Massnahmen gegen Hochwasser / Starkregenereignisse

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ingo Hacker
Sehr geehrter Gemeinderat Neuhausen auf den Fildern
Sehr geehrtes Starkregenmanagement
Sehr geehrtes Landratsamt Esslingen

Die Starkregenereignisse häufen sich von Jahr zu Jahr und es wurde schon im Jahr 2010 in BW aber erst 2017 in Neuhausen begonnen zu diskutieren, aufgrund der schon damals erschreckenden Ereignisse: (siehe linkliste – Risikomanagement Neuhausen auf den Fildern) Aber es handelt sich dabei immer noch nur um Informationen, welche aus Sicht der Gemeinde ignoriert wird, da es immer noch an baulichen Massnahmen fehlt. Bauvorhaben und Pläne gegen das Hochwasser werden seit Jahren nicht ausgeführt. Der immense Schaden, sowie die Folgekosten durch Sanierung und Aufräumaktionen, fordern von uns körperliche und mentale Kräfte ab und die Ängste steigen aufgrund der inzwischen extremen Häufigkeit! Baufirmen und Versicherungen sind überfordert mit der enormen Anzahl an Schäden, was die Trocknung verzögert und die Schimmelbildung in den Räumlichkeiten fördert. Bitten von/Hilfe für Hausbesitzer zu baulicher Unterstützung werden ignoriert. Häuser werden jährlich durch Oberflächenwasser (nun am 28.6.2021 mit 1,35m – Obere  Bachstrasse 22) als auch oder zusätzlich von der Kanalisation überflutet. Zusätzlich teilte mir die Versicherung mit, dass die Umgebung um den Weiherbach im Risikogebiet liegt und daher meine Elementarversicherung gekündigt wird. Die Feuerwehr arbeitet sehr hart, aber kann nur auf Ereignisse reagieren, aufgrund des fehlenden koordinierten Einsatzplans.

Begründung für die Petition: Die Gemeinde ignoriert dringend erforderliche und überfällige Hochwasser Massnahmen neben den Starkregenereignissen   a)   Die Gemeinde erarbeitet Konzepte für Hochwasser, aber nicht für Starkregen, welche vergleichbar sind mit dem 50 oder 100 jährigen Hochwasser. Jegliche Ergänzung für Starkregen wird vom Bauamt ignoriert: “Starkregenereignisse sind unberechenbar, daher liegt die Verantwortung alleine beim Hausbesitzer, dieser soll sich um eine Versicherung kümmern“ b) Auszug Deutscher Wetterdienst (siehe linkliste) „... Der Deutsche Wetterdienst spricht von Starkregen bzw. auch Starkniederschlag, wenn in einer Stunde mehr als 10 Millimeter beziehungsweise in 6 Stunden mehr als 20 Millimeter Regen fallen. ...“ Tatsächlich ist zur Zeit die 10fache Regenmenge realistisch.

Gemeinde ignoriert Warnsysteme und hat keinen effektiven Einsatzplan   a) Die Feuerwehr, als letztes Glied, kann nur während der Katastrophe reagieren. Vor und während des Starkregens war keine Feuerwehr in Sicht. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz  kann aber nur nach dem Höchststand effektiv helfen. Es wurden am Folgetag Sandsäcke ausgeteilt. Der Beweis, dass die Vorsorge und der koordinierte Einsatzplan versagt hat.   b) Keine offizielle Warnung von der Gemeinde. Die Anwohner müssen auf Eigeninitiative sich informieren (zB. BIWAPP APP). Hier wurde eine exakte Warnung schon um 15:00 ausgegeben - Aber nicht jeder hat ein Smartphone – dies könnte zB. mit einem Akustischen Signal realisiert werden!

Was fordern wir

·        Nothilfe Fond – Die Unterzeichner fordern eine finanzielle Unterstützung bei Hochwasser / Starkregen. Besonders solange es nicht möglich ist eine Elementarversicherung abschliessen zu können! Aufgrund der Häufigkeit (2018, 2020, 2021 um nur die letzten Jahre hervorzuheben)

·       Dringend erforderliche überfällige Hochwasserschutzmassnahmen Die Unterzeichner fordern, daß umgehend Maßnahmen zum Schutz von Hab und Gut sowie Leib und Leben getroffen werden.

o   Bauliche Massnahmen „Gib dem Wasser mehr Raum“. Hier ein paar Beispiele.: Kontrollierte Überlaufflächen, Kanalwirkung der Bäche reduzieren, Dammbalken uvm.

