Petition zur Rettung der Mittelschule Kinkplatz von Helmut Richter
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Die Mittelschule Kinkplatz von Helmut Richter soll unbedingt gerettet werden. Das muss sich Österreich leisten können!
a true " Gesamtkunstwerk", should be visited by any student of architecture.
Mark Gilbert
Und ob dieser Mängel stellt sich für mich die Frage nach d Sinnhaftigkeit d Festhaltens an "Hüllen" (?)
Re: Erhaltung von GESAMTKUNSTWERKEN-JA
ich bin wirklich nicht ein besonderer Freund von Kollegen Richter gewesen, bin ihm aber unendlich dankbar, dass er sich jederzeit einer Diskussion gestellt hat. Ich erinnere mich voll Demut an eine Lehrer (nicht Architekten!) Exkursion, die ich dorthin organisierte, und er selbst (zwar direkt von einem Auslandsaufenthalt und nur ca 10 min zu spät) kam, keine(n) Mirabeiter vorschickte und sich allen (auch den gehässigen Fragen einiger dort bereits ansässiger Lehrer) stellte und alle Fragen entkräften konnte.
Zum Thema "Sonnenschutz" und "Innenlärm"- ja es gab damals keine Norm auf die er sich hätte berufen können und bei allen "Wünschen" (und ihm bereits bekannten Fakten) des Architekten wurde stets nur das "ökonomische" Argument des Bauherrenvertrters angeführt, sprich das "billigste Material" gewählt.. oder kennen Sie Hochhäuser die nicht noch mehr verglast sind und wo es sich "angenehm arbeiten lässt" auch im Juli und August (wenn normalerweise) kein Unterricht in einer Wiener Haupt- (jetzt Mittel-) Schule ist...
Bei etwas gutem Willen läßt sich jedes Detail so einbauen, dass es "nicht reinregnet", dass es ausreichend Abschattung und Schallschutzvorrichtungen gibt, sodaß auch in einem (zugegebener Maßen sehr lautem) Umfeld wie in einer Schule mit pubertierenden Jugendlichen ein Arbeiten möglich ist (bin selbst Unterrichtender in jener Altersklasse). Außerdem erinnere ich mich an die Anfangszeit (als noch 2 Direktoren im Haus waren, weil ja 2 Schulen dorthin übersiedelt sind), und der eine Direktor mir eine ganze Mappe voll mit (zum Großteil haarsträubend falschen) Presseartikeln zeige, die er gesammelt hatte: Die "Spitze" war wohl eine Falschmeldung der örtlichen FPÖ, die ein Gratisbezirksblatt sofort abdruckte, dass durch ein herabfallendes Glas ein Schüler sehr schwer verletzt worden wäre (was überhaupt alles frei erfunden war, und nur in der übernächsten Nummer ganz klein korrigiert wurde), aber da war das Gerücht schon im ganzen Bezirk, dass "angeblich sogar jemand zu Tode gekommen sei durch herabfallende Gläser"!!!
Wenn Sie sich im Gegenzug dagegen die TV- und Kinowerbungen ansehen, wie oft Teile des Gebäudes (meist die Eingangshalle) in "modernen Spots" vorkamen, so können Sie sicher verstehen, wie oft diese "location" für ein "modernes Wien" herhalten musste (ob der Architekt immer damit einverstanden war weiss ich nicht, aber darauf hat er eh keinen Einfluss mehr...)
Weltweit kommen Architekturtouristen nach Wien, um auhc dieses Gebäude zumindest von außen zu fotografieren... Können Sie sich vorstellen, wie Paris heute aussehen würde, hätte man 1912 den Eiffelturm abgetragen (was damals auch noch vielen PariserInnen gefallen hätte...)?
Hay que combatir estos atropellos,contando con la ciudadanía a través de grupos de presión de todos los foros de opinión para hacer efectiva la protesta y hacerse oír en todo el mundo.
die probs kann man in griff kriegen - zB schallschluckobjekte gabs in hifi-welt auch schon ´94.....
eventuell seminar-übungen an den tus wien od graz zu diesem thema abhalten?!
Kind Regards.
Eduardo Blanco.
Architect.
Tatsache ist: Dieses Gebäude ist, ebenso wie der Schöpfer, SELBSTVERLIEBT! Es hat ebenso wenig mit Lernen für das 21Jh., wie mit Unterricht oder Sport zu tun.
High-Tech, der nicht funktioniert! Nach Jahrzenten der ökologischen & humanitären Aspekte im Bauen wurde so ziemlich alles ignoriert - Hauptsache: ich werde ein Star-Architekt und falle auf, ebenso wie die hochkarätigen internatoinalen Stars, die das Insttut Richter eingeladen hat - aber eine hilfreiche, sinnvolle Chefkorrektur gab es nie!
So ist das nun mal bei "formeller Architektur" - ich bin mir sicher, dass zukünftige Architekten mehr und ganzheitlicher auf die Schüler, die Lehrer und die Lehre eingehen weden, als dieser Bau es tut.
Ist auch keine grosse Kunst, denn diese Schöpfung tut es gar nicht!
Mittelschule Kinkplatz #24
#23 hat völlig recht.
Aber vielleicht sollte man gerade in Zeiten des Klimawandels ein Denkmal dafür erhalten, wie gedankenlos man noch vor gar nicht so langer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit umgegangen ist. Das Gebäude hat hinsichtlich vieler Belange - nicht nur technischer - nicht gepasst. Insoweit ist es schlechte Architektur - aber ein auch formal wunderbares Denkmal.
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