Wir fordern die Regierung auf, offenzulegen, auf welchen medizinischen und rechtlichen Grundlagen die Maßnahmen zum Lockdown gesetzt worden sind!

RESPEKT

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Offener Brief an die österreichische Bundesregierung

Kritische Kommentare zum Management der SARS-CoV2 Pandemie in Österreich

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz!

Leonding, den 3. Juli 2020

Waren die ersten offiziellen rigiden Maßnahmen als Reaktion auf die vermutete Gefahr zwar in gewisser Weise politisch verständlich, so wurde versäumt, kompetente Stimmen ernst zu nehmen, die davor warnten, in der Öffentlichkeit Angst zu verbreiten und die Gefahr der Viruserkrankung zu übertreiben. Mit großem Befremden erleben wir seither, wie statt einer wissenschaftlich fundierten, fairen und transparenten Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Thema politische Entscheidungen willkürlich getroffen werden und gleichzeitig von der offiziellen Linie abweichende Sichtweisen abgewehrt und ihre Vertreter diskreditiert werden.

Die Grundrechte außer Kraft gesetzt, den öffentlichen Raum erstickt, die Volkswirtschaft beschädigt, soziale Gegensätze verschärft, unmenschliche Kulturtechniken erzwungen. Die Bilanz nach zwölf Wochen Lockdown ist verheerend. Die dafür Verantwortlichen müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es dazu kommen konnte.

Unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des österreichischen Gesundheitssystems war unter Beobachtung der epidemiologischen Situation bei verantwortungsvoller und sachlicher Bewertung schon frühzeitig erkennbar, dass der befürchtete Kollaps des Gesundheitssystems ausbleiben würde. Die durchschnittliche Auslastung der Intensivbetten lag unter 10%. Die Zahl der Neuinfektionen war bereits in der zweiten Märzhälfte rückläufig, bevor der sachlich völlig unnötige Lockdown überhaupt greifen konnte. Das Verbot von Massenveranstaltungen hatte bereits gewirkt. Alleine hierdurch wurde die Ausbreitung nach einer Studie, die im angesehenen Wissenschaftsjournal „Science“ veröffentlicht wurde, etwa halbiert.

Bald war vielen kompetenten Epidemiologen und anderen angesehenen Fachleuten klar, dass ein Lockdown zu keinem Zeitpunkt notwendig oder auch nur gerechtfertigt war. Im Gegenteil, er war politisch überschießend und verursachte in medizinischer, psychischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht schwere Schäden. Gegen besseres Wissen wurde über Politik und Medien Angst in der Bevölkerung geschürt, um von den wahren Schäden des Lockdowns abzulenken und die getroffenen Entscheidungen nicht sachlich rechtfertigen zu müssen. Noch eine Woche nach Überschreiten des Zenits bei den Neuerkrankungen wurden 10-Tausende von Toten und der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Gesundheitssystems verkündet. Bis heute fehlt eine öffentlich zugängliche Dokumentation der Daten, aufgrund derer die Entscheidungen getroffen wurden.

Wir, die Unterzeichnenden, sind der Auffassung, dass die offiziellen Informationen nach wie vor unnötigerweise Angst verbreiten und dass die vielschichtigen, aber absehbaren Folgeschäden der Maßnahmen in den Überlegungen zu kurz gekommen sind. Da sind zuallererst die medizinischen Kollateralschäden zu nennen, die entstanden und noch lange nicht behoben sind, weil fast drei Monate lang notwendige Behandlungen mit Verweis auf COVID-19 nicht durchgeführt wurden,

ja z.T. nicht werden konnten.

Dazu kommen massive Einschränkungen im Kultur- und Vereinsleben und die unabsehbaren psychosozialen und wirtschaftlichen Schäden mit ihren unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen. Vereinsamung, sprunghafter Anstieg von Arbeitslosigkeit, unmittelbarer Einkommensverlust und Belastungen durch Wegfallen von Schule und Kinderbetreuung haben vor allem die sozial Schwächeren unserer Bevölkerung getroffen und werden noch lange nachwirken.

Den Blick nach vorne gerichtet, erhoffen wir von den Verantwortlichen die Einsicht, überschießend reagiert zu haben und die Bereitschaft, unsere Grund- und Freiheitsrechte umgehend, vorbehaltlos und vollständig wiederherzustellen. Zudem sollten aus der Corona-Krise dauerhafte Lehren gezogen werden. Die Gesundheitsversorgung muss auch für zukünftige Pan- und Epidemien gerüstet sein.