·       Gemeindeübergreifender erforderlicher überfälliger Einsatzplan inkl. Vorsorge Bericht - R24

o   Die Unterzeichner fordern, dass ein Risikoplan gemeinsam mit allen Hilfskräften und den Anwohnern erarbeitet wird und Kommunenübergreifend agiert. (siehe auch Massnahmekatalog BW)

-  Hilfeleistung / Planung und Realisierung von baulichen Massnahmen vor den Häusern zur Vorsorge, sodass der Schaden verringert wird (zB. Dammbalken, Verschliessung der Fugen an Schutzmauern,...)

-  Sobald der Wetterdienst Starkregen in der Umgebung ausruft, müssen die Bewohner informiert werden und die Hilfskräfte proaktiv vor Ort vorbereitet sein! (zB. Sandsäcke, Bagger schon im Vorfeld anfordern, bei schon bekannten Risikobereich)

- Die Helfer (Feuerwehr / THW) müssen von der Gemeinde besser unterstützt werden. Das ist keine Forderung sondern eine Erinnerung an die Pflichten der Gemeinde!   

Linkliste für alle Bürger in Neuhausen auf den Fildern – sowie Informationen zur Beweisführung der Dringlichkeit:
Gemeinde Neuhausen Risikomanagement
https://www.neuhausen-fildern.de/bauen-wohnen-umwelt/starkregen-risiko-management/

https://um.baden-wuerttemberg.de/en/umwelt-natur/schutz-natuerlicher-lebensgrundlagen/wasser/starkregen/

https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/wasserboden/seiten/starkregenrisikomanagement/ (link muss aufgrund von Datenschutz mit copy/paste in die Adresse kopiert werden
- das traurige dabei: Starkregenmanagment Stuttgart mit Dr. Moser ist nur verantwortlich für Stuttgart NORD exclusive Esslingen, Fildern,... das Hochwasserschutzmanagment ist zuständig für die grossen Flüsse und nicht für Starkregen oder kleine Bäche)

https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Wenn-aus-Wegen-Fluesse-werden-Kommunen-in-der-Regenfalle-6133751.html

https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/

https://www.hamburg.de/contentblob/3540740/532fea8f76e2565c7a9347a8f59b4054/data/leitfaden-starkregen.pdf

https://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/de/veroeffentlichungen/denkschriften/320933/320945.html (google suche: denkschrift 2018 hochwasser neuhausen)

https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/massnahmenberichte-zugang

https://www.neuhausen-fildern.de/fileadmin/user_upload/Gestaltungshandbuch-Neuhausen.pdf  - Es können offiziell laut Bauamt keine Massnahmen realisiert werden, da Starkregen nicht berechenbar ist und viel zu Kostenaufwendig ist, ABER ein modernes Neubaugebiet mit mehrstöckigen Gebäuden wird gebaut und an das vorhandene Kanalsystem angeschlossen, welches in manchen Strassen dazuführt, dass im 1. Stock das Abwasser aus der Toilette schiesst (= Glücklicherweise für das Bauamt auf Privatgrundstück = Bürgerpflicht) .... 

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.unwetter-in-filderstadt-wie-lassen-sich-die-wassermassen-bremsen.969546a0-6094-45b1-9575-58cd78b5fc3a.html?reduced=true

wie wirken sich diese Massnahmen - "zügigere Ableitung des Wassers in die Bäche" der Gemeinde Filderstadt auf Neuhausen auf, besonders wenn Neuhausen als Folgegemeinde genau mit diesen Bächen zu kämpfen hat und jetzt schon mit bis zu 1,7m in manchen Bereichen unter Wasser steht ohne die jetzt schon überforderte Kanalproblematik in diese Rechnung einzubinden?

Persönliche Geschichte Zeitlicher Ablauf 28.6.2021 – Obere Bachstr. 22  als ein Beispiel vieler leitgetragender Anwohner !!
14:00 BIWAPP meldet: Starkregen Warnung für 17.00 Uhr in Region Reutlingen
15:00 BIWAPP meldet: Starkregen Warnung für 18:00 Uhr in RegionFilderstadt
ca 20:00 Extrem starker Wind / Starkregen setzt ein (Kein Alarm)
-> ich persönlich bereite das Haus auf das Hochwasser vor
20:50 Beweis dank Foto – Wasser tritt über das Ufer (Kein Alarm)
20:55 Beweis dank Foto – Wasser steht an meiner Haustür (Keine Feuerwehr in Sicht) Lücke bis 22:35 ich musste meine Frau in Stuttgart abholen, da alle Öffentlichen Verkehrsmittel standen.
Ca 21:30 bei angenommen linearem Anstieg ca 8 cm in 5 min => ca 80 min auf dem nachgemessenen Höchststand von 1,35 m Welches Ausmass die Stauwirkung aufgrund Treibgut an der Brücke Obere Bachstrasse / Seestrasse hat ist aus meiner Sicht nicht bekannt, aber sicher nicht vorteilhaft für die Höhe 22:35 Rückkehr aus Stuttgart – Ein Bagger fährt max 10 km/h auf der Bahnhofstrasse vor mir Das Wasser steht bis über den Postkasten
ca 23:00 Feuerwehr baggert Treibgut unter der Brücke Obere Bachstrasse / Seestrasse.    Die Feuerwehr war beschäftigt, die überlaufende Kanalisation abzupumpen. Ca 1-2 Uhr Die Keller wurden begonnen abzupumpen, als der Wasserstand zurück ging. Der Wasserstand blieb bis mind. 3 Uhr nachts hoch. Die Feuerwehr war offensichtlich überlastet und Auspumpen in den Bach machte auch wenig Sinn.  

