Wir fordern die Regierung auf, offenzulegen, auf welchen medizinischen und rechtlichen Grundlagen die Maßnahmen zum Lockdown gesetzt worden sind!

Wien, den 16. Juni 2020
Offener Brief an die österreichische Bundesregierung
Kritische Kommentare zum Management der SARS-CoV2 Pandemie in Österreich

Waren die ersten offiziellen rigiden Maßnahmen als Reaktion auf die vermutete Gefahr zwar in gewisser Weise politisch verständlich, so wurde versäumt, kompetente Stimmen ernst zu nehmen, die davor warnten, in der Öffentlichkeit Angst zu verbreiten und die Gefahr der Viruserkrankung zu übertreiben. Mit großem Befremden erleben wir seither, wie statt einer wissenschaftlich fundierten, fairen und transparenten Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Thema politische Entscheidungen willkürlich getroffen werden und gleichzeitig von der offiziellen Linie abweichende Sichtweisen abgewehrt und ihre Vertreter diskreditiert werden.

Die Grundrechte außer Kraft gesetzt, den öffentlichen Raum erstickt, die Volkswirtschaft beschädigt, soziale Gegensätze verschärft, unmenschliche Kulturtechniken erzwungen. Die Bilanz nach zwölf Wochen Lockdown ist verheerend. Die dafür Verantwortlichen müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es dazu kommen konnte.

Unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des österreichischen Gesundheitssystems war unter Beobachtung der epidemiologischen Situation bei verantwortungsvoller und sachlicher Bewertung schon frühzeitig erkennbar, dass der befürchtete Kollaps des Gesundheitssystems ausbleiben würde. Die durchschnittliche Auslastung der Intensivbetten lag unter 10%. Die Zahl der Neuinfektionen war bereits in der zweiten Märzhälfte rückläufig, bevor der sachlich völlig unnötige Lockdown überhaupt greifen konnte. Das Verbot von Massenveranstaltungen hatte bereits gewirkt. Alleine hierdurch wurde die Ausbreitung nach einer Studie, die im angesehenen Wissenschaftsjournal „Science“ veröffentlicht wurde, etwa halbiert.

Bald war vielen kompetenten Epidemiologen und anderen angesehenen Fachleuten klar, dass ein Lockdown zu keinem Zeitpunkt notwendig oder auch nur gerechtfertigt war. Im Gegenteil, er war politisch überschießend und verursachte in medizinischer, psychischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht schwere Schäden. Gegen besseres Wissen wurde über Politik und Medien Angst in der Bevölkerung geschürt, um von den wahren Schäden des Lockdowns abzulenken und die getroffenen Entscheidungen nicht sachlich rechtfertigen zu müssen. Noch eine Woche nach Überschreiten des Zenits bei den Neuerkrankungen wurden 10-Tausende von Toten und der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Gesundheitssystems verkündet. Bis heute fehlt eine öffentlich zugängliche Dokumentation der Daten, aufgrund derer die Entscheidungen getroffen wurden.

Wir, die Unterzeichnenden, sind der Auffassung, dass die offiziellen Informationen nach wie vor unnötigerweise Angst verbreiten und dass die vielschichtigen, aber absehbaren Folgeschäden der Maßnahmen in den Überlegungen zu kurz gekommen sind. Da sind zuallererst die medizinischen Kollateralschäden zu nennen, die entstanden und noch lange nicht behoben sind, weil fast drei Monate lang notwendige Behandlungen mit Verweis auf COVID-19 nicht durchgeführt wurden, ja z.T. nicht werden konnten.

Dazu kommen massive Einschränkungen im Kultur- und Vereinsleben und die unabsehbaren psychosozialen und wirtschaftlichen Schäden mit ihren unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen. Vereinsamung, sprunghafter Anstieg von Arbeitslosigkeit, unmittelbarer Einkommensverlust und Belastungen durch Wegfallen von Schule und Kinderbetreuung haben vor allem die sozial Schwächeren unserer Bevölkerung getroffen und werden noch lange nachwirken.

Den Blick nach vorne gerichtet, erhoffen wir von den Verantwortlichen die Einsicht, überschießend reagiert zu haben und die Bereitschaft, unsere Grund- und Freiheitsrechte umgehend, vorbehaltlos und vollständig wiederherzustellen. Zudem sollten aus der Corona-Krise dauerhafte Lehren gezogen werden. Die Gesundheitsversorgung muss auch für zukünftige Pan- und Epidemien gerüstet sein.

In diesem Sinne treten wir für einen inklusiven und solidarischen Umgang miteinander und für eine am langfristen Wohl der Bevölkerung orientierte Politik im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ein. Wir fordern keine neue oder alte, sondern eine verfassungsmäßige, demokratische und zukunftsorientierte Normalität.

UNTERZEICHNERinnen:

Prof. DDr. Martin Haditsch, Leonding

Dr. Peter Weish; Humanökologe, Umweltethik; Wien

Dr. Gerhard Weiland, Arzt für Allgemeinmedizin Homöopathie; Graz;

Udo Preis; Musikmanagement; Deutsch-Minihof

Arno Hagen, Bürgerinitiative Österreich 2020; Höchst

Dr. Peer Eifler; Praktischer Arzt, Arbeitsmediziner, Psychotherapeut; Bad Aussee

DDr. Christian Fiala; Allgemein Mediziner und Facharzt für Frauenheilkunde, Wien

Mag. Herbert Schneider, Jurist, Neuhaus am Klausenbach

Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher, Raum - Stadt – Verkehrsplanung – und Technik; Wien

Ingrid Egger, Systemische Psychotherapeutin, St. Martin an der Raab

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin am Zentrum für Public Health der MedUni Wien

Dr. Fritz Binder-Kriegelstein, Lobbyist für dezentrale und erneuerbare Energieformen; Graz

Unterschreibe diese Petition

Mit meiner Unterschrift ermächtige ich Netzwerk RESPEKT, meine Unterschrift an Personen weiterzugeben, die hinsichtlich des Sachverhalts die Entscheidungsgewalt haben.


ODER

Sie werden eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung Ihrer Unterschrift erhalten. Um sicherzustellen, dass Sie unsere E-Mails erhalten, fügen Sie bitte info@petitionen.com Ihrem Adressbuch oder Ihrer Liste mit sicheren Absendern hinzu.

Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Unterschrift nicht durch eine Antwort auf diese Nachricht bestätigen können.




Bezahlte Werbung

Wir machen bei 3000 Menschen Werbung für diese Petition.

Erfahren Sie mehr …

Facebook