In diesem Sinne treten wir für einen inklusiven und solidarischen Umgang miteinander und für eine am langfristen Wohl der Bevölkerung orientierte Politik im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ein. Wir fordern keine neue oder alte, sondern eine verfassungsmäßige, demokratische und zukunftsorientierte Normalität.

Im Namen der Plattform RESPEKT und aller anderen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner

Prof. DDr. Martin Haditsch

UNTERZEICHNERINNEN und UNTERZEICHNER:
Mag. Karl Auer, Psychotherapeut, Supervisor, Coach, Innsbruck
Mag. Wolfgang Bayer, Musiker, Musiklehrer, Wien
DDr. Jaroslav Belsky, Zahnarzt, Wien
Dr. Fritz Binder-Kriegelstein, Lobbyist für dezentrale und erneuerbare Energieformen; Graz
Dr. Ruth Maria Bolten - Koelbl, Autorin und Musikerin, Graz
Dr.Trautl Brandstaller, Publizistin, Wien
Edith Brötzner, Werbeagentur, 4020 Linz *
Helga Castrian, Kleinkindpädagogin, Salzburg
Em.o.Univ.Prof.DI.Dr. H.Peter Degischer, TU-Wien, Werkstoffwissenschaften, Wien
Dr. Susanne Diez, Homöopathin, Allgemeinärztin, Wien
Dr. Werner Diez, Kardiologe, Wien
Ministerialrätin Mag.a. Monika Donner, Juristin, Autorin, Strategische Analytikerin, Wien
Rudolf Edlinger, Bundesminister für Finanzen a.D., Wien
DI Barbara Gartner, Bautechnikerin, Wien
MSc. Ingrid Egger, Systemische Psychotherapeutin, St. Martin an der Raab *

Angelika Egg , freischaffende Künstlerin, Windisch-Minihof
Dr. Peer Eifler; Praktischer Arzt, Arbeitsmediziner, Psychotherapeut; Bad Aussee *
DDr. Christian Fiala; Allgemein Mediziner und Facharzt für Frauenheilkunde, Wien *
DI Bernd Fuchs, Elektroingenieur, Umweltforscher, Hopfgarten
DI Barbara Gartner, Bautechnikerin, Wien
Heinz Gohlke, Maler, Kalch *
Prof. DDr. Martin Haditsch, Facharzt (Hygiene,Mikrobiologie,Infektiologie,Tropenmedizin), Leonding* Arno Hagen, im Namen der Bürgerbewegung Österreich 2020; Höchst *
Mathilde Halla, Konsulentin für Umweltfragen, NuclearFreeFuture Preisträgerin, Linz
Mag. Harald Gigler, Handel, Nestelbach
DI Dr. Gabriele Harb, Umweltmanagement, Semriach
Johannes Hatzl, freischaffender Künstler, Windisch-Minihof
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hinrichs, EVAL-Bewegung, Ramsau
DI Dr. Bruno Hribernik, Vorstand ASMET, Bruck/Mur
Dr. Dietmar Kabelka, Arzt für Allgemeinmedizin, Linz
Dr. Wolfgang Koelbl, Arzt i.R., Trainer, Graz
Germana Kovacic, Meisterfloristin, Michelbach
Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher, Raum - Stadt – Verkehrsplanung – und Technik; Wien
Dr. Gabriele Matzner, Botschafterin i.R.; Klosterneuburg
Harald Niggl, Koch, Krottendorf
Mag. Elmar Niederbrunner, Sozialarbeiter, Mogersdorf
DI Christian Ocenasek, Unternehmensberater, Mediator, Bad Ischl
Mag. Eva Pfisterer, Journalistin, Wien
Univ. Doz. Dr. Adolf Pohl, Klinischer Chemiker, Wien
Udo Preis; Musikmanagement, Deutsch-Minihof *
Dr. Norbert Rozsenich, Sektionschef i.R, Wien
Dr.jur. Herbert Schneider, Jurist, Neuhaus am Klausenbach *
Prof. DDr. Christian Schubert, Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie, Innsbruck
Dr. med. Michael Spitzbart, Allgemeinmedizin, Salzburg
Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Facharzt für Innere Medizin, Allgemeinmediziner, Salzburg *
Dr. Helga Voglsam, Psychologin, Tulln
Dr. Gerhard Weiland, Arzt für Allgemeinmedizin Homöopathie; Graz *
Univ.Doz.Dr. Peter Weish; Humanökologe, Umweltethik; Wien *
Dr. iur. Dipl.Ing. rer. nat. Heinrich Wohlmeyer, vorm. Präsident der Österr. Ges. für Biotechnologie

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