29.6.2021 - Vormittag begutachtet die Feuerwehr die Strassen rund um den Weiherbach und teilt Sandsäcke aus – Kein Hochwasser mehr in Sicht. BIWAPP meldet: Starkregen, aber nicht in der Region Neuhausen  

Dies ist ein offensichtlicher Beweis vom Fehlen eines Einsatzplans / Risikoplan / Vorsorge: -         Massnahmenbericht_Anhang2_GMD_8116047_Neuhausen auf den Fildern - R24 (ab 2020): koordinierter Einsatzplan. Es gab eine überforderte freiwillige Feuerwehr, die, nachdem das Wasser über das Ufer trat, aktiv wurde. Sie arbeitete hart, aber es gab keinen koordinierten Einsatzplan, als auch fehlendes Equipment. Hilfe während dem Wasserhöchststand ist eine Schadensbegrenzung, doch der Schaden ist nicht zu verhindern! Die Feuerwehr kann nur warten und im Anschluss die anstrengenden, kräfteaufreibenden Aufräumarbeiten unterstützen. Die Gemeinde setzt vollkommen auf die Pflichten der Freiwilligen, jedoch ohne die eigenen Pflichten einzuhalten

-         Es gab nach der Katastrophe keine Unterstützung von der Gemeinde: Keine Mentale Hilfe (zB. Einladung zu Gesprächen, Informationen von der Gemeinde welche Massnahmen geplant sind - mit Ausnahme eines Informationsabends der SRRM, welche vom Gemeinderat offensichtlich ignoriert wird) und keine sachliche Hilfe (zB. Aufstellung von Kontainer für die Entsorgung). Alles muss in Eigenregie und auf eigene Kosten erfolgen.

Weiters Stelle ich die Frage in den Raum, warum nach dem Beginn des Starkregens nach etwa 2-3 Stunden der Pegel des Weiherbachs schneller ansteigt als in den ersten Stunden. Handelt es sich dabei um einen Hochwasserentlastungsausgang eines Rückhaltebeckens einer anderen Kommune (=Flughafen Rückhaltebecken)? Ein weiterer Grund Kommunenübergreifend ein SRRM zu adaptieren und während eines Starkregenereignisses zu koordinieren, was auch im Massnahmenkatalog von Baden-Württemberg steht! Benötigt jede Kommune sein eigenes SRRM, immerhin kennt das Wasser auch keinen Unterschied zwischen Bernhausen und Neuhausen.

Diese Forderungen sind zwingend zu überprüfen, besonders, da es trotz des Massnahmenkatalogs BW im Juni 2020 und im Juni 2021 sich wiederholt hat! Es existiert seit 2010 Starkregen Diskussionen in BW und Esslingen und es wird etwas getan, warum belächelt das Bauamt weiterhin das SRRM und verweist auf die Bürgerpflichten. Hat sich hier nun etwas geändert?

Wir bitten daher schnellmöglich um eine Stellungnahme und die Mitteilung Ihrer geplanten Massnahmen für Neuhausen. Wir erwarten noch vor Juni 2022 einen Massnahmenkatalog für Neuhausen, da wir zu dieser Zeit Starkregen wieder erwarten.

Petition erstellt in Zusammenarbeit mit Anwohner der Seestrasse


Anwohner der Seestrasse und oberen Bachstrasse    Verfasser der Petition kontaktieren

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Mit meiner Unterschrift ermächtige ich Anwohner der Seestrasse und oberen Bachstrasse, meine in diesem Formular gemachten Angaben an Personen weiterzugeben, die hinsichtlich des Sachverhalts die Entscheidungsgewalt haben.


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