Rettet die Musikhochschulen

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MUSIK

#318 An „alle” Musiker

2013-07-22 13:15

Die Argumente des Ministeriums sind doch:
- Weniger guter deutscher Nachwuchs für Musikhochschulen, bessere Ausländer in Relation dazu!
- Gleichzeitig hätte die gesamte Politik doch gleich die Kritik dazu, wenn sie folgendes beachten würde!
Das Drama der einseitigen SCHULBILDUNG


Leider trägt das öffentliche Schulsystem durch seine einseitige Bildung dazu bei, dass das Bewusstsein des Kindes vorwiegend auf das äußere
"Wäg-, Zähl- und Messbare und daher Beweisbare" ausgerichtet ist, das als einzig anerkannte REALITÄT gewertet wird.
GEIST, SEELE, EMOTION, KREATIVITÄT, und KÖRPER in seiner Verbindung dazu sind nicht wäg- und messbar, somit werden sie nicht der anerkannten REALITÄT
der Schulbildung zugeordnet, und daher gibt es im öffentlichen Schulsystem keine umfassende, seriöse Geistes-Seelen-Kultur, die gleichwertig zu
anderen Fächern unterrichtet wird, ja als Basis aller Unterrichtsstunden dient. Aus diesem Denkfehler und der negativen Bildungskonditionierung heraus wird an Schulen zuerst immer Musik, dann die Kunst-AG, dann der Sport ausfallen und es können auch nur unzureichende Förder- und Projektmodalitäten entstehen, welche unsere Musik-Kultur wieder von unten heraus, also vom Erstklässler in der Grundschule wieder auf eine bessere Stufe stellen würden. Erst dies würde in der Chronologie der Ereignisse Jahre später die Früchte wesentlich besser aussehen lassen als heute.
Die ständig am Infusionstropf hängenden Musikschulen sind der nächste Beweis für unsere einseitige Schulbildung.
Ich bewundere die vielen Musiklehrer, welche nun kaum aus EGO-Ambitionen heraus, die ganzen altruistischen engagierten Gegebenheiten auf sich nehmen für ihre Kinder und Jugendlichen. Die Entlohnung in Relation zum oft gelebten höchsten Engagement kann es auf keinen Fall sein.

Grob dargestellt: es wird der nackte Intellekt gebildet, der sich vorwiegend auf die äußere beweisbare REALITÄT: Materie und Natur ausrichten soll und damit ein äußeres Wertebewusstsein erlangt.

Der Intellekt wird jedoch NICHT darauf ausgerichtet, um systematisch forschend höhere geistig-seelische Werte erkennend zu erringen, um sie ins äußere Wertebewusstsein bereichernd zu integrieren. Hier würden wir zu einer segensvollen, ganzheitlichen Konzeption in allen Bereichen gelangen, die unsere Zeit fordert.
Eine echte BEWUSSTSEINS-EVOLUTION als eigentlicher Sinn des menschlichen Seins findet durch unser Schulsystem nicht statt, sondern das Gegenteil wird bewirkt: Die vorgenommene einseitige Bildung trägt zu einer
Bewusstseins-Einengung bei, die sich auch reduzierend auf die
Gehirnaktivität, vorwiegend der rechten Gehirnhälfte, überträgt.
Die linke Gehirnhälfte verkümmert und da ist auch der Musiker meistens zu Hause. In der linken Hirnhälfte entsteht viel für seinen Antrieb, seine inneren Wertesysteme die Kunst, die Inspiration.

Sehen Sie den Zusammenhang. Die Einseitigkeit wird jetzt in die Hochschule für Musik in Mannheim oder Trossingen verlagert.
Von der Vielfalt zur „Einfalt”.

Politiker die in diesem Bildungsstil ausgebildet wurden, können gar nicht anders entscheiden. Sie sind eigentlich gar nicht fähig anders zu denken, außer man rüttelt sie auf mit solchen Aktionen, damit Sie die Betroffenen verstehen können, welche nicht für ihr Ego kämpfen, sondern aus tiefer Seele für die MUSIK. Man kann auch in den Verantwortungs-Etagen des Ministeriums noch respektvolle ehrliche Empathie erlernen, wenn man das auch ehrlich will?!

Aber wenn man die Musiker und Menschen der Mannheimer, sowie der Trossinger Hochschule im Vorfeld sogar ignoriert und nur an Proporz denkt, beweist dies wieder die oben aufgeführten Thesen!

Aus "Wäg-, Zähl- und Messbaren und daher Beweisbaren" entstehen übrigens logischerweise auch Rechnungshöfe.

Aus der Angst davor, dass die einem was wegnehmen könnten, überwiegt trotz der Musikerseele, die Erhaltungszentrierung, sich nun seinerseits gegen die vermeintlich schwächeren zu wappnen und am besten in Gruppierungen und wieder werden die oben aufgeführten Argumente zu dem führen was wir jetzt sehen und hören.

Vielleicht werden wir irgendwann deswegen erleben, dass man es schafft auch noch unsere Musiker-Seelen volkswirtschaftlich verwerten zu können?

Da sind nicht nur die Politiker schuld, denn die sind ja erst mal als unschuldiges Kind geboren und haben erstmal auch gute Beziehungen zur Musik gehabt, aber der Prozess des oben erwähnten "Wäg-, Zähl- und Messbaren und daher Beweisbaren" hat die nicht ausgebildete Geistes-Seelen-Kultur verdrängt.
Die findet dann nur noch an der Oberfläche statt und wird dann mit dem Ego verbunden, wenn man z.B. als Bundes- oder Landes-Minister eine Kunstakademie oder einen Konzertsaal einweihen darf.
ALLERDINGS: Es gibt auch noch Landtagsabgeordnete, welche das alles nicht haben verdrängen lassen und sich von der o.g. Unschuldigkeit zur Musik aus der Kindheit bis in das Erwachsenen-Alter viel mit herüber gerettet haben.
Da hätte ich gleich eine Idee, den nächsten Konzertsaal dann doch noch in Mannheim einzuweihen, welchen man dieser engagierten Hochschule über 40 Jahre vorenthalten hat, durch was auch immer für Umstände.

Dem Landtag wünsche ich die richtige menschlich-fachlich-musikalische Einsicht hierzu und den Musikhochschulen Mannheim und Trossingen wünsche ich, dass sie ihre jeweils ganz EIGENE CHARAKTERLICHE INSTITUTS-AUSSTRAHLUNG IN HÖCHSTER GELEBTER INTENSITÄT BEHALTEN KÖNNEN!

Hochachungsvoll Ihre
„MUSIK”

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Gast

#323 Re: An „alle” Musiker

2013-07-22 13:47:09

#318: MUSIK - An „alle” Musiker

wunderbarer Kommentar! Danke!