Offener Brief an das Gesundheitsamt zum Thema Schnelltests an Schule, KiTa und im Allgemeinen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie kennen bestimmt die angehängte Stellungnahme der DGPI zu Massentests an
Schulen basierend auf den Erfahrungen aus Österreich. (s. https://dgpi.de/kommentar-dgpi-dgkh-schnelltests-schulen/)

Eine der Kernaussagen ist:
„Ausgehend von allgemein anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen der
Screening- und Infektionsdiagnostik erscheint es angesichts fehlender Daten
zur Validität von Antigenschnelltests gerade bei asymptomatischen Kindern
zum jetzigen Zeitpunkt weder gerechtfertigt noch angemessen, diese Tests
flächendeckend in Schulen und KiTas einzusetzen. Es ist zu erwarten, dass
die Zahl falsch negativer und falsch positiver Ergebnisse inakzeptabel hoch
sein und weit mehr Schaden als Nutzen mit sich bringen wird. Hinzu kommt das
Potenzial großer präanalytischer Fehler in der Probenentnahme.“

Ich bitte Sie inständig die aktuellen und zukünftigen Testkonzepte an
Schulen - insbesondere Grundschulen - und KiTas zu prüfen und anzupassen.
Ich habe selbst ein Kind an der Grundschule und eines in der KiTa und
empfinde die gesamte Situation für die Kinder sehr belastend.
Die aktuelle Berichterstattung und Durchführung der Test erzeugt bei vielen
Teilen der Bevölkerung wieder das Bild von Kindern als Bazillenschleudern
und viele meinen sich vor Kindern schützen zu müssen. Stattdessen sollte der
Schutz der Kinder im Vordergrund stehen - ebenfalls ohne dabei Ängste in
unnötigem Maße zu schüren. Angst, Mangel an Bewegung und frischer Luft,
wenig körperliche Nähe - das alles ist schlecht für die kindliche
Entwicklung und das Immunsystem. Das sollte immer mit in die Waagschale
geworfen werden.

Ich würde erwarten, dass regelmäßig statistisch belastbare Stichproben
gemacht werden, die genaue Analysen zulassen, welche Bevölkerungsgruppen wie
stark betroffen sind und welche Dynamik jeweils herrscht. Solche Tests
könnten entweder aufzeigen, dass Massentests an Kindern garnicht nötig sind
(Fazit der österreichischen Tests, wo sich schon 50-70% Mutationen
existierten) oder, dass es vielleicht effektiver und effizienter ist die
Erwachsenen im Umfeld der Kinder regelmäßig zu testen oder in welchen Umgang
die wirklich erforderlich sind.

Vielleicht gibt es diese Daten ja - dann bitte ich um Veröffentlichung. Es
entsteht schon lange das Bild, dem Volk wird nicht zugetraut komplexere
Zusammenhänge nachzuvollziehen oder zu akzeptieren, dass es für komplizierte
Probleme keine einfache Lösung geben kann. Aber genau die mangelnde
Information führt dazu, dass in zunehmenden Teilen der Bevölkerung das
Verständnis für die Politik und die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen abnimmt.
Ein aktuelles Beispiel sind die steigenden Inzidenz-Werte, die annähernd
proportional mit der Anzahl durchgeführter Tests inklusive Schnelltests
ansteigen, weil ihre Berechnung auf Basis absoluter positiver
PCR-Testergebnisse ohne Bezug auf die Gesamtzahl der Tests gemacht wird.
Hierbei müssen die Schnelltests mitgezählt werden, da positive Schnelltests
zu einem PCR-Test verpflichten und diese dann im Normalfall auch positiv
sind. Jede Berechnung auf Basis der positiven PCR-Tests hat Schwächen, es
gibt aber mit den vielen Schnelltests deutlichen Verbesserungsbedarf und
auch -potential. Auch hier würden regelmäßige statistische Stichproben
Klarheit schaffen. Dies wird von einigen Wissenschaftlern auch empfohlen.
Warum sollte man die Bevölkerung für zahlreiche freiwillige Tests mit
strengeren Maßnahmen aufgrund der dadurch erhöhten Inzidenzwerte „bestrafen“?
(s. https://www.focus.de/gesundheit/news/keine-rueckschluesse-auf-pandemiegeschehen-inzidenz-bei-18-statt-78-mathe-student-wirft-rki-vor-dass-es-werte-falsch-berechnet_id_13094615.html)

Ich erwarte gespannt Ihre Stellungnahme und und Informationen, um die
aktuelle Situation in Heilbronn besser einschätzen und verstehen zu können.
Außerdem hoffe ich auf eine neu ausgerichtete und transparente
Teststrategie!

Dies ist ein offener Brief, den ich in sozialen Medien teilen werde und auch
der lokalen Presse zur Veröffentlichung anbieten werde.

Mit freundlichen Grüßen
Simon Mössner

 

 

Ergänzungen:

Testpflicht in Unternehmen wird weiterhin nicht eingeführt, da sie potentiell Körperverletzung darstellen kann. Was soll bei den Kindern anders sein, außer dass sie sich nicht rechtlich wehren können?

https://www.bild.de/politik/inland/politik/testpflicht-in-firmen-kann-mein-chef-mich-zum-corona-test-zwingen-76059944.bild.html

 

Es gibt immer mehr Wissenschaftler, die eine Abkehr von der Inzidenz als Maß der Dinge fordern:

https://www.dw.com/de/corona-mediziner-fordern-alternativen-zu-inzidenz-messwert/a-56645875

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/top-statistiker-fordert-neuer-wert-soll-die-inzidenz-ersetzen-76108090.bild.html

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-ampel-wie-in-italien-koennte-vorbild-fuer-deutschland-sein-statt-inzidenz_aid-57413219

 

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