bestehenden Masten an den bisherigen Standorten.

Mehr Informationen via https://rigi-800000-sind-genug.ch/argumente-gegen-gondelbahn/ 

Ich danke für die Weiterleitung unserer Anliegen an Bekannte und Freunde Ihres Netzwerks. 

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad, Aktionär Rigi Bahnen AG, Initiant der Petitionen «Nein! zu Rigi-Disney-World» (2017) und «Rigi: 800’000 sind genug!» (verlängert bis 30. September 2023); Unterschriften beide Petitionen: 7724 (Stand 27.6.22). 

Freundinnen und Freunde der Rigi
Toni Bottinelli, Dorly Frei, Alexander Karrer, Richard Maurer, Hagen Mühle, Robert Schwere, René Stettler, Max Ulrich, Peter Vock, Franziska Waldis, Caroline Weibel, Ivo Voehringer, Paul Widmer, Feerena Zuber, Daniel M. Züst.
15 von 7723 Unterzeichnenden zweier Rigi-Petitionen. Die 2. Rigi-Petition bittet die Rigi Bahnen AG vom schonungslosen Eingriff in die geschützte Landschaft für den Bau einer Gondelbahn mit 11 Masten abzusehen.


René Stettler

Andermatt, Isleten, Rigi: Die Ausbaupläne lassen Ungutes erahnen

2022-04-16 07:29:55

https://rigi-800000-sind-genug.ch/wp-content/uploads/2022/04/lb_lz_16.4.22.pdf


Liebe Freunde der Rigi 

Als Andermatt mit dem Multimilliardär Sawih Sawiris geplant wurde, waren die politischen Behörden bereits «auf Linie» mit dessen Plänen. Die Schutzverbände konnten diese nicht mehr verhindern und haben mit Sawiris und den Behörden Vereinbarungen getroffen, um das gigantische Projekt in ihrem Sinne zu «optimieren». Die Promotoren zeichneten sich durch ein abstruses Ideenpotenzial aus. Auch auf der Rigi. Dort drohte bis vor kurzem, gemäss einem «Masterplan», die Disneyfizierung des beliebten Erholungsbergs. 

Vermutlich geht das Spiel nun mit der börsenkotierten Firma Vail Resorts weiter, welche Andermatt global und gewinnorientiert vermarkten will, obschon die Spielräume ausgenutzt sind. Bis heute sind die Behörden und Sawiris den Umweltverbänden, gemäss Pro Natura Uri, eine Wasser- und Energiebilanz schuldig. Fazit: Zwiespältig. Die Eingriffe in Natur und Landschaft sind unübersehbar. Flora und Fauna sind unter riesigem Druck. Und das in einer Zeit des Artensterbens.

Besonders stossend ist, dass viele Ersatzmassnahmen bis heute nur teilweise umgesetzt wurden. Überall wird stets schnell gebaut, doch wenn es um die Ersatzmassnahmen geht, lässt man sich viel Zeit. Der unsägliche Massentourismus, der im Urserntal mit den Vermarktungsideen von Vail Resorts droht, ist auch bei den Rigi Bahnen noch immer in den Köpfen der Tourismusverantwortlichen. Mit der geplanten Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad kann man die Kapazitäten im Endausbau verdoppeln und nimmt Kollateralschäden an der geschützten Landschaft in Kauf. In Andermatt und Isleten ist die Zeit für weitere Ausbaupläne definitiv abgelaufen. Auf der Rigi haben Petitionen den Ausbau bislang verhindert.

Fazit: Sawiris hat in Andermatt die unsägliche Richtung vorgegeben und zieht jetzt neue Fäden mit dem Grossprojekt Isleten. Und nun kommen im Urserntal die Amerikaner, die den Takt angeben. Das kann nicht gut gehen. Die Bevölkerung hat das «Wheeling and Dealing» der Tourismusverantwortlichen, um es auf den Punkt zu bringen, satt. 

Dr. phil. René Stettler, Initiant der Petition «Rigi: 800'000 sind genug!»


René Stettler



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